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  • Jak III im Gamezone-Test

    Der letzte Streich der erfolgreichen Jak-Trilogie. Ist er ein würdiges Finale für das ungleiche Helden-Duo?

    Jak und das kleine Ottsel Daxter sind wohl eines der bekanntesten Videospiel-Duos, das es derzeit gibt. Die beiden Helden haben sich bereits in zwei Abenteuern bewährt und kämpfen nun zur Weihnachtszeit wieder Seite an Seite im neusten Ableger der Jak-Trilogie. Bedauerlicherweise ist nach diesem Titel aber Schluss. Ob man sich für das große Finale der Serie noch mal ordentlich ins Zeug gelegt hat und ob Jak3 das Potenzial besitzt, um unter dem Weihnachtsbaum zu landen, erfahrt ihr in diesem Test.

    Jak der Sündenbock

    Ausgesetzt in der Wüste Ausgesetzt in der Wüste Zu Beginn des Spiels wird man gleich mitten ins Geschehen geworfen. Darum lassen wir die Ereignisse aus Teil 2 noch einmal schnell Revue passieren: Jak und Daxter haben Haven City vor dem Bösewicht Kor und den finsteren Metallschädeln gerettet und dadurch wieder Frieden in die Stadt gebracht. Jak kam dabei in Berührung mit dunklem Eco und war den Bewohnern seither ein wenig unheimlich. Sie misstrauten seinen finsteren Kräften. Ein Jahr vergeht und nun kommen Gerüchte auf, dass Jak für die abermals angespannte Lage in der Stadt verantwortlich sei und daher wird er kurzerhand in die Wüste verbannt. Sein Überleben scheint ernsthaft in Gefahr zu sein, doch glücklicherweise wird er von einigen Bewohnern der Wüstenstadt Spargus aufgesammelt. Hier muss er sich jedoch erst den nötigen Respekt verdienen und bestimmte Aufträge erfüllen, bevor er sich zurück nach Haven City begeben kann, um die Stadt erneut zu retten.

    Abwechslung ist Trumpf

    Einer der Wüstenflitzer Einer der Wüstenflitzer Wie nicht anders zu erwarten war, kann auch der dritte Teil der Serie wieder mit einem unglaublichen Abwechslungsreichtum glänzen. Es würde schlichtweg den Rahmen sprengen, wenn man das ganze Spektrum der Vielfältigkeit aufzählen wollte. Hier jedoch einige Beispiele, damit man sich etwa vorstellen kann, was einen so erwartet: In der Wüste stehen einige Fahrzeuge bereit. Je nach Mission müsst ihr diese nutzen, um an bislang unerreichbare Orte zu gelangen, Rennen zu fahren, Artefakte einzusammeln oder Gegner zu besiegen. Dafür sind die meisten der Vehikel mit einem Maschinengewehr oder Granatwerfer ausgerüstet. Besonders zu Beginn stellt dies einen der zentralen Punkte des Spieles dar. Doch keine Sorge, Jak3 mutiert trotz dessen nicht zum Rennspiel, denn im weiteren Verlauf werden die Fahrzeugmissionen wieder seltener. Während im Vorgänger sehr stark auf ein Spielprinzip gesetzt wurde, das an GTA erinnert, hat man sich dieses Mal ein wenig davon distanziert und nur noch ab und an darauf zurück gegriffen.

    Paragliding mal anders Paragliding mal anders Erst später muss man sich in den Überresten von Haven City auf solche Art und Weise fortbewegen. Man kann also eine Tendenz, weg von GTA, hin zum Jump'n'Run erkennen, welche dem Spiel recht gut getan hat. Außerdem nehmt ihr Platz auf einem Geschützturm, in einem Paraglider, auf dem Rücken einer gefräßigen Echse, ihr steuert einen feindlichen Roboter, löst durch richtige Tasteneingabe Rätsel, düst in alter F-Zero Manier mit einem Highspeed-Gleiter durch enge Tunnels und vieles mehr. Die Bandbreite ist unglaublich groß und bis zum Ende begegnet ihr immer wieder neuen, lustigen Herausforderungen.

    Das klassische Jump'n'Run?

