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  • Jagdfieber im Gamezone-Test

    Boogie und Elliot treiben ihr Unwesen auch auf der PSP, überzeugen können sie dort aber ebenfalls nicht.

    Der zahme und 400 Kilogramm schwere Grizzly Boog sowie der vorlaute und stets plappernde Hirsch Elliot treiben auch auf den tragbaren System ihr Unwesen und wollen vor allem die Kleinsten unter uns begeistern. Wie auch bei den großen Brüdern dient der Animationsfilm "Jagdfieber" (im Original "Open Season") aus dem neu gegründeten Sony Pictures Animation Studio als Vorlage. Die Grundrezeptur für den Film und somit auch dem vorliegendem Spiel ist recht einfach: Man nehme zwei lustige Hauptcharaktere, derzeit sind animierte Tiere sehr beliebt, und werfe sie in ein aufregendes Abenteuer. So unterhaltsam sich das für einen animierten Kinofilm anhört, so langweilig könnte die Videospielumsetzung werden. Tatsächlich konnten de Varianten für die Heimkonsolen nicht überzeugen. Ob nun wenigstens die PSP ein gelungenes Spiel spendiert bekommen hat, wollen wir im Folgenden klären.

    Genau wie im gleichnamigen Animationsfilm stehen Boog und Elliot in den Hauptrollen. Eigentlich lebte der Grizzlybär mit der Ziehmutter und Wildhüterin Beth in der kleinen Stadt Timberline. Ein gemütlicher Alltag begleitete den zahmen Bären, welcher in einer Wildnis-Vorführung die Besucher begeistert, zusammen mit Beth im Auto durch die Straßen fährt und in der Garage seiner Beschützerin ein Zuhause gefunden hat. Sein Leben gerät erst durch den nervtötenden Hirsch ins Wanken, als Boog diesen aus den Klauen des bösen Jägers Shaw befreit. Der einhornige Hirsch Elliot ist lebenslustig und hat jede Menge Schabernack im Kopf. Kein Wunder, dass der kleine Trip des ungleichen Paars in die Einkaufszone der Stadt im Chaos endet und Beth keinen anderen Ausweg mehr sieht, als ihr geliebtes Haustier und den Hirsch in die Wildnis zu bringen.

    Eine lustige Lorenfahrt Eine lustige Lorenfahrt Die Stadt Timberline steht nur auf den Heimkonsolen als Ausflugsziel zur Verfügung, auf der PSP geht es sofort in die Wildnis. Im grünen Hain angekommen, sieht sich Elliot mit zwei dicken Problemen konfrontiert: Zum Einen möchte der Jäger Shaw ihn in seine Sammlung ausgestopfter Pelzträger aufnehmen und zum anderen bekommt er es mit einem Grizzlybären zu tun, der im Wald völlig orientierungslos ist. Zu Beginn erlernt ihr mit Boog und Elliot die grundlegende Aktionsvielfalt kennen, welche tatsächlich betrachtet doch etwas arg eingeschränkt ist. Der Grizzly kann Dank seines Gewichtest nur laufen, einige Dinge greifen, aber nicht springen. Gelegentlich streift ihr aber ein Hirschgebiet, in das ihr den einhornigen Hirsch werfen könnt und damit die Rolle des Plappermauls übernimmt. Dieser wiederum springt munterfröhlich über Baumstämme hinweg und gelangt agil auf höher gelegene Plattformen. Arbeitsteilung und ein Offenes Auge für die Wildnis ist deshalb stets gefragt!

    Lernfähige Tiere

    Auch Tiere können sich weiterentwickeln und neue Fähigkeiten erlernen, so auch Elliot und Boog. Während Elliot sich auf einige wenige Dinge wie den Hasenwurf beschränkt, kann Boogie den wilden Bären in sich entdecken. Ordentliches Brüllen wird nicht nur jedes Wild erschrecken, sondern auch die Jäger in die Flucht treiben. Deutlich unterhaltsamer ist das Duo aber, wenn Boogie den Hirsch als Wurfgeschoss oder Prügel missbraucht. Warum der 400 Kilogramm schwere Brocken aber auf die Hilfe andere Tiere angewiesen ist, wenn er Fässer, Kisten oder Bretterverschläge aufbrechen soll, wird wohl ein Geheimnis der Ideengeber dieses Spieles bleiben. Im Gegensatz zu den großen Varianten erlernt Boogie seine Fähigkeiten automatisch und muss diese auch nicht weiter ausbilden.

