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  • Hulk: grün, grüner ....... - Leser-Test von feuergolem

    Hulk: grün, grüner ....... - Leser-Test von feuergolem Mittlerweile ist es Gang und Gäbe, zu jedem halbwegs guten Kinofilm das passende Videospiel zu veröffentlichen. Immerhin will man auch den letzten Cent aus einer erfolgreichen Lizenz quetschen. Neustes Opfer dieses Wahns ist Ang Lees Filmadaption des Hulk-Comics, welche vor Kurzem in deutschen Kinos wütete. Dr. Bruce Banner, ein wissenschaftlicher Faust, macht genetische Experimente, um eine Art "Super-Mensch" für eine Marsexpedition zu erschaffen. Bei einem Versuch geht aber einiges schief. Zwar wird an den Versuchspersonen festgestellt, dass sie die erwünschten Kräfte aufbringen, diese aber auch bei Stress- und Wutanfällen als unkontrollierte Aggressionen ausleben. Drei der unzähmbaren Monster entkommen und machen von nun an San Francisco unsicher. Der einzige, der den blauen Planeten noch vor seinem vorzeitigen Ende bewahren kann, ist Dr. Bruce Banner, der selbstredend auch gleich mit zum Monster mutiert.
    Der Spieler übernimmt nun die Kontrolle des tragischen Helden und zwar dort, wo der Kinofilm endet. Der Kunstgriff ermöglicht den Entwicklern eine Menge Freiheiten in Sachen Storyentwicklung. Die Anfangsszene, wo ihr euch gegen diverse Militäreinheiten zur Wehr setzen müsst, bringt dabei Licht ins offene Ende des Films und dient gleichzeitig als Tutorial, in dem euch die Steuerung näher gebracht wird. Mit dem linken Analogstick steuert ihr eure Spielfigur. Wer gar zwei Mal in dieselbe Richtung drückt, setzt zum kraftvollen Spurt an. Mittels der vier Haupttasten werden schließlich die Angriffsvarianten des Hulks vom Stapel gebrochen. Wahlweise kann man die verschiedenen Angriffe auch kombinieren, um so bis zu 45 verschiedene Angriffsmöglichkeiten auszulösen. Leider sind jedoch von den möglichen Attacken nur recht wenige sinnvoll, so dass ihr recht schnell dem Button-Smashing verfallt. Während die rechten Schultertasten zum Anvisieren eines bestimmten Gegners oder Gegenstandes dienen, kann man durch Druck auf die linken Schultertasten in eine Egosicht wechseln. Diese sorgt aber gerade bei den hektischen Kampfgefechten des Hulk eher für Durcheinander als für bessere Übersicht.

    Im zweiten Tutorial werden euch die Schleichszenen näher gebracht werden. Als Bruce Banner könnt ihr Gegner nur durch anschleichen von hinten erledigen und dürft auf gar keinen Fall entdeckt werden. Folgerichtig stellen sich die Abschnitte als Bruce Banner als Schleichlevel im Stile Splinter Cell heraus, ohne dabei jedoch jemals die Klasse des Vorbilds zu erreichen. Man kann lediglich schleichen, von hinten Gegner angreifen und Gegenstände verrücken. So entpuppen dieser Part schnell als "Katz-und-Maus-Spiel" mit den Wachen und den Suchscheinwerfern. Man wartet teilweise minutenlang, bis eine Wache den richtigen Punkt eingenommen hat, um dann von Punkt A nach Punkt B flitzen zu können.
    Die Kistenschieberei stellen die "Rätseleinlagen" des Spiels. Wenn man eine Kiste mit grün-leuchtenden Symbolen angezeigt bekommt, heißt es selbige von Links nach Rechts verschieben. Zelda- oder Tomb Raider-Fans entlockt dies dabei nur ein müdes Lächeln. Auch die feste Kameraperspektive bringt eher Verwirrung als Spannung. Kaum hat man den ersten Level mit Bruce Banner abgeschlossen, hofft man daher auch zutiefst darauf, dass der Hulk nie wieder seine Wut verlieren würde, und man für den Rest des Spieles nur noch den gigantischen Berserker steuern darf. Vergeblich, die Hulk-Abschnitte decken leider nur rund Dreiviertel des gesamten Spieles ab.
    Ist man dann doch wieder der Hulk, kann man zumindest sicher sein, dass man sich nicht mehr vor den Gegnern in dunklen Ecken verstecken muss, sondern die meist in Horden anrennenden Feinde mit purer Muskelkraft niederschlagen darf. Hier macht das Spiel dann auch am meisten Spaß, wenn man in allerbester Wrestling-Manier den Wachposten zeigen kann, wer im Ring die Hosen anhat. Die Gegner-Intelligenz lässt dabei jedoch stark zu wünschen übrig. Dieses Manko sticht zwar bei den hektischen Massenschlachten nicht sonderlich ins Auge, aber dennoch sollten die Wachen eigentlich mit ihren Bazookas auf euch zielen und nicht munter die eigenen Reihen dezimieren. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass sich eure Feinde sich so sehr gleichen, dass es schon schwer fällt, Freund und Feind auseinander zuhalten. Innerhalb eines Abschnittes werdet ihr meist mit ein und demselben Gegnertypus konfrontiert und erst am Levelenden trifft man letztendlich auf übermächtige Endgegner der Abwechslung verspricht. Diese verlangen dann auch erstmals nach einem Hauch von Taktik.

  • Hulk
    Hulk
    Publisher
    Vivendi
    Release
    27.06.2008
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Hulk
Hulk: grün, grüner ....... - Leser-Test von feuergolem
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