    Daxter auf der Rakete Daxter auf der Rakete Jak3 kann eigentlich schon gar nicht mehr als reines Jump'n'Run bezeichnet werden, denn die vielseitigen Missionen bringen eine Menge Rennspiel- und Action-Flair ins Gameplay. Obwohl diese beiden Bereiche ziemlich stark vertreten sind, braucht man sich um die klassischen Jump'n'Run Elemente keine Sorgen zu machen, denn Jak3 dreht sich in erster Linie immer noch um genau diese. An Stangen schwingen, über Abgründe springen oder Gegner kurz und klein prügeln, steht also auch weiterhin auf dem Programm. Ob Hüpfpassagen oder andere Geschicklichkeitsübungen, ihr werdet sehr häufig mit dergleichen konfrontiert. Die Grundeigenschaften von Jak und Daxter haben sich dabei auch nicht verändert. Wirbelattacke, Rolle oder Schlag, es ist alles beim Alten geblieben. Auch das Hoverboard darf natürlich nicht fehlen. Im Stil eines Tony Hawk wird damit über Abgründe gesprungen, auf Stangen gegrindet oder über Wasser gedüst. Während man bislang immer in die Rolle von Jak geschlüpft ist und Daxter eher den passiven Held mimte, darf dieser auch endlich mal gesteuert werden. Bei engen Bereichen, durch die nur das kleine Ottsel passt, muss man ihn an Gefahren vorbei lenken, um schließlich seinem Kumpel Jak den Weg frei machen zu können. Der kleine Fellknäuel darf sogar mal auf einer Rakete reiten.

    Neue Waffen braucht der Held

    Coole neue Waffen Coole neue Waffen In seinem letzten Abenteuer durfte Jak bereits Hand an die eine oder andere Knarre legen, doch dieses Mal wurde sein Waffenarsenal beträchtlich aufgestockt. Die alten Wummen sind natürlich auch wieder dabei, jedoch mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Sie lassen sich aufrüsten. Jede Waffe bekommt im Laufe des Spiels zwei Upgrades spendiert, sodass die anfängliche Anzahl von vier Stück auf zwölf ansteigt. Dadurch entsteht eine bunte Auswahl an Streugewehr, Miniselbstschussanlagenwerfer, Maschinengewehr, Raketenwerfer und etliche andere. Es gibt sogar Geschosse die von den Wänden abprallen, die Feinde verfolgen oder einen kleinen Atompilz hinterlassen. Die Waffen spielen dieses Mal eine ziemlich tragende Rolle, aber drängen sich nicht in den Vordergrund. An einigen Stellen sind sie zwangsläufig nötig, aber ansonsten ist ein gutes Durchkommen auch ohne Waffeneinsatz möglich. Sie erleichtern einem häufig die Situation, stehen aber nicht im Mittelpunkt. Dennoch lässt sich hier wohl kaum eine Ähnlichkeit zu Ratchet & Clank abstreiten. Während der erste Teil der Jak-Serie noch voll auf Jump n Run setzte, ließ man sich bereits beim Vorgänger durch Ratchet & Clank inspirieren. Das ist jedoch nicht negativ zu sehen, denn die Waffen bereichern das Gameplay ohne dieses jedoch völlig umzukrempeln. Jak3 bietet noch so vieles mehr, da ist das Waffenarsenal nur einer von vielen wichtigen Faktoren.

    Heller Jak vs dunkler Jak

    Der dunkle Jak... Der dunkle Jak... Seit Jak in Berührung mit dunklem Eco gekommen ist, kann er sich in sein düsteres Ich verwandeln. Das hat nicht nur den Effekt, dass er cool aussieht und Krallen hat, sondern bringt auch neue Eigenschaften mit sich. Die dunkle Bombe oder die dunkle Explosion kann eine ganze Horde von Gegnern in näherer Umgebung erledigen. Mit dem dunklen Schlag schmeißt ihr euren Gegnern einen düsteren Lichtblitz entgegen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Fähigkeiten, wird dieser Angriff aber zwangsläufig benötigt, da manche brüchige Mauern nur mit dem dunklen Schlag zerstört werden können. An einigen Stellen gibt es kleine Statuen, bei denen ihr euch in dieser Gestalt sogar unsichtbar machen könnt.

    ...und der helle Jak ...und der helle Jak Neu ist nun aber die Möglichkeit sich in den hellen Jak zu verwandeln. Auch dieser verfügt über zusätzliche Eigenschaften. Durch helle Regeneration gewinnt ihr verlorene Energie zurück und mit dem hellen Schutzschild habt ihr kurzzeitig Ruhe vor gegnerischen Angriffen, da euch diese unter dem Schild nichts ausmachen können. Doch auch als Lichtgestalt gibt es Fähigkeiten, die genutzt werden müssen, um an bestimmten Stellen ein Weiterkommen zu sichern. Durch den Blitz-Frost wird die Zeit verlangsamt, während ihr euch in normaler Geschwindigkeit weiter bewegt. Sehr hilfreich um Gegner zu besiegen, aber unverzichtbar um schnelle Plattformen zu verlangsamen und dadurch an neue Orte zu gelangen. Das ist mittlerweile sicherlich nicht mehr das innovativste Feature, aber dennoch ganz nett. Beim hellen Flug wachsen Jak engelsgleiche Schwingen und er kann durch kurzzeitiges Gleiten größere Abgründe überwinden als zuvor. Das Timing ist hier allerdings ein wenig eigenwillig. Die Verwandlung in den dunklen oder hellen Jak verbraucht aber jeweils dunkles oder helles Eco. Manche Gegner hinterlassen dieses oder man findet es vereinzelt in Krügen, die zerbrochen werden müssen. Es gibt aber auch Auftankstationen bei denen ihr euch in eine helle oder dunkle Lichtsäule stellen müsst, um das Eco aufzufüllen.

