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  • Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft im Gamezone-Test

    Lara is back in "Indiana Jones - Die Legende der Kaisergruft", mit all ihren Fehlern und Mankos.

    Seit dem Turm von Babel ist ja doch schon einige Zeit ins Land gezogen, bis wir nun endlich wieder in die Haut von Indiana Jones schlüpfen und an seinen Abenteuern teilnehmen dürfen. Dabei verschlägt es den Professor auch dieses Mal wieder in alte Gemäuer voller Gefahren und Geheimnisse. Wer sich dabei an die gute Lara Croft erinnert fühlt, an dessen Gameplay sich Indy ja schon einmal ungeniert bediente, der liegt völlig richtig. Das nämlich was uns die LucasArts Studios mit "Die Legende der Kaisergruft" präsentieren, ist ein astreiner Tomb Raider Clone, ohne auch nur den Versuch unternommen zu haben neue Mechaniken ins Spiel aufzunehmen. Stattdessen fühlt man sich schon vom ersten Level an zuhause, da das Design dieser schon erkennen lässt worauf es ankommt. Die gleichen eckigen Felsformationen begegnen uns, die nur deshalb so aussehen wie sie aussehen um dem Spieler nur eine Möglichkeit zum Weiterkommen zu bieten. Diese ist meist erst nach mehreren Anläufen zu erkennen, nachdem man die verschiedenen Sprungweiten ausgelotet hat oder auf die unsichtbaren Mauern stieß, bzw. die Stelle gefunden hat an der man das verdeckte Seil erkennt. Allerdings muss man Indy lassen, dass er mit ziemlich vielen verschiedenen Gegenständen umgehen kann, allen voran natürlich seine Peitsche, die nicht nur dazu dient um sich über Abgründe hinweg zu schwingen, sondern auch zum Maßregeln der bösen Grabräuber, die damit sogar herangezogen werden können. Ebenso vielseitig gibt sich die Machete, die sich schon bald als unverzichtbar herausstellt, um z.B. undurchdringliches Gestrüpp zu entfernen. Um sich die obligatorischen Healthpacks sparen zu können, verwendet Indy seine Wasserflasche zum heilen, genau genommen das Wasser darin. Je mehr er davon trinkt, desto mehr bessert sich sein Gesundheitszustand. Aufgefüllt werden kann die Flasche an den immer wieder vorkommenden Quellen, aus denen Indy auch direkt trinken kann um seine Gesundheit wieder herzustellen.

    So ausgestattet bewegt man sich also von Felskante zu Felskante, springt hie und da, muss auch mal durch einen Spalt kriechen um dazwischen immer wieder einige der Grabräuber zu erledigen. Wer also schon einmal ein Tomb Raider oder gar "Den Turm von Babel" gespielt hat, findet sich auf Anhieb zurecht und sollte auch nicht von den gebotenen Rätseln überfordert sein, da Indy mit einem fast schon zu hilfreichem Hinweissystem ausgestattet ist. An jeder Stelle nämlich an der Indy irgendeins seiner Werkzeuge einsetzen kann, leuchtet sofort ein entsprechendes Symbol in der Ecke des Schirmes auf, welches noch dazu die Auswahl dieses Werkzeuges per Shortcut zur Verfügung stellt. Es genügt also ein Tastendruck um auf Anhieb das jeweils richtige Werkzeug parat zu haben. Dies bedeutet in der Praxis, dass es kaum Stellen gibt an denen man nicht mehr weiter weiß, da man nur entsprechende Hinweise finden muss, statt die Umgebung nach Sprung-, Kriech- oder Kombinationsmöglichkeiten abzusuchen. Darüber werden sich manche Spieler sicher freuen, da auf diese Weise tote Punkte im Spiel recht elegant umgangen werden. Wer sich aber auf knackige Rätsel und komplizierte Katakomben gefreut hat, wird so etwas seines Spielspaßes beraubt, denn schon den Hinweis die Peitsche zu benutzen bevor man entsprechenden Vorsprung gesehen hat, ist fast schon etwas spielverderbend. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, diese Hinweise wenigstens für kurze Zeit zu unterdrücken, damit man nicht gleich und sofort alles Wichtige erfährt.

