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  • Hotel Dusk: Room 215 im Gamezone-Test

    Gleich einem fesselnden Kriminalroman, will man dieses Adventure erst aus der Hand legen wenn man das Ende kennt.

    Mit ihrem Point & Click Adventure "Another Code: Doppelte Erinnerung" beglückte uns die japanische Spielschmiede Cing bereits vor zwei Jahren mit einem Titel für den NDS, der mit einer interessanten Geschichte, gelungenen Rätseln und sehr gutem Einsatz der Handheld-Features aufwartete und viele Spieler begeistern konnte. Nun präsentiert uns das Entwicklerteam mit "Hotel Dusk: Room 215" ihr zweites Abenteuerspiel, das ebenfalls exklusiv für Nintendos DS kreiert wurde. Wir haben in diesem Hotel gleich mal eingecheckt und sind dem mysteriösen Treiben dort nachgegangen. Wie sich unser Aufenthalt dabei gestaltet hat und ob es sich lohnt, in diesem geheimnisvollen und rätselhaften Hotel abzusteigen, erfahrt ihr in unserem Test.

    Anders, ungewöhnlich, stilvoll: Willkommen im Hotel Dusk

    Hotel Dusk: Room 215 Hotel Dusk: Room 215 Wer sich auf das Abenteuer in "Hotel Dusk: Room 215" einlässt, der sollte sich aus verschiedenen Gründen auf ein ungewöhnliches Spielerlebnis gefasst machen. Was einem bei diesem Detektiv-Adventure gleich ins Auge fällt ist die einzigartige, ausgefallene und sehr stil- und stimmungsvolle Präsentation. Mit in schwarz-weiß gehaltenen, handgezeichneten Charakteren und einer passend zur geheimnisvollen Krimistory trist gestalteten Umgebung wartet der Titel mit einer Film-noir-Optik auf, die wunderbar zum Spielgeschehen passt. Generell hat man im Spiel die Handlung mit sehr gelungenen und überzeugenden grafischen Elementen visualisiert. So lassen eine dämmrige Beleuchtung und braune Töne das Hotel wie in der Story vorgesehen bewusst etwas heruntergekommen und verwahrlost wirken. Besonders aber die Charaktere wissen mit ihrem handgezeichneten schwarz-weiß Erscheinungsbild zu begeistern, die sich deutlich vom Hintergrund abheben und mit ihren animierten, ständig in Bewegung befindlichen Linien und Strichen in der Lage sind, von wütend, verblüfft, eingeschnappt über erfreut bis hin zu traurig verschiedenste Emotionen überzeugend auszudrücken. Und sollte man sie gar bei einer Lüge ertappen oder in eine Ecke drängen, dann macht sich das optisch durch eine Röte bemerkbar, die sich kurz über die Spielfigur legt. Eine weitere gleich auffällige Besonderheit von "Hotel Dusk: Room 215" ist, dass man zum spielen das DS-Gerät seitlich wie ein Buch in die Hand nehmen muss, so dass sich der Touchscreen nicht unten, sondern links oder rechts befindet - je nachdem, ob man Rechts- oder Linkshänder ist.

    Ein fesselnder interaktiver Kriminalroman

    Hotel Dusk: Room 215 Hotel Dusk: Room 215 Die Geschichte, die man in "Hotel Dusk: Room 215" präsentiert bekommt, ist nicht nur optisch überzeugend umgesetzt worden, sondern weiß auch inhaltlich zu gefallen. Mit seiner interessanten, gut durchdachten und dank vieler Handlungsstränge recht komplex und umfangreich ausgefallenen Story vermag dieser Titel den Spieler, der zugegebenerweise keine Abneigung gegen sehr viel Text haben sollte, nicht nur zu fesseln, sondern ihm das Gefühl zu geben, in einem Kriminalroman gelandet zu sein, von welchem er ein aktiver Teil ist und in welchen er eingreifen kann - was durch das Halten des DS wie ein Buch verstärkt wird. Da der Titel nicht mit einer Sprachausgabe aufwartet und zudem eine nicht zu kurz gekommen Handlung beinhaltet, sollte man sich also auf lange Textpassagen gefasst machen. Den lesefreudigen Adventurefan wird die Textlastigkeit des Titels aber wenig ausmachen, weil die Story interessant ausgefallen ist und wirklich zu fesseln vermag. Genau wie bei einem sog. 'pageturner', d.h. einem super spannenden Buch, will man das Spiel im Grunde gar nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt wissen will, wie die Geschichte nun weitergeht und welchem der vielen Geheimnisse man als nächstes auf die Spur kommt.

