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  • In 80 Tagen um die Welt im Gamezone-Test

    Weder handelt es sich bei diesem Titel um ein richtiges Adventure noch funktioniert das Spiel wie es soll.

    Eigentlich wollte sich Oliver Lavisheart nach seiner Amerikareise erst einmal ausruhen, wäre da nicht seine Familie, welche ihn schnellstmöglichst verheiratet sehen möchte und auch schon eine Braut für ihn bereithält. Da kommt ihm das Angebot seines Onkels Matthews gerade recht, der ihn darum bittet die Welt zu bereisen, um vier Schriftstücke zu finden, welche beweisen sollen, dass er der rechtmäßige Erfinder dieser Maschinen sei. Denn gelingt ihm das nicht, verliert der Onkel nicht nur eine Wette, auch seine Altersversorgung ist dann weg, und das kann Oliver natürlich nicht zulassen.

    In 80 Tagen um die Welt

    Sie wissen von nichts Sie wissen von nichts Was nun folgt hält sich nur gering an die original Romanvorlage von Jules Verne, Im Grunde hat man einfach die Idee einer Weltumreisung aufgegriffen und etwas mit den Namen und Begebenheiten aus dem Roman angereichert. So kommt es, dass wir für ein Adventure etwas ungewöhnlich unter ständigem Zeitdruck handeln, oder zumindest so tun sollen. Denn neben den vergangenen Tagen wird auch die Zeit von Fogg angezeigt und wie weit er mit seiner Weltumreisung bereits ist. Das macht nur im Spiel selbst wenig Sinn, denn einen richtigen Wettlauf gibt es nicht. Ist es vorhersehbar, dass die Zeit nicht mehr reicht, bricht das Spiel einfach ab. Hat man allerdings den leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade gewählt, ist dieses Zeitlimit deaktiviert und wir können alles in Ruhe erkunden.

    Schön aber nur schwer zu kontrollieren Schön aber nur schwer zu kontrollieren Dieses Adventure wird komplett in 3D gespielt in der bekannten 3rd-Person-Perspektive. Wir sehen unseren Charakter also immer von schräg hinten und die Kamera folgt ihm bei seinen Bewegungen. Somit spielt es sich eher wie ein Tomb Raider oder ein Indiana Jones, aber nicht wie ein Adventure in Point & Click-Manier. Denn eigentlich ist dieses Spiel überhaupt kein Adventure, es ist ein Mischmasch aus Action-Adventure und Jump & Run, denn richtige Rätsel gibt es kaum und auch das Suchen von Objekten entfällt komplett, da uns diese grundsätzlich auf unserem Umgebungsradar angezeigt werden. So kommt es, dass wir die meiste Zeit damit beschäftigt sind von einem Ort zum nächsten zu laufen, um dort etwas abzugeben oder zu holen, was wiederum woanders gebraucht wird. Besonders im späteren Verlauf des Spiels werden die Wege immer mehr und immer länger. Um sie zu verkürzen gibt es die verschiedensten Gefährte, wie einen fliegenden Teppich, einen Elefanten, ein motorisiertes Dreirad oder ein überdimensionales Einrad und so weiter. Allen gemein ist, dass sie bezahlt werden wollen um benutzt werden zu können, und das sie nur schwer zu steuern sind. Das liegt zum einen an dem Umstand das sie an jeder nur erdenklichen Ecke hängen bleiben, sogar Passanten scheinen aus Stahl und lassen uns abprallen, und an der generell schlechten technischen Umsetzung des kompletten Spiels.

    Unser Onkel Matthew Unser Onkel Matthew Denn so stark kann der verwendete PC nicht sein, dass man nicht mit viel zu langen Ladezeiten kämpfen muss, sondern auch nie ein flüssiges Spielerlebnis geboten bekommt. Selbst in der niedrigsten Auflösung bei niedrigster Texturqualität und ausgeschaltetem AA gibt es ständig lästige Nachladeruckler, die mitunter ganze Sekunden andauern. Gerade mal in engen Höhlen ohne Details und Weitsicht schafft das Spiel vernünftige Framrates. Ohne den bereits erhältlichen Patch ist es sogar überhaupt nicht vernünftig lauffähig und birgt die Gefahr den Spieler in unlösbare Situationen zu bugsieren.

