Hysteria Hospital: Emergency Ward im Gamezone-Test

Test CharLu

Versorgung am Fließband, ganz getreu einer modernen Gesundheitsreform ...

Krankenhäuser sind nicht wirklich bekannt dafür Ort spielerischen Spaßes zu sein. Vielleicht mögen sie - in virtueller Form - überzeugen, da vor dem Computer sozusagen in der Verwaltung sitzt, sprich sich in einer Art Simulation als Direktor und/oder Oberarzt beweist und die Geschicke der Einrichtung lenkt. Sich allerdings mitten hinein zu begeben und Hand an den Patienten zu legen, um so dem Krankenhaus auch finanziell auf die Sprünge zu helfen, ist da schon was anderes. Ob sich der Aufwand allerdings lohnt Nachtschichten zu schieben oder gar Spritzen zu setzen? Wir haben uns für euch mal den Kittel übergestreift und haben den Klinikalltag aus der Nähe betrachtet.

Wie am Fließband

Hysteria Hospital: Emergency Ward Hysteria Hospital: Emergency Ward Wahlweise schlüpft ihr die Rolle eines Krankenpflegers oder einer Schwester und müsst fortan Dienst am Menschen leisten. Ein kleines Spital am Rande irgendeiner Stadt ist euer Einsatzort, in dem ihr Patienten mit allerlei Wehwehchen versorgt. Angekarrt mit dem Krankenwagen, dem Taxi oder auf den eigenen Beinen nehmen die Herrschaften im Eingangsbereich Platz und warten darauf vom diensthabenden Art begutachtet zu werden. Im ersten Schritt entscheidet Arzt Nummer Eins ob der Patient stationär oder ambulant behandelt werden kann. Je nach Entscheidung müsst ihr als Schwester oder Pfleger dafür sorgen, dass es dem Kranken alsbald wieder besser geht. Entscheidet ergo der erste Arzt, dass die betreffende Person ambulant versorgt werden kann, wird sie zum nächsten Arzt weiter geschickt. In der Zwischenzeit organisiert ihr alle notwenigen Medikamente und Utensilien, damit der Patient behandelt werden kann. Wurde die Entscheidung getroffen, dass der Kranke auf der Station bleiben muss, verfahrt ihr allerdings nicht wirklich anders. Und während ihr noch dabei seid die Liege im Sprechzimmer bzw. das Bett von der Station zu reinigen, kommen schon die nächsten Kranken und warten auf ihre Behandlung. Das geht so lange bis der Arbeitstag, angezeigt durch eine Uhr, abgelaufen ist. Danach bekommt ihr eine Beurteilung wie gut und schnell ihr die Patienten versorgt habt. Je besser ihr wart, desto höher fällt das Honorar aus, so dass neue Anschaffungen gemacht werden können.

Aller Anfang ist schwer

Hysteria Hospital: Emergency Ward Hysteria Hospital: Emergency Ward Klingt nach reichlich Stress, was?! Ja und nein lautet die Antwort, denn ihr habt zwar in der Tat viele Patienten zu versorgen, aber da ihr auch - egal ob auf Wii oder DS - durch einfaches Drag & Drop durch die Abschnitte doktert, bleibt zwischendrin auch mal Zeit zum Luft holen. Nur anfänglich dürftet ihr etwas in Schwitzen kommen, da ihr - zumindest bei der Wii-Fassung - mit nur einem stationären Bett beginnt und weitere Betten sowie Ausrüstungen wie Computertomographen, Röntgengeräte oder auch ein therapeutisches Schaukelpferd erst beschafft werden müssen. Bei der DS-Fassung ist die Grundausstattung bereits recht umfangreich vorhanden, so dass im Laufe des Spiels nur weitere Kleinigkeiten hinzugefügt werden müssen.

Hysteria Hospital: Emergency Ward Hysteria Hospital: Emergency Ward Eure Patienten sind überaus unselbstständige Wesen. Bis auf die Tatsache dass sie allein in den Wartebereich gehen und nach der Genesung das Spital wieder verlassen, müssen sämtliche Transporte von euch übernommen werden. Sprich ihr pointet mit der Wii-Mote und/oder dem Stylus auf den Kranken und setzt ihn vom Wartezimmer aus zum ersten Arzt. Dieser stellt seine Untersuchung an und weißt dann die Person weiter, was wiederum für euch heißt den Patienten wieder - sozusagen - zu nehmen und entweder zum Doc ins Behandlungszimmer zu bringen oder ihn auf die Station ins Bett zu packen. Egal ob der eine oder der andere Ort, ihr als Pfleger bzw. Schwester müsst derweil zur Rezeption und ein ausgestelltes Rezept holen und mit dem aktuell zu behandelnden Patienten - meisten gekennzeichnet durch eine Nummer - verbinden, so dass er seine eigentliche Behandlung erhält. In dieser Zeit könnt ihr schon wieder die Liege säubern, einen neuen Patienten ins Sprechzimmer zu Doktor Nummer Eins bringen, usw. Reichen einmal die Betten nicht mehr aus, die ihr im Hospital zur Verfügung habt, könnt ihr die Patienten auch in den Krankenwagen verfrachten und an benachbarte Spitäler überstellen. Je nach Diagnose gesellen sich bei den Behandlungen mit der Zeit auch Untersuchungen im Röntgenzimmer und dergleichen mehr dazu. Spätestens dann werdet ihr dankbar sein, dass man mitgedacht und den Patienten sowie den zugehörigen Rezepten Nummern zugeteilt hat, so dass man in dem Gewusel durchaus den Überblick behalten kann.

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