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  • Infernal: Hell's Vengeance im Gamezone-Test

    Die höllisch durchschnittliche Portierung verhindert ein himmlisches Spielvergnügen in nahezu allen Belangen.

    Was wäre wenn der Krieg zwischen Himmel und Hölle tobt, während ihr dieses Review lest? Würde sich die Realität gestalten wie im Spiel Infernal, so würden wir dies sicherlich nicht einmal bemerken, da die Agenten der beiden "Parteien" unentdeckt und im Verborgenen arbeiten. Dass die Guten aber gelegentlich auch die Bösen sind und die bösen Buben wesentlich besser dastehen als ihr Ruf, bringt die nötige Würze in diese erfrischend anders gestrickte Spielstory, welches bereits vor zwei Jahren auf dem PC erschienen ist und nun auch auf die Xbox 360 portiert wurde. Was aus dem einstigen "Geheimtipp" in Sachen 3rd Person Shooter auf Microsofts Konsole wurde, könnt ihr wie folgt nachlesen.

    Stairway to Hell

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Ein Ex-Engel, der aus dem Himmel verstoßen wurde und sich daraufhin dem Teufel zuwendet, um es seinen Peinigern heimzuzahlen? Die Geschichte des Spiels klingt wahrlich vielversprechend und weiß mit einer Menge interessanter Charaktere aufzutrumpfen. Allen voran natürlich Ryan Lennox, Ex-Engel der sogenannten Etherlite Organisation, welcher in zahlreichen Kämpfen gegen die teuflischen Truppen von ABYSS unter Beweis stellte, dass er zu den himmlischen Top-Agenten gehört. Leider ist er bei seinem Arbeitgeber in Ungnade gefallen, weswegen er nicht nur aus seinem Dienst entlassen, sondern zudem eine göttliche Jagd auf ihn eröffnet wurde. Da kommt ihm das Angebot der Gegenseite gerade recht, denn diese ermöglicht ihm scheinbar nicht nur am Leben zu bleiben sondern auch, sich an seinen Widersachern zu rächen.

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Die Story vom himmlischen Helden, der es mit den Mächten der Finsternis aufnimmt ins Gegenteil umzukehren ist eine durchaus interessante Angelegenheit und bringt ein wenig Abwechslung in die sonst eher klischeebeladenen Heldengeschichten. Das heißt aber nicht, dass man sich allzu weit vom "Einer-gegen-Alle"-Prinzip entfernt. Im Gegenteil, denn Lennox nimmt gleich reihenweise heilige Brüder auseinander und hat immer wieder einen sarkastisch, flotten Spruch auf Lager...

    Ich mach euch die Hölle heiß...

    ...könnte das Prinzip des Gameplays lauten, denn Infernal bietet euch Balleraction non Stop. In typischer 3rd Person Manier kämpft sich Lennox durch düstere Keller, alte Kloster, Testlabors und Fabrikgelände, um dabei gleich reihenweise himmlische Spezialkommandos in Wolkenbewohner zu verwandeln. Eigentlich nichts besonderes, wären da nicht die Spezialfähigkeiten, welche Lennox durch seinen neuen Auftraggeber mit dem stimmigen Namen Black verliehen wurden.

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Mit diesen Fähigkeiten, die im Verlauf des Spiels von sich freigeschaltet werden, überlebt man nicht nur länger, sondern kann diese auch zu seinem Vorteil einsetzen. Der sogenannte Höllenschuss kann mit jeder beliebigen Waffe abgefeuert werden um Gegner und Wände effektiv einzuäschern, während die Teleportations-Funktion ermöglich, sich kurz an andere Orte zu "beamen" um spezielle Schalter auszulösen oder Computerterminals zu bedienen. Telekinetische Fähigkeiten besitzt Lennox zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls und kann hiermit diverse Gegenstände auf einfachste Art und Weise bewegen, während es ihm die sogenannte "Höllensicht" ermöglicht Dinge zu sehen, die manch Sterblichen verborgen bleiben. Zahlencodes, versteckte Geheimnisse und Mana-Vorräte lassen sich somit spielend entdecken.

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Und Mana ist besonders wichtig, denn wie der erfahrene Spieler sicherlich weiß, werden diese Kraftreserven in vielen Spielen eingesetzt, um in der Lage zu sein entsprechende Spezialaktionen durchführen. Aufgrund dessen hält man sich lieber von grellen Lichtern oder Kreuzen fern, denn dies beeinträchtig den höllischen Mana-Vorrat ungemein. Verbirgt man sich jedoch in den Schatten oder "konsumiert" gefallene Gegner, so steigt das Mana-Kontingent. Dabei ist es wichtig möglichst viele Seelen "abzuernten", denn hierdurch gewinnt man nicht nur neue Lebensenergie, sondern auch verschiedenste Feuerwaffen, jede Menge Munition und/oder wichtige Schlüsselkarten zum Öffnen von verschlossenen Bereichen. Hinderlich ist hierbei nur, dass der Prozess des "Seelenabsaugens" mittels X-Taste eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, in der man unvorteilhaft ungeschützt ist. Sind die Energiereserven also im kritischen Bereich und man befindet sich auf offenem Feld, kann eine solche "Absaug"-Aktion schnell im virtuellen Tod enden. Das Schlachtfeld nach dem Gemetzel abzugrasen ist ebenso zwecklos, da sich die erschossenen Gegner innerhalb von ein paar Sekunden in Luft auflösen.

