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  • Infernal im Gamezone-Test

    Mitunter sind es die eher unscheinbaren und weniger bekannten Titel die in der Praxis positiv überraschen.

    Das Thema Geheimtipp ist eine äußerst zwiespältige Sache, denn zum einen ist der Begriff eine Auszeichnung für das jeweilige Produkt, keine Frage, doch zum anderen sind solche Spiele aufgrund der Ermangelung eines Hypes nur selten erfolgreich. Man mag zwar nicht in die Glaskugel schauen, doch die Indizien sprechen zunächst gegen Infernal (ehemals Diabolique): Überdurchschnittlich gut, wenig Beachtung in News und Vorschauberichten, keine großartige Werbung und es basiert auf keiner bekannten Serie. Es bleibt diesmal nur zu hoffen, dass Infernal kein kommerzieller Flop wird, denn um die Wertung etwas vorwegzunehmen, das Spiel hat es nicht verdient in den Regalen liegen zu bleiben.

    Hölle vs. Himmel 0:1

    Infernal Infernal Oft hat man schon mit Schwert und dicker Rüstung gegen die Emporkömmlinge der Hölle gekämpft, oft hat man als strahlender Held dem Guten gedient, doch zum Glück geht Infernal einen gänzlich anderen Weg: Der Himmel hat überraschender Weise gegen die Mächte der Hölle fast gewonnen, da können sich die Armeen des Lichts schon mal erlauben gutes Personal in Form von Ryan Lenox zu feuern. Dem ehemaligen Agent von EtherLight, das Spezialkommando in Gottes Auftrag, will der Ex-Arbeitgeber zudem noch den Tod an den Hals wünschen. Da kommt ein höllisches Angebot aus dem Abyss gerade recht. Der Auftrag: Den strahlenden Engelchen mit allerlei Schusswaffen und teuflischen Kräften mal richtig Dampf zu machen.

    Infernal Infernal Infernal bietet also eine Storygrundlage, die das Spiel von anderen Genre-Kollegen locker abhebt. Zudem hat der Antiheld Lenox auch gut Potential, um Kollegen wie den Vampirjäger Blade in Sachen Coolness-Faktor locker in den Schatten zu stellen. Das herrlich erfrischende Szenario hat demnach ordentlich Potential, das aber leider wenig genutzt wird. Am Anfang noch recht viel versprechend, flacht die Story trotz vieler Videosequenzen zunehmend ab. Am Ende verkommt das Spiel dann dennoch zur üblichen Bösewichthatz. Richtig gehört, denn die Himmelsdiener sind nicht so menschlieb wie man meinen könnte. Fiese Menschenexperimente sind nur der Anfang. Auf einige Überraschungen dürft ihr euch trotzdem freuen.

    Höllen-Action

    Infernal Infernal Infernal spielt sich zum großen Teil wie ein typischer 3rd-Person-Shooter. Mit der gewohnten und gut funktionierenden Maus-Tastatur-Steuerung geht es mit Pistolen, Maschinengewehren, Raketenwerfern, Granaten und anderen Krachmachern gegen hauptsächlich schwer bewaffnete Spezialkommandos ans Werk. Dabei verschlägt es euch in ein mysteriöses Kloster, ein weitläufiges Fabrikgelände oder ein geheimes Labor. Die Daueraction wird dabei schon mal von einigen ruhigen Abschnitten unterbrochen, in denen ihr beispielsweise durch beklemmende Kellergewölbe schleicht oder ein kleines Schalterrätsel löst, die immer wieder in variierenden Formen auftauchen. In letzter Zeit ist dieser Bestandteil, mal abgesehen von Lara Crofts Abenteuern, fast schon in Vergessenheit geraten. Besonders knifflig oder innovativ sind die Rätseleinlagen jedoch nicht, etwas Abwechslung bringen sie allemal.

    Infernal Infernal Die Gegner verhalten sich auf einer Skala von eins bis zehn, wobei eins den hirnlosen Handlanger und zehn den Professor unter den Bösewichten darstellt, etwa im Bereich von sechs oder sieben. Immerhin hechten die Schergen bei Beschuss zur Seite, verstecken sich hinter Kisten und feuern aus der Deckung. Eine leichte Suizidgefährdung ist dennoch vorhanden. Besonders taktisch geht es ebenfalls nicht zur Sache. Die zahlenmäßige Überlegenheit ist des Himmels Trumpf. Etwas fordernder sind da schon die vielen Bosskämpfe. Selten könnt ihr mit purer Waffengewalt gewinnen, weswegen grundsätzlich eine besondere Taktik gefragt ist. So müsst ihr beispielsweise beim ersten Boss zunächst alle Lichter ausschießen, bevor dieser für kurze Zeit verwundbar wird, selbige dann wieder mit etwas Magie ärgerlicherweise anknipst.