    Ich werde gleich stinkig Ich werde gleich stinkig Oberstes Ziel des Bären ist es, seine Garage in Timberline wieder zu finden und unter den Menschen zu leben. Der Weg ist aber steinig und schwer, deshalb ist er auf die Hilfe von Elliot als erfahrenes Wildtier, aber auch diverse andere Waldbewohner angewiesen. Eichhörnchen, Stinktiere, Enten und Bieber haben es aber ganz und gar nicht gerne, wenn sich Fremde in ihre Kultur einmischen. Deshalb müsst ihr erst einmal das Vertrauen der Tiere gewinnen. Viele kleine Aufgaben müssen erledigt werden, bis sich ein Oberhaupt wirklich freundlich gibt. Anschließend könnt ihr aber auf das Repertoire der Tiere zurückgreifen und diese als "Powerups" nutzen. Mit der Eichhörnchenramme barsten Barrieren, der Duft eines Stinktiers vertreibt Jäger und Dornenbüsche, Enten sorgen für ein Schutzschild und die Bieber bringen die Erde durch den Schwanz zum beben. Geschickt haben die Entwickler die tierischen Fähigkeiten in das Gameplay eingebaut und daraus wiederum viele keine Denkaufgaben erstellt.

    Missionsaufbau

    Ihr werdet immer eine Mission zu erfüllen haben, welche innerhalb der sechs Areale zu erledigen ist. Das Lösen der Aufgaben ist aber kinderleicht, denn zu den minimalistischen Beschreibungen gesellen sich Orientierungspfeile hinzu. Wer stets dieser Anweisung folgt, wird ohne Hirnschmalz früher oder später am Zielort eintreffen, dort einer der vielen von Jägern gefangenen Waldbewohner befreien, Gegenstände auffinden oder "Personen" antreffen. Wer dennoch die Orientierung verliert, findet den Zielort auf der Übersichtskarte deutlich markiert. Die simplen Aufgaben führen zu einem äußerst trägen und in kürzester Zeit ziemlich öden Gameplay, welches euch generell von Punkt A nach B scheucht und nur sehr wenig Denkarbeit voraussetzt. Wenige Barrieren müssen mit Hilfe der wildlebenden Tiere beseitigt werden und einige Feinde sorgen dafür, dass man ab und an auch Lebensenergie verliert. Wie auch schon auf den Heimkonsolen sind die Missionen extrem einfach, so dass man hier kaum von einer richtigen Aufgabe sprechen kann - geschweige denn von einem hohen Unterhaltungswert.

    Das Eichhörnchenrennen Das Eichhörnchenrennen Selten tritt im tristen Alltag die Abwechslung ein, welche sich in Form einiger Minispiele zeigt. Eine korrekte Wiedergabe einiger Tasten verwandelt den Brummbären in ein Popsternchen, geschicktes Stellungsspiel sorgt für einen guten Fischfang und wer im richtigen Augenblick die passende Taste drückt, wird dem Wurm eine aufs Dach geben. Zum Glück tauchen solche kleine Minispiele immer wieder mal auf, ansonsten würde sich der Trip durch den Wald gähnend langweilig gestallten. In jedem Hoheitsgebiet gibt es noch eine spezielle "Task" zu erledigen. Bei den Eichhörnchen wird ein Rennen veranstaltet, die Bieber sorgen für eine feuchtfröhliche Floßfahrt und bei den Enten gibt ist ein invertiertes Moorhuhnspiel (ihr seid das Huhn oder besser gesagt die Ente). Zuviel Abwechslung solltet ihr aber nicht erwarten, denn trotz der Ideen finden sich nur sehr wenige solcher spaßiger Elemente wieder.

