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  • Indiana Jones und der Stab der Könige: Schwing die Peitsche, Indy! - Leser-Test von RMRacing

    Die Figur Indiana Jones ist wohl jedem bekannt. In etlichen Filmen, Serien, Büchern und natürlich Videospielen hat er die Hauptrolle gespielt. Nach dem ich Lego Indiana Jones getestet habe, musste jetzt dieses Produkt dran glauben. Oder war hier der Tester das Opfer? Die folgende Review wird's zeigen.

    Das Spiel erschien für folgende Konsolen: Playstation 2 und Nintendo WII. Bei der Testversion handelt es sich um die PS 2-Version. Auf das Spiel hab ich mich sehr gefreut, da ich ein großer Indy-Fan bin und so viele Spiele gibt's da nicht. Schon gar keine guten. Ursprünglich war es auch für die Next-Gen Konsolen gedacht, wurde dann aber wieder eingestellt. Publisher und Developer des Spieles ist die Firma LucasArts Entertainment. Die USK-Zulassung für Deutschland ist ab 12 Jahre. Das Genre des Spieles, was am 11.06.2009 auf dem deutschen Markt erschien, ist ein reinrassiges Action-Adventure.

    Handlung

    Gleich vorweg: Das Spiel orientiert sich an keinem der bekannten Filme. Es hat eine eigenständige Story, die im Jahre 1939 spielt. Aus irgendeinem unbekannten Grund steckt unser Lieblingsarchäologe mal wieder bis über die Hutkrempe in Schwierigkeiten. Diesmal sucht er den Stab der Könige. Dieses Teil hat einmal Moses gehört und der soll damit das Rote Meer geteilt haben. Also ist der Stab, sofern er natürlich existiert, sehr mächtig. Aber Indy ist nicht der Einzige der sich für das Artefakt interessiert. Natürlich sind auch die "bösen Deutschen" dahinter her um die Weltherrschaft an sich zu reißen und ihr 1000-jähriges Reich aufzubauen. Ziemlich simple Story, die aber gut auf Indiana Jones zugeschnitten ist. Indy's Aufgabe besteht darin, den Stab vor den Deutschen zu finden oder, wenn sie ihn haben, wieder zu klauen - Entschuldigung, umzulagern.

    Gameplay

    Das Spiel besteht aus 5 Leveln, die jeweils in unterschiedlichen Ländern spielen. Begonnen wird in Ägypten. Meist kämpft man sich durch dunkle Höhlen und gefahrvolle Labyrinthe. Immer dabei die Peitsche und Pistole. Wann immer eine Aktion durchgeführt werden kann, wird das durch ein Symbol angezeigt. Dann braucht man nur die entsprechende Taste drücken und die Aktion wird erledigt. Das hat etwas mit Quick-Time-Events zu tun und davon gibt es in dem Spiel eine Menge. Eigentlich braucht man sich nur nach dem passenden Symbol umzuschauen und schon weiß man, was zu tun ist. Die Lösung wird einem sozusagen vorgekaut. Kämpfe gegen Gegner laufen ebenfalls so ab. Dafür kann man die gesamte Umgebung nutzen. Ob Stühle, Flaschen oder Tintenfische, alles eignet sich zum Verdreschen der Gegner. Für bestimmte Aktionen gibt es eine Art Stilpunkte, ähnlich wie bei Ratchet und Clank. Sehr hilfreich bei Kämpfen oder Erkundungstouren ist die Peitsche. Mal zieht man einen Gegenstand ran oder benutzt sie zum Klettern als Seil. Ein tolles Feature was viel Spaß macht und richtiges Indy-Feeling aufkommen lässt. Die Pistole dient den zahlreichen Feuergefechten mit gegnerischem Abschaum. Die Munition ist zwar unendlich, aber man hat nur 6 Schuss im Magazin. Regelmäßiges Nachladen bleibt einem also nicht erspart und sollte auch nicht vernachlässigt werden, da man sonst ziemlich hilflos ist. Indy sucht automatisch Deckung und kann auch aus dieser schießen, was allerdings manchmal etwas kompliziert ist. Eigentlich schade, das hätte man besser machen können. Jeder Level ist sehr abwechslungsreich gestaltet und man hat versucht den Indy-Charme einzubauen. Das ist eigentlich recht gut gelungen. Es gibt zahlreiche Rätsel, die aber nicht sehr schwer zu meistern sind. Die Kämpfe sind da schon eher eine Herausforderung. Es gibt auch kleine Bosskämpfe, die einfach und sehr schön in Szene gesetzt sind. Überhaupt wurde versucht das Spiel sehr abwechslungsreich zu gestalten, was auch gut gelungen ist. Das geht bei den Schauplätzen los und in so nette Einlagen über, zum Beispiel, das Indy im Himalaja erfriert, wenn er kein Feuer anbekommt. Auch gibt es in jedem Level einen Fahrzeugabschnitt, wenn man das denn so nennen mag. Einmal flüchtet man mit einer Straßenbahn in San Francisco, ein andermal auf dem Rücken eines Elefanten. Dabei wird man wieder von zahlreichen Quick-Time-Events begleitet. Wirkt zwar sehr aufgesetzt, macht aber Spaß. Es gibt in jedem Level mehrere Checkpoints, von wo aus bei einem Ableben das Spiel fortgesetzt wird. Ebenfalls an diesen Punkten wird die Gesundheitsleiste unseres Doktors voll aufgeladen. Sehr hilfreich, so erspart man sich Medizinpacks, allerdings setzt das auch den Schwierigkeitsgrad enorm nach unten. Die Level an sich sind nicht sehr umfangreich. Das ganze Spiel hat man relativ schnell durch. Zusätzlich sind in den Levels Schätze versteckt, die man finden muss. Diese sind durch einen Indy-Hut der leuchtet gekennzeichnet. Sehr subtil, eine Rundumleuchte hätte es auch getan. Zumal es bei der PS 2-Version zweimal einen Grafikbug gab. An der Stelle, wo der Hut sein sollte, war er nicht zu sehen, zählte aber als eingesammelt. Die Level können im Menü jederzeit noch mal an jeder beliebigen Stelle gestartet und so noch fehlende Schätze eingesammelt werden. So braucht man das ganze Spiel nicht nochmals spielen. Es gibt noch zahlreiche Extras, die freigeschaltet werden können, wie etwa neue Klamotten für Indiana, aber das wichtigste Extra in der PS 2-Version fehlt: Das Adventure Indiana Jones and the Fate of Atlantis. Das ist nur in der WII-Version vorhanden. Das zieht natürlich die Wertung nach unten, wie die immer wieder auftretenden Kameraprobleme, die komplizierte Bedienung der Pistole, die manchmal etwas unübersichtliche Kampfsteuerung und der sehr geringe Umfang. Von den technischen Mängeln ganz zu schweigen, aber dazu später mehr.

