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  • Iron Storm: Das Spiel der 1000 Tode - Leser-Test von BigJim

    Iron Storm: Das Spiel der 1000 Tode - Leser-Test von BigJim IRON STORM ist ein ungewöhnlicher Shooter. Und das gleich in zweifacher Hinsicht. Erstens gehört er zu den wenigen Ego-Shootern, die den 1.Weltkrieg als Szenario verwenden. Zweitens offenbart er einen geradezu selbstmörderischen Schwierigkeitsgrad. Vor allem letztgenannte Eigenschaft brachte ihm den Ruf ein, mehr zu frusten als zu unterhalten. Ich kann dies bestätigen.

    Deutschland 1964: Eigentlich ist der Erste Weltkrieg (1914-1918) schon seit Jahrzehnten vorbei, doch in Deutschland geht er unvermindert weiter. Nicht ganz nach historischen Mustern, aber immerhin so intensiv, dass es immer noch reichlich knallt und qualmt. Ein offenbar geisteskranker Baron will hier ein russisch-mongolisches Reich errichten. Es liegt an uns, dem Herrn die Suppe zu versalzen.

    Der Spieler übernimmt die Rolle des Leutnants James Anderson, einem Gegner der russisch-mongolischen Expansionsgelüste. Den steuern wir aus der Ego-Shooter-Perspektive oder 3rd-person-Ansicht, je nachdem, was gerade zweckmäßiger ist. Besonders hilfreich ist keine dieser beiden Ansichten. Wir werden eh nicht lange leben.

    Der erste Kopfschuß kommt sehr bald. Gleich zu Beginn des Spiels arbeitet sich Anderson durch die frontnahen Schützengräben. Nur wenige Meter weiter liegen feindliche Infanteristen auf der Lauer, Scharfschützen zumeist. Ein kurzer Blick durchs Fernglas und..."Pang!" - Woher kam der Schuß? Egal. Anderson ist tot. Dabei hat er noch gar nichts gemacht, zeigte sich weder dem Feind, noch war er irgendwie in unmittelbare Kampfhandlungen verwickelt.

    Also gut, zweiter Versuch. Diesmal an einer anderen Stelle des Grabensystems. Wir lassen Anderson seine Waffe checken, danach zaghaft Richtung Schützengrabenrand kriechen. Auf allen Vieren. Ganz vorsichtig. Und doch: "Pang!"... Das war's mal wieder. Anderson tot. Game over. Dritter Anlauf. Nochmal los ab dem letzten Speicherpunkt.

    Vorgenannte Situationen sind keineswegs Ausnahmen, sondern eher kennzeichnend für den gesamten Spielverlauf. Bestünde nicht die Möglichkeit des unbegrenzten Schnellspeicherns, IRON STORM wäre nahezu unspielbar. Save- und Quickload-Tasten werden zu den häufigst verwendeten Funktionen in diesem Spiel. Ein Spiel, das durchaus Potential gehabt hätte. Wenn, ja wenn es sich denn mal spielen ließe. Aber die übermenschliche Gegner-KI und das Leveldesign bieten uns nicht den Hauch einer Chance. Und Spielspaß erst recht nicht.

    Das eigentliche Kriegsszenario wirkt so abgedreht wie die ganze Story. Die Soldaten ähneln äußerlich denen des Ersten Weltkrieges, besitzen aber kaum zu definierende Fantasie-Waffen. Dabei handelt es sich gottseidank nicht noch um futuristische Laser-Wummen, aber die Modelle entstammen zweifellos den Einfällen der Entwickler. Letztere haben nicht immer schlechte Arbeit gemacht. Die Atmosphäre wirkt bedrohlich-bedrückend. Unterstände, Bunker und Grabenlinien ziehen sich durchs unheimliche Szenario. Der kleine Ort Wolfenburg wirkt wie eine Geisterstadt. Er ist aber gut bewohnt. In fast jedem Haus lauern Heckenschützen, die Wege sind vermint und der Kampfpanzer auf dem Marktplatz lässt sich auch nur mit viel Mühe, List und Geduld beseitigen. Aber dank Speicher- und Quickloadtaste klappt es dann. Irgendwann, etwa nach dem zehnten Versuch, haben wir auch diese Gegner beseitigt.

    IRON STORM erstreckt sich über verschiedene Level. Wir beginnen im Schützengraben, kämpfen uns dann durchs Städchen Wolfenburg, später durch zerstörte Industriekomplexe, tief in der Nacht durch einen Zug und stehen zuletzt dem russischen Mongolen-Baron persönlich gegenüber. Zwischen diesen Einsätzen sind wir dann aber mindestens 1000 Tode gestorben. Das ist etwas häufig, um von einem umfassenden Spielvergnügen sprechen zu können.

    Technisch wirft IRON STORM Licht und auch Schatten. Am besten gelungen ist der Sound, vor allem das Grollen der Geschütze im Hintergrund trägt zur Stimmung bei. Die Grafik erscheint absolut unspektakulär. Zwar dient die mausgraue Optik in gewisser Hinsicht der Darstellung von Krieg, Tod und Zerstörung. Aber sie hätte dennoch deutlich besser ausfallen können. Fast schon peinlich wirken die Figuren. Diese sehen aus wie Wachspuppen und bewegen sich auch so. Die Steuerung erweist sich als gewöhnungsbedürftig. Die Standard-Tastenbelegung ist umständlich und sollte daher den persönlichen Bedürfnissen des Spielers angepasst werden.

    Negative Aspekte:
    extrem hoher Schwierigkeitsgrad, wachsfigurenartige Charaktere, schwachsinnige Story

    Positive Aspekte:
    Sound, Atmosphäre

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Iron Storm

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: BigJim
    5.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    5/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Iron Storm
    Iron Storm
    Publisher
    Wanadoo
    Developer
    4X Technologies (FR)
    Release
    18.10.2002

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1004862
Iron Storm
Iron Storm: Das Spiel der 1000 Tode - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Iron-Storm-Spiel-7858/Lesertests/Iron-Storm-Das-Spiel-der-1000-Tode-Leser-Test-von-BigJim-1004862/
14.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/10/pcsnap00755.jpg
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