    Die lange Reise

    Schön gestaltete Maschinen Schön gestaltete Maschinen Von der Technik abgesehen bietet uns das Spiel hauptsächlich die vier Städte Cairo, Bombay, Yokohama und San Francisco, die wir nacheinander bereisen. Die Städte selbst sind durchaus schön gestaltet und bieten so manche Ecke die zum Verweilen einlädt, trotzdem kann das Gezeigte nicht mit aktuellen Produkten mithalten. Auch die vielen Charaktere denen wir begegnen sind nett hergerichtet, allerdings wiederholen sie sich recht oft. Besonders bei Menschengruppen sehen wir oft ein und denselben Charakter mehrmals, und sie haben auch alle die gleichen Sprüche drauf. Denn wo uns die Verpackung noch Hunderte von Kommunikationspartnern verspricht, merken wir im Spiel selbst, dass sie alle nichts zu sagen haben. Der Lieblingsspruch der meisten Charaktere ist "Ich weiß von nichts", was in Variationen wie "Ich bin Politiker und weiss von nichts" oder "Ich weiß von nichts, damit lebt sich's besser" und vielen weiteren so vorkommt.

    Es gibt viel zu tun für die Füße Es gibt viel zu tun für die Füße Die wenigen Charaktere mit denen wir tatsächlich ein Gespräch führen können haben sich zudem auf ellenlange Monologe spezialisiert, die vollautomatisch ablaufen und nur manchmal abzukürzen sind. Denn es ist schon vorgesehen die einzelnen Sätze per Mausklick überspringen zu können, nur funktionieren tut das nicht immer so wie es soll. Es passiert nämlich gerne, dass unser Charakter nach dem Klick plötzlich keinen Mund mehr bewegt und keine Gestik mehr an den Tag legt, aber die Sprachausgabe fröhlich weiter läuft. Wenn wir gemein sind und trotzdem weiterklicken kann man das Spiel richtig aus dem Takt bringen, Personen sprechen plötzlich mit der falschen Sprache, bzw, aus ihrem unbewegten Körper ertönt die Stimme des Gesprächspartners etc. Besonders schlimm ist dies gleich zu Beginn des Spiels, noch bevor wir einen Schritt gemacht haben. Die als Intro-Szene ausgelegte InGame-Sequenz stolpert über die eigenen Laderuckler während sie verzweifelt versucht uns ein bewegtes Bild zu präsentieren, welches aber gnadenlos in der kredenzten Slideshow untergeht, die entsteht weil der PC noch damit beschäftigt ist irgendetwas zu laden.

    Das beeindruckende Luftschiff Das beeindruckende Luftschiff Leider kann auch die Geschichte nicht wirklich begeistern, denn oft hat man das Gefühl unser Oliver lebt in einer eigenen Welt und merkt überhaupt nicht, dass es noch andere Menschen auf der Welt gibt, so wie diese auch mehr an ihm vorbeireden als mit ihm. Derweil ist die Sprachausgabe durchaus gelungen, die Synchronsprecher schaffen es tatsächlich den Charakteren so was wie Leben einzuhauchen oder sie zumindest glaubwürdig wirken zu lassen. Doch all das geht leider in der üblen technischen Umsetzung des Spiels verloren.

    In 80 Tagen um die Welt (PC)

    Singleplayer
    6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Nett gestaltete Städte
    gute deutsche Sprachausgabe
    Kein richtiges Adventure
    Gefährte nur schwer steuerbar
    technisch nicht ausgereift
    heftige Ruckelattacken
    sehr lange Ladezeiten
    ohne Patch unspielbar
  • In 80 Tagen um die Welt
    In 80 Tagen um die Welt
    Publisher
    dtp
    Developer
    Frogwares
    Release
    16.10.2009

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In 80 Tagen um die Welt
In 80 Tagen um die Welt im Gamezone-Test
Weder handelt es sich bei diesem Titel um ein richtiges Adventure noch funktioniert das Spiel wie es soll.
http://www.gamezone.de/In-80-Tagen-um-die-Welt-Spiel-7245/Tests/In-80-Tagen-um-die-Welt-im-Gamezone-Test-990578/
09.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/80T_-_02.jpg
tests