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  • I-Ninja im Gamezone-Test

    Ein Ninja auf Koffein sorgt mit seinem aber- witzigen Auftreten für frischen Wind im Genre der Plattformgames.

    Wutsteine und Koffein vertragen sich nicht...

    Im Genre der Plattformgames ist es so eng geworden wie noch nie. Mitunter könnte man fast meinen, dass es keine neuen Spielprinzipien mehr gibt die man in diesen Games verwursten könnte, so viel gute und weniger gute Jump'n Run-Games gibt es inzwischen. Da bleibt den Entwicklern fast nichts anderes mehr übrig als das Genre selbst zu persiflieren und sich ungeniert bei den Genrevertretern zu bedienen. Klar, dass das ein gewisses Risiko in sich birgt, denn schnell ist man dem Vorwurf ausgesetzt, dass dieses Game wohl nichts Neues zu bieten hat. Doch keine Angst, wenn in I-Ninja etwas auf den Arm genommen wird, dann gleich richtig und nicht halbherzig. So verzeiht man dem Spiel schnell, dass man im Grunde alle Mechaniken in solcher oder ähnlicher Form schon längst gesehen hat, denn wie diese präsentiert werden und in der Praxis umgesetzt wurden, gibt es nichts dran zu mäkeln. Das beginnt bereits mit der Bewegungsvielfalt unseres Hauptdarstellers, der wirkt als hätte man ihm eine Überdosis Koffein intravenös injiziert und er nun verzweifelt versucht den Koffeinspiegel durch möglichst hektische Bewegungen wieder abzubauen. Derweil kann der Kaffee überhaupt nichts für seinen Gemütszustand, der in Wirklichkeit durch die Wutsteine in zornige Höhen getrieben wird. So passiert es unserem Akteur gleich zu Beginn der Geschichte, dass er - natürlich absolut unabsichtlich - ausgerechnet seinen Meister des Lebens beraubt, woraufhin dieser nur noch in Geistgestalt mit unserem Wasserkopf-Ninja Kontakt aufnehmen kann. Denn er ist es, der uns durch das Spiel begleitet, entscheidende Hinweise gibt und Türen öffnet. Denn wie wir es aus ähnlichen Spielen her kennen, gibt es einen zentralen Level von dem aus wir die diversen Unterlevel betreten können. Unsere primäre Aufgabe besteht nämlich darin die einzelnen Teile eines riesigen Roboters zu finden, damit wir ihn wieder zum Leben erwecken und für die finalen Bosskämpfe benutzen können. Bis es aber soweit ist, gibt es nicht nur die einzelnen Teile zu besorgen, sondern auch vielerlei Minigames zu bestehen. Diese kommen nämlich in wirklich unglaublicher Anzahl und Variation daher, wie man sie nur selten so geballt in einem Game findet. Wie es sich gehört besteht auch die Möglichkeit all die einzelnen Herausforderungen so oft zu versuchen bis man die persönliche Höchstleistung erbracht hat. Das hilft einen über die fast etwas zu knapp bemessene Grundspielzeit hinweg, denn wenn man es darauf anlegt und den direkten Weg hindurch nimmt, erlebt man den Abspann bereits nach weniger als zehn Stunden Spielzeit. Diese haben es aber auch in sich und bieten uns mehr Abwechslung als man meinen könnte. Denn unser kleiner Ninja beherrscht nicht nur den bekannten Doppelsprung, er kann auch wie in Otogi an den Wänden lang laufen und wie Rayman, indem er sein Samuraischwert in der Luft rotieren lässt, durch die Luft segeln. Etwas an das Gameplay von Marble Madness erinnert das Feature von Ninja sich in eine Kugel verwandeln zu können. Derweil ist das nicht einmal die richtige Beschreibung, denn eigentlich heftet sich der kleine Ninja einfach mit ausgestreckten Armen und Beinen an die übermannsgroßen Kugeln und rollt sodann mit ihnen durch die Level. Da diese nie zu groß und immer schön übersichtlich sind hält sich die nervliche Anspannung während der Balanceakte mit der Kugel in Grenzen und machen trotz des bekannten Spielprinzips mehr Spaß als man meinen könnte. Dafür verantwortlich ist sicher auch der schnelle Wechsel zwischen den verschiedenen Spielweisen. Denn war man eben noch damit beschäftigt einen wichtigen Gegenstand zu finden und auf dem Weg dorthin mit viel Geschrei und Gehampel die anderen Wasserköpfe zu verdreschen, darf man im nächsten Abschnitt die Kugel mit dem Gegenstand zurückrollen um gleich darauf einen Zweikampf mit den riesigen Robotern austragen zu müssen, damit man dann alle Kraft hat um sich an Board eine fest montierten Kanone der schwimmenden Angreifer aus dem Meer zu erwehren.

