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  • Hulk im Gamezone-Test

    Der grüne Superheld macht als Videospiel leider nur eine durchschnittliche Figur.

    Wer kennt ihn nicht? Bruce Banner und seine "Krankheit" welche ihn schon beim kleinsten Anflug von Aggression in ein wütendes grünes Monster verwandelt, ist spätestens seit der beliebten Fernsehserie aus den 80ern jedem bekannt. Jetzt, wo die Reinkarnation des grünen Riesen in den weltweiten Kinos kurz bevorsteht, kommt der Hulk auch als neuaufgelegtes Videospiel in die Regale.

    Wenn Bruce Banner sich einmal in den Hulk verwandelt hat, gibt es kein Halten mehr und es fliegen die Fetzen. Bei so viel ungebändigter Prügelkraft bietet es sich natürlich an ein klassisches Beat'em'up als grundlegendes Spielprinzip zu verwenden. Dies haben die Entwickler von Radical Entertainment auch gemacht, aber sogar noch einen Schritt weiter gedacht und ein paar Stealth-Level integriert, in denen es unsere Hauptaufgabe ist ausnahmsweise nicht zum Hulk zu werden.

    In den "Hulk-Leveln" wird selbstverständlich geprügelt bis der Arzt kommt. Hierzu hat unser Held ein paar kräftige Schlagkombinationen auf Lager und kann nahezu jeden Gegenstand aufheben und als Waffe verwenden. Auch Gegner können hochgehoben und durch die Luft geschleudert werden. Sobald der Hulk richtig in Rage gerät und sich seine "Wut-Anzeige" durch etliche Schläge voll aufgeladen hat, besteht die Möglichkeit einen verheerenden Spezialangriff auszuführen. Hier kommt richtiges Hulk-Feeling auf, es macht durchaus Spaß wie verrückt durch die Heerscharen von Gegnern zu laufen und dabei so manchen coolen Move hinzulegen - ideal um sich vom Alltagsstress zu erholen. Doch dieser Spielmodus hat leider auch seine Schattenseiten: Größtes Manko ist definitiv der nicht enden wollende Gegnerstrom. Egal wie viele Feinde man wegputzt, es werden nicht weniger und man ist relativ schnell dazu gezwungen einfach durch die Level hindurchzulaufen, ohne auch nur einen Bösewicht anzufassen. Hier hätten sich die Entwickler einfach an klassischen Beat'em'Ups im Stil von "Streets of Rage" oder "Golden Axe" orientieren sollen, denn eine der goldenen Regeln dafür war schon immer: "Erst alle Gegner wegputzen, dann zum nächsten Abschnitt weitergehen". Ein böser Designfehler, der das Prügeln mehr oder weniger überflüssig macht. Ebenfalls bitter aufgestoßen ist die Tatsache, dass so mancher Gegner noch auf uns einschlägt, wenn wir bereits am Boden liegen und überhaupt keine Möglichkeit mehr zum Ausweichen haben.

    Die andere Hälfte des Gameplays gestaltet sich völlig anders: Hier spielt man Bruce Banner selbst und muss sich möglichst unerkannt an feindlichen Wächtern vorbeischleichen. Sobald man nämlich ein paar Treffer der sehr gut zielenden Wachen eingesteckt hat, wird man zum Hulk und man darf von vorne anfangen. So schleicht man von einem Schalter zum anderen und schiebt ab und zu ein paar Kisten durch die Gegend um über diverse Hindernisse zu gelangen. Die guten alten Suchscheinwerfer sind natürlich auch dabei und müssen entweder umgangen oder ausgeschaltet werden. Diese Spielabschnitte sind im Vergleich zu den Massenprügeleien relativ trocken, bringen aber nach minutenlanger Knöpfchendrückerei die bitter nötige Abwechslung ins Spiel.

    Grafisch wirken besonders die Charaktere sehr plastisch, da man sie mit einem ganz besonderen Cel-Shading überzogen hat. Der Effekt fällt gar nicht stark auf, die Welt von Hulk bekommt dadurch nur einen subtil wirkenden Comiclook, der genau richtig dosiert wurde. Die Umgebung ist zwar manchmal etwas trist geraten, passt aber auch ins allgemeine Bild und schafft stellenweise richtig Atmosphäre. Wenn der Hulk mal so richtig los legt können sich die Spezialeffekte wirklich sehen lassen - alles sehr anständig und auf der Höhe der Zeit aber auch nicht sensationell. Der Sound glänzt zumindest bei der englischen Version mit den Originalsprechern des Films, kann aber in Bezug auf die Hintergrundmusik nicht sonderlich begeistern. Ständig wiederholende Melodien und nicht gerade abwechslungsreiche Kampfschreie hinterlassen einen eher durchschnittlichen Eindruck.

    Die PC-Version ist sehr angenehm beim Test aufgefallen. Keinerlei technische Mängel und eine butterweiche, hochauflösende Grafik mit sehr scharfen Texturen lassen kaum noch erkennen, dass es sich um eine Konsolenumsetzung handelt. Sogar unser altes Sidewinder-Joypad war von Beginn an richtig belegt und funktionierte tadellos - so würden wir uns alle PC-Umsetzungen wünschen!

    Hulk (PC)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    witzige Prügelei mit voll interaktiver Umgebung
    stimmige Grafik
    umfangreiches Bonusmaterial
    technisch ausgereift
    sehr gute PC-Umsetzung
    unfaire Stellen
    ständig wiederkehrende Gegner
    durchschnittliche Stealth-Level
  • Hulk
    Hulk
    Publisher
    Universal Interactive
    Developer
    Radical Entertainment
    Release
    11.06.2003

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989312
Hulk
Hulk im Gamezone-Test
Der grüne Superheld macht als Videospiel leider nur eine durchschnittliche Figur.
http://www.gamezone.de/Hulk-Spiel-10936/Tests/Hulk-im-Gamezone-Test-989312/
12.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/06/snap00568_1_.jpg
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