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  • Hour of Victory im Gamezone-Test

    Der Titel hebt sich dank der drei verschiedenen Charaktere von der Konkurrenz aus dem Hause Electronic Arts ab.

    Die Platzhirsche Call of Duty und Medal of Honor bekommen einen weiteren Konkurrenten. Da sich das Genre der WWII-Shooter allerdings schon längst in einer Sättigungsphase befindet, haben sich die Entwickler von Hour of Victory einige Neuerungen einfallen lassen. Nun schlägt für die Stunde des Sieges die Stunde der Wahrheit. Hat es der exklusive Xbox 360-Shooter aus dem Hause Midway geschafft neuen Schwung in die Kämpfe des Zweiten Weltkrieges zu bringen?

    Fantastic Three

    Hour of Victory Hour of Victory Mit der Story von Hour of Victory wollen wir uns erst gar nicht lange befassen: Die Deutschen stehen bei Kriegsende kurz vor der Fertigstellung einer einsatzfähigen Atombombe. Das gilt es zu verhindern, weswegen sich die drei Helden auf den Weg nach Berlin machen. Und jetzt wechseln wir schnell zum angepriesenen Feature des Ego Shooters, denn im Gegensatz zur Konkurrenz könnt ihr vor fast jeder Mission wählen, ob ihr mit dem Einzelkämpfer Ross, dem Scharfschützen Blackbull oder dem Schleichspezialisten Taggert in die Schlacht zieht. Entsprechend eurer Wahl ändert sich auch der Ablauf der Mission leicht. Mit Ross spielt sich Hour of Victory wie jeder andere Ego Shooter, während ihr mit Taggert an Gegnern vorrangig vorbei schleicht und sie aus dem Hinterhalt erledigt. Blackbull hingegen hält die Deutschen mit seinem Scharfschützengewehr auf Distanz.

    Hour of Victory Hour of Victory Teile der einzelnen Level sind den jeweiligen Charakteren vorbehalten. Ross darf schwere Gegenstände wegschieben, Blackbull klettert für einen besseren Überblick auf höhere Positionen, während Taggert Schlösser knacken kann. Abhängig vom gewählten Soldaten erschließen sich Areale, die ihr mit den anderen Protagonisten nicht erreichen könnt. In einigen Missionen müsst ihr allerdings schon mal mit einem vorgegebenen Charakter antreten. Das beschriebene hört sich im Prinzip auch sehr gut an und verspricht auf den ersten Blick einen höheren Widerspielwert, doch in der Praxis sieht das Ganze etwas anders aus. Das fängt schon damit an, dass das Schleichsystem alles andere als ausgereift ist und man nur schwer abschätzen kann, ob der Gegner einen erkannt hat oder nicht. Da ist es nicht leicht konsequent zu bleiben, wenn getötete Gegner Waffen aus ihren Händen freigeben, die sich prima aufheben lassen und so Hour of Victory wieder zu einem gewöhnlichen Shooter wird. Wenn man ehrlich ist, ist die Hauf-Drauf-Methode einfach die effektivste und leichteste. Leider ändert sich der Spielverlauf trotz der drei unterschiedlichen Helden nur in Nuancen und die alternativen Wege sind kaum der Rede wert. Die Entwickler hätten dem Spieler einfach mehr Anreize geben müssen so zu spielen, wie es für den einzelnen Charakter eigentlich vorgesehen war.

    Id Software lässt grüßen

    Hour of Victory Hour of Victory Im Vergleich zu Call of Duty oder Medal of Honor fühlt sich Hour of Victory gänzlich anders an. Während ihr bei den beiden Konkurrenten noch den Eindruck hattet, dass ihr nur ein kleiner Teil einer riesigen Kriegsmaschine wäret, seid ihr in Midways Werk die typische Ein-Mann-Armee. Zwar huschen auch immer wieder alliierte Truppen durchs Bild, das Mitten-Drin Gefühl stellt sich jedoch fast nie ein. Spektakuläre Skript-Ereignisse, welche die Kriegswirren bei Call of Duty so realistisch machten, fehlen zum großen Teil ebenso. Mit seinen Gegnermassen spielt sich Hour of Victory eher wie ein Painkiller im Zweiten Weltkrieg. Besagte Feindeshorden machen deswegen auch den Einsatz des Scharfschützen und des Sam Fisher-Vorfahren so schwierig, da ihr euch einfach zu vieler Deutscher erwähren müsst.

    Hour of Victory Hour of Victory Trotz netter Ansätze verkommt Hour of Victory immer mehr zu einem mehr oder weniger anspruchslosem Ego Shooter, der nur wenig taktische Finesse erfordert. Aufgelockert wird der Spielverlauf immer mal wieder durch Panzerfahrten oder dem Einsatz hinter einem stationären MG. Typische Verteidigungsabschnitte sind ebenfalls an Bord. Immerhin sind die Schauplätze der vier Kampagnen recht abwechslungsreich ausgefallen. Zu Beginn kämpft ihr euch durch die Wüsten Afrikas, später geht es auf eine verschneite Bergfestung, bis ihr schließlich ins zerbombte Berlin gelangt. Besonders gelungen ist die bereits erwähnte Festung: Zuerst kämpft ihr euch mit einer Seilbahn nach oben, um dann im Inneren den Deutschen auf den Nerv zu gehen. Anschließend steht die Flucht mit einem Panzer auf der Tageskarte. Gerade in diesem Abschnitt erinnert Hour of Victory frappierend an einen indizierten Ego Shooter von Id Software aus dem Jahre 2001, allerdings ohne Zombies, dafür mit reichlich Wehrmacht. Die Klasse des besagten Titels wird zwar nie erreicht, doch das Ganze spielt sich dennoch angenehm flott. Wer auf unkomplizierte Action steht, den wird Hour of Victory nicht enttäuschen.