    Technische Aspekte

    Effekte satt Effekte satt Wie auch schon sein Vorgänger, kann Jak3 durch eine einwandfreie Grafik überzeugen. Die riesigen Areale begeistern durch abwechslungsreiches Leveldesign. Besonders beeindruckend ist das tobende Leben in der Stadt. An jeder Ecke ist die Hölle los, da sich die verschiedenen Fraktionen bekriegen. Scharen von Menschen und Maschinen lassen hier die Fetzen fliegen. Bedauerlicherweise kann das Spiel (wie schon sein Vorgänger) hin und wieder leicht ins Stocken kommen, aber das klingt schlimmer als es ist. Bei dieser Grafikpracht ist das absolut zu verschmerzen. Die Effekte der einzelnen Waffen und Jaks Spezialangriffe, als dunkle oder helle Gestalt, sind spitze gelungen. Nicht selten wird hier der komplette Bildschirm mit Explosionen oder gigantischen Attacken geflutet. Auch die Animationen können sich sehen lassen. Gestik und Mimik sollten hierbei besonders hervorgehoben werden. So richtig lebendig wirken die Charaktere jedoch erst durch die einwandfreie Synchronisation. Die Zwischensequenzen sind dank der sehr guten deutschen Sprecher ein wahres Highlight. Der Humor zeigt sich auch dieses Mal in gewohnter Stärke und so wird man besonders durch Daxter häufig zum Lachen gebracht. Die Hintergrundmusik ist hingegen eher durchschnittlich. Diese düdelt meist vor sich hin, ohne dass man sie so richtig wahrnimmt.

    Steuerung und Schwierigkeitsgrad

    Damas, König von Spargus Damas, König von Spargus Was die Steuerung angeht, hat man eine ganze Palette an Funktionen perfekt auf die verschiedenen Knöpfe gelegt. Sie ist nicht überladen und man fühlt sich auch nie damit überfordert. Einige der Fahrzeuge in der Wüste kommen allerdings sehr schnell ins Schleudern und steuern sich damit etwas schwammig. Auch das Timing beim hellen Gleiten ist sehr eigenwillig. Ansonsten ist die Steuerung aber gelungen. Neben diesen kleinen Dingen, die hin und wieder die Nerven belasten, gibt es aber sehr wenige Frustmomente. Im Vergleich zu Jak2 hat man ordentlich am Schwierigkeitsgrad gefeilt und mehr faire Rücksetzpunkte eingebaut. Die vielen frustigen Stellen wurden nahezu komplett entfernt. Wer jetzt die Befürchtung hegt, dass es nun zu einfach sein könnte, der sei entwarnt: Auch der dritte Teil verlangt einiges vom Spieler ab, wird jedoch nie unfair oder unmenschlich schwer. Ihr habt ca. 15 Stunden lang ordentlich was zu tun. Zusätzlich gibt es in allen Gebieten noch einige Anlaufstellen, bei denen ihr die aufgesammelten Metallschädel-Steine eintauschen könnt. Für die Bezahlung bekommt ihr die Möglichkeit einen bestimmten Rekord in einem Minispiel zu schlagen. Beispielsweise mit einem Fahrzeug über drei Meter weit zu springen oder in der vorgegebenen Zeit verschiedene Objekte einzusammeln. Schafft ihr dies, so werden neue Geheimnisse freigeschalten, welche ihr euch mit Precursor Orbs kaufen könnt. Unter anderem ein nettes Album mit vielen Konzeptzeichnungen der Locations und Charaktere, eine Szenenauswahl und vieles mehr.

    Jak III (PS2)

    Singleplayer
    8,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    noch größere Gebiete als im Vorgänger zu erforschen
    einwandfreie Grafik
    spitzen Humor
    perfekte Synchronisation
    gelungenes Leveldesign
    unglaublich abwechslungsreiche Missionen
    Daxter (wenn auch sehr selten) spielbar
    guter Genre-Mix
    ordentlicher Umfang
    Musik eher durchschnittlich
    hier und da könnte die Steuerung präziser sein
    seltene "Tearing"-Bildfehler
    Neulingen ohne Kenntnisse der Vorgeschichte wird nichts erklärt
  • Jak III
    Jak III
    Developer
    Naughty Dog
    Release
    18.10.2004

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Iron Man Release: Iron Man Sega , Secret Level
    Cover Packshot von Jurassic: The Hunted Release: Jurassic: The Hunted
    Cover Packshot von Jak and Daxter: The Lost Frontier Release: Jak and Daxter: The Lost Frontier Sony Computer Entertainment , High Impact Games
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Jak III
Jak III im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Jak-III-Spiel-8195/Tests/Jak-III-im-Gamezone-Test-990095/
06.12.2004
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