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  • Jagdfieber im Gamezone-Test

    Die lustigen Darsteller und die abwechslungsreichen Minigames helfen dem Titel leider nicht aus der Mittelmäßigkeit.

    Mit dem Animationsfilm "Jagdfieber" (im Original "Open Season"), der diese Woche in den deutschen Kinos anläuft, präsentiert das neugegründete Sony Pictures Animation Studio seinen ersten computeranimierten Film. Das Tochterunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns setzt in seinem CGI-Filmdebüt dabei mit sprechenden Tieren, zwei unterschiedlichen Charakteren in der Hauptrolle, die sich erst zusammraufen müssen, und einer abenteuerlichen Geschichte auf ein klassisches und altbewährtes Rezept. Ganz dem Modetrend entsprechend kommt dieser Animationsfilm natürlich auch mit der passenden Spielumsetzung. Ob die tierischen Abenteuer von Boog und Elliot Laune machen oder doch nur eine weitere mittelmäßige Versoftung eines Films darstellen, haben wir für euch herausgefunden.

    Jagdfieber Jagdfieber Genau wie in dem gleichnamigen Animationsfilm bekommt ihr in der Spielversion von "Jagdfieber" die Geschichte von dem gezähmten Grizzlybären Boog, der sich in der Obhut seiner menschlichen Ziehmutter Beth sehr wohl fühlt, und dem geschwätzigen Hirsch Elliot, der viel Unsinn im Kopf hat, erzählt, dessen gemeinsamer Ausflug in die Stadt leider nicht wie erhofft ein spaßiges Unternehmen wird, sondern in einem Desaster endet. Ohne Folgen bleibt diese Aktion natürlich nicht und so werden diese zwei unterschiedlichen Vierbeiner zur Strafe in der Wildnis ausgesetzt - und das ausgerechnet zur Jagdsaison. Zudem hat sich Boog den fiesesten Jäger weit und breit, einen knallharten Kerl namens Shaw, zum Feind gemacht als er Elliot aus seinen Fängen befreite. Der Hirsch, der seinem Bärenkumpel helfen und ihn deshalb wieder zurück in die Stadt führen will, sieht sich somit mit zwei großen Problemen konfrontiert: zum einen mit Boogs mangelnden Kenntnissen was das Leben in der Wildnis betrifft, da er unter Menschen aufgewachsen ist, und zum anderen mit Shaw und seinen Kumpanen, die liebend gerne ihre Köpfe als Wandschmuck sehen würden. Dieser Trip nach Hause stellt sich somit nicht als ein einfacher Spaziergang heraus.

    Zwei Vierbeiner mit unterschiedlichen und ausbaubaren Fähigkeiten

    Jagdfieber Jagdfieber Erstrecken tut sich das Abenteuer von Boog und Elliott auf insgesamt 25 Level, die sich zunächst in der Stadt und dann in der Wildnis abspielen. Die meisten Aufgaben müsst ihr dabei mit dem Bären erledigen, aber da auch der Hirsch ab und an zum Einsatz kommt, habt ihr im Spiel insgesamt zwei steuerbare Figuren mit unterschiedlichen Fähigkeiten, wobei Boog seine erst nach und nach entdeckt bzw. erlernt. Zu Beginn beherrscht dieser nämlich lediglich das Greifen und Laufen. Andere Bewegungen wie das Werfen, Schnüffeln oder Brüllen lernt er erst im Laufe des Abenteuers. Springen kann der Grizzly mit seinen 900 Pfund nicht, aber er hat ja zum Glück einen flinken und agilen Hirsch als Begleiter, der das übernehmen kann bzw. den er bei Bedarf, um zum Beispiel an Sammelobjekte heran zu kommen, an höher gelegene Orte werfen kann. Elliot eignet sich aber nicht nur gut zum Werfen, sondern kann auch dank seiner großen Klappe Shaw und seine schießwütigen Kumpane verhöhnen und sie so in Fallen locken. Zudem lassen sich die Fähigkeiten der beiden weiter verbessern. Hierfür braucht ihr lediglich der "Waldakademie" einen Besuch abstatten und die für eure Aktionen erhaltenen Punkte gegen beispielsweise besseren Wurf und Gebrüll für Boog und verstärkte Rufweite für Elliot, sodass er weiter entfernte Stinktiere rufen kann, eintauschen. Es ist aber schade, dass die einzige gemeinsame Aktion der beiden Charaktere darin besteht, dass Boog den Hirsch werfen kann. Alle anderen Aufgaben müssen sie alleine meistern.