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Läuft jedoch alles glatt und ballert man sich mit Erfolg durch die, geistig recht beschränkten, Gegnerhorden so bekommt Lennox in einigen Rätselpassagen ein wenig Luft zum Durchatmen. Hierbei müssen die verschiedenen Fähigkeiten eingesetzt werden um voranzukommen; wobei man ruhig erwähnen kann, dass sich der Schwierigkeitsgrad dieser Puzzles eher in Grenzen hält und der Spieler in keinster Weise vor unlösbare Aufgaben gestellt wird. Da gestalten sich die Bosskämpfe schon wesentlich schwieriger, da das Angriffsschema im Kampfgewirr analysiert und gegen den Aggressor verwendet werden muss, was zum Teil recht knackig ausfällt.

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Wer hierbei jedoch auf ein automatisches Checkpoint- oder Speichersystem vertraut wird eine böse Überraschung nach dem ersten Spielertod erleben, wenn er nicht zuvor manuell gespeichert hat. Außer der Möglichkeit manuell zu speichern, ergeben sich im Umkehrschluss nämlich keinerlei Checkpoint-Funktionen. Ihr kämpft euch also mühsam durch den ersten Level und beisst anschließend ins Gras? Wer nicht rechtzeitig speichert, darf das komplette Spiel von Vorn beginnen (Der Reviewer spricht aus Erfahrung -Anm. der Redaktion). Dies kann natürlich vorteilhaft sein, da man an jeder x-beliebigen Stelle speichern und wieder einsteigen kann, doch vergisst man dies kann es zuweilen recht böse enden. Außerdem schluckt eine einzelne Speicherdatei gleich 20 MByte Speicher, was für ein derartiges Spiel doch recht hoch bemessen ist.

    Höllisch schwammige Steuerung

    Infernal: Hell's Vengeance Infernal: Hell's Vengeance Eigentlich denkt man sich immer dass es nahezu unmöglich ist, die Steuerung bei einem solch simpel gestrickten Titel zu versauen, aber Infernal belehrt uns eines Besseren. Während man auf dem PC mittels Maus und Tastatur gut zu recht kam, gestaltet sich das Ganze mit dem Joypad äußerst schwammig. Lennox zu bewegen ist hierbei nicht einmal das Problem und auch die Kamera zickt erstaunlicher Weise weniger als erwartet, doch wenn man die Gegner aufs Korn nimmt, dann erkennt man die äußerst ungenaue Kollisionsabfrage, bei der schon einmal das ein oder andere Magazin in den Gegner gepumpt wird, bevor dieser zu Boden geht. Möchte man Deckung suchen erlebt man die nächste unschöne Überraschung. Obwohl man ein "ausgeklügeltes Deckungssystem" anpreist, entpuppt sich das Ganze als schlecht kopiertes Gears of War-System, dass zudem nicht wirklich funktioniert. Lennox lehnt sich nicht auf Knopfdruck gegen eine Wand um Deckung zu suchen, sondern macht dies meist automatisch wenn man auf eine zu rennt und den Analogstick auf die Wand zu bewegt. Und eben diese Automatik lässt den Spieler ein ums andere mal verzweifeln, weil sie nämlich als teuflisch versaubeutelt erachtet werden kann. Also Knarre raus, kurz VOR die Wand stellen, Deckung im "alte Schule"-Prinzip suchen und anschließend vorstürmen um die Gegner platt zu machen. Eine andere Vorgehensweise ist meist zum scheitern verurteilt und eine taktische Vorgehensweise weitestgehend ausgeschlossen.

  • Infernal: Hell's Vengeance
    Infernal: Hell's Vengeance
    Publisher
    Playlogic
    Developer
    Metropolis Software
    Release
    14.08.2009
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Infernal: Hell's Vengeance
Infernal: Hell's Vengeance im Gamezone-Test
Die höllisch durchschnittliche Portierung verhindert ein himmlisches Spielvergnügen in nahezu allen Belangen.
http://www.gamezone.de/Infernal-Hells-Vengeance-Spiel-7382/Tests/Infernal-Hells-Vengeance-im-Gamezone-Test-992323/
04.08.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/08/vczztrhtc.jpg
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