    Geheimnisse en masse

    Hotel Dusk: Room 215 Hotel Dusk: Room 215 Hauptdarsteller in diesem Krimiabenteuer ist ein 33 Jahre alter, ehemaliger New Yorker Polizist namens Kyle Hyde, der seinen Job bei den Gesetzeshütern aufgab, um einen Mann zu suchen, auf den er im Dienst geschossen hat, aber dessen Leiche nie gefunden wurde - nämlich seinen ehemaligen Partner und Freund Brian Bradley, der in seinem Undercover-Einsatz plötzliche die Seiten wechselte und seine Kollegen an das von ihm ausspionierte Verbrechersyndikat verriet. Seit seiner Kündigung arbeitet er für eine Firma namens Red Crown, die sich nicht nur im Versenden von Haushaltsartikel versteht, sondern für bestimmte Kunden auch ganz andere Dinge auftreiben kann. Und genau so ein besonderer Auftrag führt Kyle Hyde eines Tages in das Hotel Dusk. Es kristallisiert sich aber schnell heraus, dass dieser Ort für ihn - und somit natürlich auch für den Spieler - viel mehr parat hält als nur den aufgetragenen Job.

    Hotel Dusk: Room 215 Hotel Dusk: Room 215 Diesen erledigt man nämlich recht früh im Spiel, doch während man damit beschäftigt ist, begegnet man den anderen Hotelgästen und -mitarbeitern, mit denen man interagiert. Und die gesamte Kundschaft scheint sich aus einem ganz bestimmten persönlichen Grund in diesem Hotel eingefunden zu haben. Da ist zum Beispiel der geschwollen daherredende Schriftsteller Martin Summer, der in Fachkreisen als "literarische Eintagsfliege" bezeichnet wird, oder Kevin Woodward, der nicht will, dass seine Tochter Melissa allzu viel über ihre Mutter redet, oder Helen Parker, eine alte Frau, die alleine im Hotel eincheckt und einen ganz einsamen und traurigen Eindruck macht. Auf den ersten Blick haben all diese Personen nichts miteinander gemeinsam, doch je mehr man sich näher mit den einzelnen Spielfiguren beschäftigt, desto offensichtlicher wird es, dass einige der Geschichten irgendwie miteinander zu tun haben. Aber das ist noch nicht alles, denn obendrein findet Kyle in diesem Hotel einige heiße Spuren, Hinweise und zu guter Letzt genug Infos, die seine Suche nach seinem ehemaligen Partner zum Abschluss bringen.

    Gespräche en masse

    Hotel Dusk: Room 215 Hotel Dusk: Room 215 Bis man aber an alle Informationen kommt und den Abspann sieht, der übrigens originellerweise mit der Einblendung der einzelnen Charaktere und ihrer Namen wie das Ende eines Films gestaltet wurde, gilt es im Hotel sehr viele Gespräche zu führen, in welchen sich dem Spieler persönliche Schicksale präsentieren, die nicht wie an den Haaren herbeigezogen wirken, sondern nachvollziehbar, überzeugend und manchmal auch ergreifend ausgefallen sind. Eine Mutter, die wegen ihrer Karriere ihre Familie verließ, ein kleines Mädchen, das genug von den Streiterein der Eltern hat, oder ein Mann, der aus Neid und Gier seinen besten Freund hintergeht, sind nur einige Beispiele für die Geschichten, die das Spiel offeriert. "Hotel Dusk: Room 215" lebt von seinen einzigartigen, geheimnisvollen Charakteren, von denen jeder Einzelne eine eigene, interessante Story zu erzählen hat - da nimmt man die vielen und langen Texte gerne in Kauf.

    Hotel Dusk: Room 215 Hotel Dusk: Room 215 Außerdem wartet der Titel mit vielen Gesprächsszenen auf, in welchen man als Spieler dank einer Auswahlmöglichkeit seine Spielfigur in manchen Situationen so reagieren lassen kann, wie man es gerne möchte. Soll er zum Beispiel einer alten Dame behilflich sein oder nicht, wenn diese ihn darum bittet? Und wie sieht es aus, wenn er am Treppenhaus auf ein kleines zickiges Mädchen trifft, die partout nicht den Weg frei machen will? Soll er sie anschnauzen oder sie eher freundlich behandeln? Diese kleinen Spielereien lockern die Gesprächsabschnitte auf und geben dem Spieler die Möglichkeit, den Charakter seiner Spielfigur in gewisser Weise selber zu formen.

  • Hotel Dusk: Room 215
    Hotel Dusk: Room 215
    Publisher
    Nintendo
    Release
    13.04.2007
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991265
Hotel Dusk: Room 215
Hotel Dusk: Room 215 im Gamezone-Test
Gleich einem fesselnden Kriminalroman, will man dieses Adventure erst aus der Hand legen wenn man das Ende kennt.
http://www.gamezone.de/Hotel-Dusk-Room-215-Spiel-6562/Tests/Hotel-Dusk-Room-215-im-Gamezone-Test-991265/
23.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/Unbenannt_-_2.jpg
tests