    Mach die in der Wildnis lebenden Tiere zu deinen Freunden

    Jagdfieber Jagdfieber Im Laufe ihres Abenteuers muss sich dieses vierbeinige Duo aber natürlich nicht nur gegen Männer mit Schießeisen behaupten, sondern bekommt es auch mit anderen Tieren in der Wildnis zu tun. Diese sind nämlich nicht immer gerade davon begeistert, zwei Neulinge in ihrer Mitte vorzufinden, und erweisen sich zunächst nicht als sehr hilfreich. So müsst ihr für die Stinktiere, Eichhörnchen, Enten und Biber erst ein oder zwei Aufgaben erledigen, bis diese im Gegenzug bereit sind, euch zu helfen. Habt ihr diese Tiere erst auf eurer Seite, dann erweisen sie sich als sehr nützlich. So könnt ihr dann die Skunks als lebendige Stinkbomben einsetzen, mit den Nüsse werfenden Eichhörnchen den Jägern das Leben schwer machen, mit Hilfe der Enten Boog das Schwimmen beibringen und dank der Biber den Weg nach Timberline, dem Zuhause des Bären, verkürzen. Auch Hasen können als Wurfgeschosse eingesetzt werden, doch deren Gunst braucht ihr vorher nicht durch irgendwelche Aktionen erst gewinnen. Dieses ungewöhnliche und lebende Waffenarsenal ist eine nette Idee und es macht schon Spaß Hasen ins Gesicht der Jäger zu schleudern oder zuzuschauen, wie Boog die Stinktiere mit den Fingerspitzen anfasst und dabei seine Nase zuhält, wenn er sie als Geschoss einsetzen möchte. Ihr könnt aber nicht nur die Tiere durch die Gegend schleudern, sondern auch die Jäger - wenn also mal kein Vierbeiner in der Nähe ist, kann man sich auch die Waffenträger packen und, falls gerade eine Schlucht in der Nähe sein sollte, über den Abgrund werfen. Viele verschiedene Aufgaben, aber viel zu schnell erledigt

    Jagdfieber Jagdfieber Vom Pflücken der richtigen Blumen für Elliots Herzdame, über eine wilde Achterbahnfahrt in einem Minen-Waggon bis hin zum Herunterrollen als riesengroßer Schneeball bietet "Jagdfieber" jede Menge unterschiedlicher Missionen. Nur leider sind die meisten Aufgaben sehr einfach, sehr kurz und vor allem wenig originell ausgefallen. So gestaltet sich zum Beispiel die Fahrt in dem Minen-Waggon dank vieler Sprung- und Lenkpassagen und einem enormen Tempo recht unterhaltsam und auch herausfordernd. Auch die Schießaktion von Elliot mit Stachelschweinen oder seine Suche nach Propangasflaschen sind Missionen, die Spaß machen. Dagegen wirkt aber das Blumepflücken oder Elliots Wettrennen gegen einen anderen Hirsch namens Ian richtig blass, denn diese beiden Missionen sind so extrem einfach, dass man hier kaum von einer richtigen Aufgabe sprechen kann - geschweige denn von einem hohen Unterhaltungswert. Ebenso verhält es sich mit den Such- und Schnüffelaktionen, die so simpel gehalten sind, dass man diese in wenigen Minuten oder gar Sekunden erledigt hat. Obendrein sind die meisten Spielabschnitte zwar abwechslungsreich, aber recht klein geraten, sodass man den 25 Level umfassenden Story-Modus in fünf bis sechs Stunden durchgespielt hat.