    Trotz der vielen Handlungsmöglichkeiten steuert sich der Ninja recht eingängig und schon bald hat man alle Möglichkeiten des kleinen Fighters intus, allerdings darf man nicht verschweigen, dass die Steuerung leicht zögerlich anzusprechen scheint. Dies stört im Spiel selbst aber weniger als man meinen könnte, da sich das Game recht spielerfreundlich gibt. So muss man die Stelle um eine Wand entlang laufen zu können nur ungefähr treffen um unseren Ninja sicher auf die andere Seite zu bekommen, ebenso genügt es ungefähr die Kante zu erwischen auf der wir Grinden wollen, den Rest erledigt der kleine Kerl ganz von alleine. Besonders lustig wurden die Laufsequenzen umgesetzt, die etwas an Sonic the Hedgehog erinnern. Diese spielen sich nämlich immer auf den dafür vorgesehenen Rampen ab, die nicht selten kerzengerade in den Abgrund führen. Das Spezielle an den Rampen sind die super engen Kurven, die unser Ninja nur mithilfe seiner Wurfkette richtig schneiden kann. Dafür muss man im richtigen Augenblick die Kette auswerfen um sich daran um die Kurve ziehen zu können. Da dies alles blitzschnell geschieht, ist schon etwas Übung dafür nötig, sieht aber umso spektakulärer aus wenn es funktioniert hat.

    Die gebotene Grafik glänzt vor allem wegen der stabilen Framerate, allerdings weniger wegen der Detailvielfalt. Zwar sind die Welten und deren Objekte allesamt stark kontrastiert und sparen auch nicht mit dem Einsatz greller Farben, vom Hocker reißen wird sie aber niemanden. Denn I-Ninja lebt viel mehr von den schrägen Charakteren und ihrem noch schrägerem Auftreten, als von der Detailflut. Denn für ein Plattformgame besitzt I-Ninja eine erstaunlich lustige und ausgereifte Geschichte, die in vielen Cutscenes zwischen den Leveln weitererzählt wird.

    Die Soundkulisse lebt hauptsächlich von den Kampfgeräuschen und den herrlich übertriebenen Stimmen der Akteure. Diese verleihen dem Spiel seinen typischen Eindruck der es von der Masse abhebt. Denn die nette Hintergrundmusik ist dazu weniger in der Lage. Zu brav und still hält sie sich meist unbemerkt im Hintergrund. Dafür wird an den Umweltgeräuschen nicht gespart, ebenso wenig an den teils derben, teils lustigen Sprüche der Akteure.

    I-Ninja (PS2)

    Singleplayer
    7,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr witzige Präsentation
    viele schräge Anleihen
    viele verschiedene Minigames und Spielprinzipien
    Im Grunde nichts Neues
  • I-Ninja
    I-Ninja
    Publisher
    Sony
    Developer
    Namco Bandai
    Release
    12.02.2004

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I-Ninja
I-Ninja im Gamezone-Test
Ein Ninja auf Koffein sorgt mit seinem aber- witzigen Auftreten für frischen Wind im Genre der Plattformgames.
http://www.gamezone.de/I-Ninja-Spiel-7458/Tests/I-Ninja-im-Gamezone-Test-989699/
16.02.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/02/ininja_titel.jpg
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