    Infernal Infernal In Anlehnung an die Kollegen Sam Fisher, Solid Snake und die Helden aus den Zahnrädern des Krieges kann Lenox ebenfalls in Deckung gehen. Bringen tut das Ganze jedoch recht wenig. Ihr seid besser damit bedient die Strafe-Funktion zu nutzen, um immer mal wieder zwecks Magazinentleerung schnell hervorzuhuschen. An Feinden vorbei schleichen ist übrigens auch nicht ohne weiteres möglich. Die sehen euch schon, wenn ihr noch nicht mal im Sichtfeld seid. Gottes Auge is watching you. Der Schwierigkeitsgrad ist trotz drei unterschiedlicher Stufen selbst auf leicht teilweise recht knackig. Vor allem die Zwischengegner veranlassen das wiederholte Laden eines Speicherstands. Glücklicherweise haben die Entwickler wie auf dem PC typisch eine Quickload/Quicksave-Funktion eingebaut. Nach etwa 8 Stunden dürftet ihr den letzten Bösewicht über den Jordan geschickt haben.

    Höllen-Kräfte

    Infernal Infernal Wenn man schon für Luzi arbeitet, dann wenigstens mit übermenschlichen Kräften. Die hat auch Lenox spendiert bekommen. Da wäre zum einen der Höllenangriff, den ihr mit der rechten Maustaste auflanden könnt, um dann einen kraftvollen Schuss abzugeben. Dieser eignet sich für besonders starke Gegner oder für leicht bröckelnde Wände, die so eingerissen werden können. Eine andere Fähigkeit ist die Höllensicht. Mit ihr könnt ihr geheime Gesundheits- und Mana-Auffrischer finden, die sonst im Verborgenen geblieben wären. Gilt es in einen Computer einen Zahlencode einzugeben, schnell auf die Höllensicht umschalten und prompt wird der dementsprechende Code auf einer Wand in ihrer Nähe gefunden. Mit der Teleportation kann sich Lenox kurzzeitig an eine andere Stelle beamen, um beispielsweise einen dahinter befindlichen Schalter zu betätigen. Nicht nur sich selbst, sondern auch Gegenstände und Gegner lassen sich von Lenox von einem Ort zum anderen teleportieren, diesmal aber dauerhaft.

    Infernal Infernal Auf Healthpacks im eigentlichen Sinne müsst ihr nicht zurückgreifen. Diesen Zweck erfüllen die von uns gegangenen Gegner. Auf Knopfdruck könnt ihr euch an ihnen Laben und dadurch die Lebensanzeige wieder herstellen. Nebenbei wird der tote Körper auch noch nach Munition und neuen Waffen durchsucht, sehr praktisch. Da jeder Einsatz der Höllen-Kräfte Mana verbraucht, wird selbige mit jedem getöteten Feind ein klein wenig regeneriert. An heiligen Orten wie Kirchen nimmt eure Mana- und Lebensanzeige zudem kontinuierlich ab, während in dunklen Gebieten der gegenteilige Effekt zu beobachten ist. Die beschriebenen Höllen-Kräfte heben Infernal zwar positiv vom Shooter-Einheitsbrei ab, allerdings werde sie selten kreativ genutzt. Da werden immer und immer wieder Kisten umgerückt, Zahlencodes an Wänden gesucht oder Computer an unzugänglichen Stellen bedient. Nur das Teleportations-Feature bekommt im späteren Verlauf noch eine größere Bedeutung bei Schalterrätseln und dem Besiegen der Gegner zugesprochen. Abwechslung in das Leben eines teuflischen Agenten bringt das Ganze aber allemal, zumal einige Bossgegner nur mit den dämonischen Kräften zu besiegen sind und bevor ihr darauf kommt wie, muss schon mal etwas nachgedacht werden.

  • Infernal
    Infernal
    Publisher
    Playlogic
    Developer
    Metropolis Digital
    Release
    1. Quartal 2007

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Infernal
Infernal im Gamezone-Test
Mitunter sind es die eher unscheinbaren und weniger bekannten Titel die in der Praxis positiv überraschen.
http://www.gamezone.de/Infernal-Spiel-7377/Tests/Infernal-im-Gamezone-Test-991173/
28.02.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/02/1153835172528.jpg
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