    Nette Extras

    Jagdfieber Jagdfieber Als kleine Entschädigung für die sehr kurze Spielzeit bietet euch "Jagdfieber" sieben verschiedene Minispiele an, die einzeln oder im Turnier Modus gezockt werden können. Alleine oder mit bis zu vier Spielern könnt ihr hier beweisen, wer die meisten Kaninchen ins Loch wirft, am Längsten auf dem einem Baumstamm stehen kann, als Erster das lästige Stachelschwein am Hintern loswird, der schnellste im Blumensammeln ist oder die richtigen Tasten am schnellsten drücken kann. Als Charaktere stehen euch bei diesen Minispielen neben Boog und Elliot die hübsche Beth und der fiese Shaw zur Auswahl. Diese Minigames sind recht abwechslungsreich und spaßig ausgefallen, aber bieten nichtsdestotrotz eine sehr kurzweilige Unterhaltung, sodass diese nicht den kurzen Story-Modus wettmachen. Ein weiteres Extra stellen die Wildhüter-Marken dar, die ihr verstreut in jedem Level finden könnt. Findet ihr solche Marken, werden sie in "Beths Sammelalbum" abgelegt. Jede Marke enthält dabei Informationen zur Natur wie über Käfer, Pilze, Blumen und Nüsse. Wenn ihr nach Beendigung des Story-Modus nicht alle Karten gesammelt habt, aber dies gerne tun würdet, könnt ihr das ganz einfach im Menü "Szenen wiederholen" machen. Hier stehen euch nämlich alle bereits abgeschlossenen Levels zum erneuten Durchspielen zur Verfügung.

    Mittelmäßige Kost für Augen und Ohren

    Jagdfieber Jagdfieber Neben der sehr kurz geratenen Spielzeit von fünf bis sechs Stunden ist vor allem die Grafik, die recht negativ bei "Jagdfieber" auffällt. Zwar bunte, aber detailarme Umgebungen und Charaktere können weder Kinder und schon gar nicht Erwachsene überzeugen. Zudem sind die Figuren vor allem in den Filmszenen schlecht animiert (immergleiche Mimik, der Mund bewegt sich weiter obwohl der Text längst zu Ende ist usw.) und insgesamt zu monoton vertont, sodass dadurch so manch lustiger Text völlig in die Binsen gegangen ist. Auch die Musik kann nicht gerade begeistern, denn diese ist zum einen beim Durchstreifen der Gegend gar nicht vorhanden, sondern setzt erst bei Aktionen ein, und zum anderen sind viele Stücke in so schnellem Tempo gehalten, dass diese mit der Zeit einem nur auf die Nerven gehen. Leicht und unkompliziert ist dagegen die Steuerung ausgefallen, die auch von jüngeren Spielern schnell erlernt werden kann.

    Jagdfieber (GC)

    Singleplayer
    6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sowohl der Bär als auch der Hirsch sind steuerbar; ausbaufähige Eigenschaften; lebendes Waffenarsenal; sieben kurze
    aber unterhaltsame Minispiele
    die mit bis zu vier Spielern gespielt werden können
    Viele Spielelemente sind zu einfach
    zu kurz und wenig originell geraten; viel zu kurze Spielzeit; grafisch schwaches Spiel; Charaktere sind weder optisch noch stimmlich gut gelungen; nervige Musik
  • Jagdfieber
    Jagdfieber
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    02.11.2006

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Superman Returns Release: Superman Returns Electronic Arts , DC Studios (UK)
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Jagdfieber
Jagdfieber im Gamezone-Test
Die lustigen Darsteller und die abwechslungsreichen Minigames helfen dem Titel leider nicht aus der Mittelmäßigkeit.
http://www.gamezone.de/Jagdfieber-Classic-8139/Tests/Jagdfieber-im-Gamezone-Test-990987/
07.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/OPEN_SEASON_Current_Gen_02_120531131802.jpg
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