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Ico (PS2)

Release:
18.03.2002
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
k.A.
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Ico: Die Flucht aus dem steinernen Gefängnis - Leser-Test von partykiller

21.09.2006 17:52 Uhr
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Neu
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Ico: Die Flucht aus dem steinernen Gefängnis - Leser-Test von partykiller [Quelle: ] Es ist schon merkwürdig, wie sich an diesem Titel die Geister scheiden. Bei seinem Erscheinen verkaufte sich ICO nicht sonderlich gut, weil eben die Wertungen in etlichen Magazinen nicht so spektakulär ausfielen und es andere Titel gab, die vermutlich Besseres boten zum damaligen Zeitpunkt. Irgendwie hat ICO dann so langsam den Status des "Geheimtipps" bekommen und den eines verkannten Kunstwerks.
Sicherlich spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass ICO in einer etwas anderen Verpackung in den Handel kam, das Spiel wurde bei Erscheinen in einem Pappschuber ausgeliefert (ähnlich wie Silent Hill 2), außerdem liegen dem Spiel in der europäischen Erstauflage vier Sammel-Postkarten bei, wodurch diese Ausgabe quasi als Limited bzw. Special Edition angesehen werden kann. Im Februar 2006 erschien, offenbar aufgrund des mittlerweile gewachsenen Interesses an dem Spiel sowie dem Erscheinen des "Prequels", "Shadow of the Colossus", eine Zweitauflage von ICO, die allerdings in einer regulären DVD-Hülle ausgeliefert wurde und keine Sammel-Postkarten enthält.

Nun aber ein wenig zur Geschichte selber.
Die fängt für den Protagonisten des Spiels nicht gerade verheißungsvoll an. Eigentlich fing schon sein Leben nicht gut an. Schon von seiner Geburt an war ICO mit zwei kleinen Hörnern an seinem Kopf "ausgestattet", was für die Dorfbewohner als böses Zeichen galt. Offenbar brachten die Kinder, die mit Hörnern geboren wurden, einen alten Fluch wieder, der schon seit langem bestand. Denn mit ICO kamen Plagen und Missernten, viele Kinder der Dorfbewohner starben. An seinem zwölften Geburtstag schließlich wurde ICO von mehreren Reitern abgeholt und fortgebracht, die Reiter durchquerten den Wald und brachten ICO nach einer Überfahrt mit einem Boot zu einer riesigen Burgruine, in der sie ihn nach Betätigen mehrerer Mechanismen in einen großen Saal schleppten, der vom Boden bis zur Decke mit großen Steintruhen gefüllt war. Dem Jungen dämmert sein Schicksal: er soll in die eine geöffnete Truhe eingeschlossen werden. Und genauso geschieht es auch, die Reiter sperren ihn in die Truhe und verlassen den Saal und die Burgruine wieder. Der Zufall will es aber, dass ICOs steinerner "Sarg" ein wenig ungünstig befestigt ist, so dass sich durch sein heftiges Rütteln die Truhe ein wenig aus ihrer Verankerung löst, zu Boden kracht und ihren Inhalt wieder preisgibt. Und hier beginnt das Abenteuer für den Jungen mit den Hörnern. Er muss einen Weg aus der finsteren Burg heraus finden und zugleich ausfindig machen, was es mit diesen Truhen auf sich hat.

Anhand der Anzahl der Steintruhen in dem großen Saal kann man nur mutmaßen, dass bereits vor ICO über mehrere Generationen hinweg andere Kinder eingesperrt wurden und ihr Leben lassen mussten, 54 Steinsärge finden sich im großen Saal. Und es macht ein wenig den Eindruck, als ob man diese Kinder nicht einfach nur weggeschlossen hat, denn dann hätte man sich nicht diese Mühe machen müssen, nein, es scheint so, als seien diese Kinder als Opfergaben gedacht gewesen. Allein die ganzen Vorbereitungen mit dem Betätigen der Mechanismen lassen auf ein althergebrachtes Ritual schließen, das schon sehr lange Zeit so vollzogen wurde.
Und aus diesem steinernen Gefängnis soll ICO nun entkommen. So ganz geheuer ist es auch nicht in der Burg, denn in einer kurzen Zwischensequenz ist zu sehen, dass es in der Burg auch mysteriöse Schattenwesen zu geben scheint. Während seiner Suche nach dem Ausgang gilt es vor allem, verschlossene Türen oder Plattformen mithilfe von Schaltern oder Hebeln zu öffnen bzw. zu betätigen. Außerdem ist die ein oder andere Kletterpassage zu bewältigen, besonders an manchen Ketten darf ICO seine akrobatischen Künste ausprobieren.

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21.09.2006 17:52 Uhr
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