    Ebenso durchwachsen wie das Gameplay gibt sich auch die Grafik, die zum einen mit recht hochqualitativen und schön gestalteten Texturen daherkommt, das Geschehen auch schön flott auf den Schirm bringt, dafür aber mit einem Leveldesign aufwartet das wirklich nur noch als geklaut bezeichnet werden kann, so sehr erinnert es an Tomb Raider, sondern auch noch mit dessen Mankos geschlagen ist. So darf man ungestraft sagen, dass Indiana Jones definitiv die schlimmsten Klippingfehler seit Tomb Raider besitzt. Denn Indy verschwindet praktisch in jeder Wand, egal ob man auf sie zugeht oder springt um z.B. einen höheren Vorsprung zu erreichen, oder einfach nur gegen sie läuft, von den Armen bis zum kompletten Oberkörper verschwindet er in jeder Wand. Ebenso durchdringen sich die Spielfiguren allesamt gegenseitig, egal ob noch am Leben oder schon Tod und kurz vor der Auflösung. Zu allem Überfluss gibt es sogar noch den aus Tomb Raider bekannten Rechenfehler, der den Spieler aus der First-Person Perspektive zwar vorgaukelt einen Gegner im Visier zu haben, den Schuss nach dem Auslösen aber in die vorstehende Felskante gehen lässt. Umgekehrt wird Indy z.B. von feindlichen Projektilen getroffen obwohl er sich hinter einem Vorsprung verschanzt hat. Passiert einem dies mit der letzten Schrottpatrone, ist der Ärger vorprogrammiert.

    Dafür weiß wenigstens die Soundkulisse so richtig für die gewünschte Stimmung zu sorgen. Deutsche Spieler haben noch dazu das Glück, dass Indy mit der aus dem Kino bekannten Synchronstimme versehen wurde, was für eine kräftige Portion Authentizität sorgt. Dazu kommen die ebenfalls schon weltberühmten Streicher und ihre bekannten Melodien in vielen verschiedenen Variationen. Dabei muss man erwähnen, dass die Musikuntermalung hervorragend ins Game integriert wurde und so für das gewünschte Feeling im Game sorgt. Allerdings nur so lange, bis sich die verunglückten deutschen Stimmen der Gegner zu Wort melden, die schon wieder so klingen als wären sie dem ältesten Tomb Raider entsprungen. Weder passt die Betonung der einzelnen Aussagen zur jeweiligen Situation, noch sind sie besonders synchron umgesetzt worden. Oft schreien die niedergestreckten Gegner noch ihre Verzweiflung heraus, derweil liegen sie schon längst reglos am Boden.

    Trotz des gesamt geklauten Spielprinzips aber scheint es doch Jemand bei LucasArts gegeben zu haben dem dieser Titel sehr am Herzen lag, denn das Handbuch verdient einer besonderen Erwähnung, so liebevoll wurde es gestaltet. Wie schon im Vorgänger ist es wie Indys Tagebuch gehalten, voller Notizzettel und versteckter Hinweise. Dabei ging die Detailliebe soweit, dass sogar die Stempel der Dokumente der damaligen Zeit nachempfunden wurden oder man Eintrittskarten und Werbebotschaften in Indys Tagebuch findet. So müssten alle Handbücher aussehen, dann könnte sich Keiner mehr beschweren.

    Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft (PC)

    Singleplayer
    6,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Original Synchronstimme von Indy
    autenthische Musikuntermalung
    Üble Klippingfehler
    absolut veraltetes Gameplay welches ungeniert bei Tomb Raider geklaut wurde
    zu hilfreiches Hilfesystem
  • Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft
    Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft
    Release
    27.03.2003

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http://www.gamezone.de/Indiana-Jones-und-die-Legende-der-Kaisergruft-Spiel-7321/Tests/Indiana-Jones-und-die-Legende-der-Kaisergruft-im-Gamezone-Test-989210/
28.03.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/bof 3158.jpg
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