    Steuerung

    Die Steuerung kaut einem förmlich alles vor: Symbol leuchtet auf, Taste drücken, Indy macht die Aktion und fertig. Das nimmt einem etwas die Eigeninitiative und senkt den Schwierigkeitsgrad natürlich enorm. Auch beim Kämpfen muss man nur auf Symbole achten. Eigene Entscheidungen sind nie gefragt. Die Pistolensteuerung ist nervenaufreibend. Manchmal werden Aktionen nicht gleich angezeigt oder etwas verzögert durchgeführt. Das hängt aber vom Blickwinkel der Figur ab, wenn diese nicht optimal ausgerichtet ist. Auch die Fahrzeuge waren etwas schwammig in der Bedienung. Aber da es nicht viele zu steuern gab, war es zu verschmerzen.

    Technik

    Das vielleicht größte Manko an diesem Machwerk. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Die Steuerung haben wir durch. Die tollen Grafikbugs ebenfalls. Die Grafik an sich hat so ihre Höhen und Tiefen. Jeder Level ist abwechslungsreich gestaltet und es wurde versucht, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Das gelingt auch, aber an Grafikbomben ala God of War ist man weit entfernt. Das Spiel ist im Billigsegment angesiedelt und das wird hier deutlich. Noch mehr allerdings bei den Synchronsprechern. Indy klingt als würde er jeden Moment einschlafen und von Emotion hat der auch noch nie was gehört. Alles geht in einem Tonfall ab. Von den anderen Charakteren ganz zu schweigen. Allerdings ist alles auf Deutsch, was wenigstens etwas positiv ist. Die Kamera lässt einen viel im Stich und zeigt meist das was man nicht will oder bleibt auch mal hängen. Das kostet Nerven, gepaart mit der Steuerung ist das eine tolle Mischung. Wobei man erwähnen muss, dass die PS 2-Version da etwas besser ist als die WII. Etwas Gutes gibt es aber zu vermelden: Der Originalsoundtrack ist vertreten, was etwas Indy-Feeling aufkommen lässt. Die Charakteranimationen sehen sehr eckig und grob aus, ebenso die Bewegung. Alles ist irgendwie billig, einfach und lieblos. Es wäre mit ein bisschen mehr Aufwand und Mühe so viel mehr möglich gewesen. Aber hätte, wäre, wenn zählt leider nicht.

    Mein Fazit

    Das Spiel ist nicht besonders lang und das ist bei den angesprochenen Mängeln auch gut so. Etwas mehr Masse und Feinarbeit in vielen Bereichen und das Spiel wäre durchaus gut gelungen. Auch durch den niedrigeren Schwierigkeitsgrad bleibt Frust fast komplett aus und es richtet sich so an eine jüngere Zielgruppe. Technisch ist es nicht top, einzig der Soundtrack weiß etwas zu gefallen.
    Es war mal zu einem Budgetpreis von 30 Euro zu haben, jetzt ist es natürlich billiger. Das geht für das Spiel voll in Ordnung und ist jetzt für Fans durchaus zu vertreten. Ich hatte viel Spaß und für eine Runde Indy-Feeling ist es immer noch gut. Wer eine gehobenere Klasse sucht, ist hier verkehrt. Einen Extrapunkt bekommt bei mir der Sound wegen der deutschen Vertonung, auch wenn es nicht besonders gut ist. Auch das fehlende Extra ist ein weiterer Minuspunkt und so bleibt nicht viel Positives zu berichten. Hoffentlich gibt es irgendwann mal ein tolles Indiana Jones Spiel wie zuletzt mit Batman: Arkham Asylum. Wünschen würde ich es mir jedenfalls und so lange muss ich wohl noch warten.

    Negative Aspekte:
    kurze Spieldauer, niedriger Schwierigkeitsgrad, sehr eintönige und schlecht animierte Gegner, Kameraprobleme, Steuerungsprobleme, fehlendes Extra bei PS 2, Grafikbugs, Synchro nicht sehr gut

    Positive Aspekte:
    DEUTSCHE SYNCHRO, es ist eben Indiana Jones, Originalsoundtrack, doch sehr abwechslungsreiche Level

    Infos zur Spielzeit:
    RMRacing hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Indiana Jones und der Stab der Könige

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: RMRacing
    6.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    6.3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Indiana Jones und der Stab der Könige
    Indiana Jones und der Stab der Könige
    Publisher
    LucasArts
    Developer
    LucasArts
    Release
    11.06.2009
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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28.06.2010
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