    Fast schon möchte man von Glück reden, wenn nach etwa vier Stunden der Spaß ein Ende findet und der Abspann über den Bildschirm flimmert. Selbst die Kleinsten werden sich nicht wirklich lange mit dem Titel beschäftigen können. Über dieses Manko können weder die freischaltbaren Bonusbilder, noch der Mehrspielermodus hinweg täuschen. Kurzweilige Unterhaltung können die Rennen, Geschicklichkeits- und Gedächtnisspiele durchaus bieten, nur leider braucht jeder der bis zu vier Teilnehmer eine eigene "Jagdfieber" UMD, was mit Sicherheit bei einem Treffen kaum der Fall sein wird.

    Wer hat diese Technik verbrochen?

    Als absolut nicht zufrieden stellend muss die Technik bezeichnet werden. Die Areale selber sind durchaus nett gestaltet, wurden mit einigen Details wie Büschen sowie Bäumen verziert und bergen aufgrund der vielen Tiere Leben in sich. Dank des tollen Missionsdesign stapft ihr aber immer wieder durch die selben Gebiete und die werden schon recht schnell langweilig. Die Charaktere sind eigentlich ganz nett geworden. Während der große Bär mit seinem netten Hüftschwung recht gut zur Geltung kommt, fällt der sperrige Elliot leider kaum auf. Insgesamt eine solide, wenn auch nicht gerade überragende Optik, die uns geboten wird.

    Akzeptable Optik Akzeptable Optik Grafik allein ist aber nicht alles! Während der Jäger einzig allein vor Schreck vergisst, seine Schrotflinte zu laden, scheint das Spiel grundsätzlich Ladehemmungen zu haben. Jede Gelegenheit wird ausgenutzt um Daten von der UMD zu lesen. Seien es nun Animationen nach einem Treffer oder aber stumpfsinnige Sprachsamples: Nicht selten stockt der Atem und das Spiel begrüßt euch mit einem kurzzeitig auftretenden Standbild. Technische Fehler, welche der Vergangenheit angehören sollten und einfach nicht mehr passieren dürfen. Hinzu kommt bei schnellen Bewegungen der unschöne Effekt des Tearings, bei dem Teile des Bildes dem Rest hinterher hinken.

    Musikalisch bekommt ihr eh recht wenig auf die Ohren. Wenn es hektisch wird und Feinde auftauchen, ertönt eine recht schnelle Mucke und heizt das Gefecht an. Nur leider verpasst diese immer wieder den Einsatzzeitpunkt und präsentiert seine Klänge zur falschen Zeit am falschen Ort! Ansonsten lauscht ihr ausschließlich den Geräuschen einer freien Wildbahn - also dem Zwitschern der Vögel, dem Rauschen des Windes in den Bäumen und dem Zirpen der Grillen. Die Idylle wird aber immer wieder durch schnell ausdruckslos werdende Kommentare von Elliot gestört. Boogie könnte ihm durchaus mal seine Meinung sagen, damit er die Klappe hält - ihr habt aber immerhin die Möglichkeit, den Sound der PSP komplett abzuschalten!

    Jagdfieber (PSP)

    Singleplayer
    5,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Zwei unterschiedliche Charaktere
    nette Minispiele
    Spielspaß für die Kleinsten
    Kurzzeitige Standbilder
    fehlerhafte Soundausgabe
    lasche Sprachausgabe
    extrem simple Missionen
    sehr kurze Spielzeit
    kaum originelle Ideen
    weniger Umfang als auf den Heimkonsolen
  • Jagdfieber
    Jagdfieber
    Release
    02.11.2006

    Aktuelles zu Jagdfieber

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991012
Jagdfieber
Jagdfieber im Gamezone-Test
Boogie und Elliot treiben ihr Unwesen auch auf der PSP, überzeugen können sie dort aber ebenfalls nicht.
http://www.gamezone.de/Jagdfieber-Spiel-8139/Tests/Jagdfieber-im-Gamezone-Test-991012/
15.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/OPEN_SEASON_PSP_02.jpg
tests