    Kurz und knackig

    Hour of Victory Hour of Victory So flott der Spielablauf von statten geht, so knapp sind die einzelnen Level ausgefallen. Pro Mission werdet ihr maximal 20 Minuten gefordert sein. Das eignet sich wiederum perfekt für ein Spiel für zwischendurch. Leider müsst ihr während der Level auf Checkpoints verzichten. Segnet ihr das Zeitliche, zwingt euch der Titel zurück zum Start. Das kann schon nervig werden, vor allem im späteren Verlauf. Etwas entgegen kommt euch dabei das Gesundheitssystem. Seid ihr verletzt, fängt das Bild immer stärker in rot zu pochen. Da heißt es schnell in Deckung gehen. Nach kurzer Pause kann es dann aber wieder weiter gehen. Grundsätzlich steckt euer Kämpfer jedoch sehr viel ein. Im leichtesten Schwierigkeitsgrad haltet ihr sogar einen direkten Treffer mit der Panzerfaust aus. Auf eine lange Spielzeit dürft ihr euch nicht freuen. Nach ca. sechs Stunden dürften die Deutschen besiegt sein.

    Hour of Victory Hour of Victory Nein, auch in Hour of Victory ist die künstliche Intelligenz alles andere als ausgereift. Die Wehrmachtssoldaten sind Fallobst, dass sich ab und zu in Deckung begibt, auch wenn es die Situation eigentlich gar nicht erfordert. Wenn sich der Feind einmal dazu entschließt in Deckung zu rennen, wird scheinbar ein internes Skript ausgelöst, das dazu führt, dass der Soldat hinter Mauer und Co. Schutz sucht und erstmal nicht auf euer weiteres Vorgehen reagiert. So könnt ihr seelenruhig hinter dem Feind her rennen, um euch dann neben ihn zu stellen, während selbiger hinter seiner Deckung hockt. Eine Reaktion erfolgt grundsätzlich nicht. Erst nach einiger Zeit, wenn das Skript scheinbar abgelaufen ist, eröffnet er das Feuer. Dazu wird es dann aber logischerweise selten kommen, da ihr ihm längst den Gewehrkolben vor den Latz geknallt habt.

    Hour of Victory Hour of Victory Die Steuerung zeigt sich ebenfalls suboptimal gelöst. Etwas träge wirkt die Gamepad-Steuerung schon. Hinzu kommt noch, dass wenn ihr euch nah am Gegner befindet, nicht mehr geschossen werden darf. In dieser Situation führt ihr automatisch einen Nahkampfangriff aus. Diese Feature, oder wie man es nennen kann, ist jedoch alles andere als vorteilhaft, was in brenzligen Situationen das eine oder andere virtuelle Leben kosten kann und wird. Mal abgesehen davon, dass ihr viel zu oft ins Leere schlagt. In Verbindung mit den fehlenden Checkpoints und der Gegnerübermacht ein nicht zu unterschätzender Frustfaktor.

    Hour of Victory Hour of Victory Neben der kurzen Singleplayer-Kampagne, die nach Meinung der Entwickler theoretisch drei mal durchgespielt werden müsste, bietet uns Hour of Victory zudem einen Online-Multiplayer-Modus mit drei Spielvarianten. Capture the Flag, Team Deathmatch und Verwüstung, bei der man bestimmte Ziele mit einer Bombe zerstören muss, stehen dabei zur Auswahl. In der Praxis spielt sich der Online-Part jedoch sehr unspektakulär. Die Motivation ist aufgrund des langweiligen Map-Designs und dem Spieltempo schnell im Keller. Dies sieht scheinbar auch der Rest der Welt so, denn während unserer Probe-Sessions am Freitag Abend, mussten wir im Schnitt erst einmal fünf Minuten warten, bis sich überhaupt sechs Spieler für ein Match gefunden haben. Wer vorher einen gewissen Shooter aus dem Hause Epic Games, GRAW 2 oder Rainbow Six: Vegas online gezockt hat, wird sich sehr schnell gelangweilt abwenden. Die vielen Online-Erfolge dürften dadurch wohl nur schwer zu erreichen sein, während die Punkte im Singleplayer sehr großzügig verteilt werden.

  • Hour of Victory
    Hour of Victory
    Developer
    nFusion Interactive
    Release
    29.06.2007
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Hour of Victory
Hour of Victory im Gamezone-Test
Der Titel hebt sich dank der drei verschiedenen Charaktere von der Konkurrenz aus dem Hause Electronic Arts ab.
http://www.gamezone.de/Hour-of-Victory-Spiel-14057/Tests/Hour-of-Victory-im-Gamezone-Test-991354/
09.07.2007
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