Gamezone - Die Community von Spielern für Spieler!

Jagged Alliance: Back in Action (PC)

Release:
09.02.2012
Genre:
Strategie
Publisher:
Strategy First Inc. (CA)

Entwickler I-Deal Games betrogen?

20.11.2004 10:36 Uhr
|
Neu
|

Entwickler I-Deal Games betrogen? [Quelle: ] Der kleine recht unbekannte aus Russland stammende Entwickler I-Deal Games wirft seinem ehemaligen und mittlerweile insolventen Publisher Strategy First Rufschädigung und Betrug vor.

In Kooperation mit dem Publisher hat I-Deal Games an einer Neuauflage des Rundenstrategiespieles Jagged Alliance 2 mit dem Namenszusatz Wildfire, das Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, gearbeitet. Aus den Einnahmen habe man bei I-Deal keinen Anteil abbekommen.

Aus diesem Grunde lag hier ein Vertragsbruch vor, der vorsieht, dass der Entwickler die vollständigen Rechte am Spiel zurückbekommen. Daher ist man derzeit auf der Suche nach einem neuen Publisher.
In seinem öffentlichen Schreiben gab I-Deal Games zudem an, dass die Zusammenarbeit mit S.F. sehr merkwürdig lief. Die Qualitätssicherung konnte sollte zunächst anfangs des Sommers 2003 beginnen, konnte jedoch aufgrund Probleme seitens S.F. erst am Ende des Jahres durchgeführt werden.

Doch als die Sicherung nach einer Vorlaufszeit von etwa zwei Monaten im Februar 2004 begann, kündigte der Publisher das Spiel schon für März an.

Außerdem gab es bei der Auslieferung der Spielversion Fehler auf Verschulden von S.F., so dass ältere verbuggte Versionen an die diversen Distributoren geliefert wurden. Diese Versäumnis musste I-Deal Games auf eigene Kosten durch mehrere Patches wieder ausbügeln.

Trotz des Releases bekam I-Deal keinen vertraglich festgeschriebenen Anteil am Verkaufserlös. So musste das Onlineportal aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Nach unergiebigen Vertragsverhandlungen im Juni 2004, warf man S.F. im Folgemonat Vertragsbruch vor, da auch zu diesem Zeitpunkt kein Geld überwiesen wurde. Auf mehrere Vorschläge zur Anzahlung des Verkaufanteils konnte laut I-Deal Games keine Einigung mit dem hochverschuldeten Publisher gefunden werden.

Ende August 2004 meldete Strategy First, der bereits mit 5 Mio. US Doller verschuldete Publisher, dann in Kanada Insolvenz an.

Doch I-Deal Games scheint nicht das einzige Opfer zu sein. Auch der britische Entwicklerstudio Introversion soll nach eigenen Angaben seit Frühjahr 2003 kein Geld mehr von Strategy First bekommen haben. Das Hackerspiel Uplink wurde von S.F. in Kanada und USA vertrieben.

TiTuSs Meinung:
Damit sieht man wieder die Macht des Publishers. Sollten wieder mal total verbuggte Spiele erscheinen, sollte man nicht immer die Unfähigkeit des Entwicklers kritisieren, meist sind diese einfach durch Druckmittel der Publisher gezwungen die Spiele früher rauszubringen.

Quelle: www.golem.de

Neuer Benutzer
Moderation
20.11.2004 10:36 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.11.2004 11:40 Uhr
stimmt wie Halo 2 oder Driver 3 kamen mit bugs auf dem Markt und das nur weil es der Publisher so wollte.