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  • Jam Sessions im Gamezone-Test

    Erwartet bloß kein Spiel! Jam Session ist ein Instrument - zumindest die etwas skurrile Ausgabe davon.

    Sony und vor allem Harmonix waren mitunter die Wegbereiter für den derzeitigen Erfolg der Musikspiele. Vor "Singstar" und "Guitar Hero" galten Spiele wie "Dancing Stage" oder auch "Beatmania" als Freakware für ausgeflippte Zocker. Im Zuge der Massenvermarktung steigen nun auch zahlreiche weitere Firmen in das Geschäft ein, schließlich möchte man ebenfalls ein Stückchen von der leckeren Torte abbekommen. Plagiate, Klonversuche und einige kreative Werke überschwemmen den Markt, wobei letztere Abteilung eher seltener etwas zustande bringt. Mit "Jam Session" verabreicht uns Ubisoft aber ein solch seltenes Exemplar an frisch gebackenen Ideen. Doch Vorsicht! Als Spiel kann man diesen Titel nicht mehr bezeichnen!

    Jam Sessions Jam Sessions Ganz alleine darf der Franzose aber die Lorbeeren nicht einheimsen, denn ursprünglich stammt der Titel aus dem Land der aufgehenden Sonne und ist dort eher unter "Hiite Utaeru DS Guitar M-06" bekannt. Die Entwickler von Plato zeigen sich für "Sing & Play DS Guitar M-06" - so der verständliche Name - verantwortlich. Ubisoft griff die Idee nur auf und portierte das Prinzip für den westlichen Markt. Die Anpassung erfolgte, wie so oft bei Musikspielen, im Bereich der Songliste. Diese hat man unseren Gehörgängen angenähert und präsentiert statt japanischer und ausgeflippter Popkultur etwa 40 Songs angefangen bei den Jackson 5 und Jimi Handrix, bis hin zu modernen Interpreten wie Avril Lavigne, Juli oder den Guano Apes. Auffällig nur, dass sehr viele französische, spanische und italienische Interpreten und Bands vorhanden sind, was die Aussprache doch deutlich erschwert. Prinzipiell sind Noten wie auch Lyriks auf dem Modul vorhanden. Ihr könnt eure Lieblingsmucke also aus vollem Halse mitsingen und mit dem DS nachspielen. Der kleine, aber sehr feine Unterschied im Bezug auf sämtliche andere Musikspiele liegt aber in der Art und Weise, wie euch die Vorgaben gemacht werden!

    Gameplay? Was ist das?

    Die Songliste:Beck - Jack-AssBob Dylan - Like A Rolling StoneBob Marley - No Woman No CryColdplay - YellowDeath Cab For Cutie - I Will Follow You Into DarkThe Fray - Over My HeadNirvana - The Man Who Sold The WorldAvril Lavigne - I'm With YouRascal Flatts - Life Is A HighwayBlind Melon - No RainJohnny Cash - I Forgot More Than You'll Ever KnowJanis Joplin - Me And Bobby McGeeJackson 5 - Never Say GoodbyeMarvin Gaye - What's Going OnJimi Hendrix - Wild ThingAmy Winehouse - You Know I'm No GoodTom Petty - Needles And PinsThe Pigeon Detectives - I'm Not SorryIndochine - J'ai demandé à la luneLes Négresses Vertes - Voilà L'étéLouise Attaque - J't'emmène au ventMickey 3D - RespirePierpoljak - Je Sais Pas JourNacha Pop - Chica de ayerMecano - Hoy No Me Puedo LevantarLoquillo - Cadilec SolitarioLos Ronaldos - Adiós PapáAlaska Y Dinarama - A Quién Le ImportaBattiato - Centro Di Gravità PermanentePino Daniele - Je So PazzoEros Ramazzotti - Più Bella CosaGiorgia - Come SampreiLitfiba - Il Mio Corpo Che CambiaJuli - Perfekte WelleNena - Irgendwie Irgendwo IrgendwannJuli - Geile ZeitGuano Apes - Open Your EyesBell Book & Candle - See Ya

    Wie Eingangs schon erwähnt, sollte man absolut kein spielerisches Element ähnlich wie in der bekannten "Guitar Hero" Serie erwarten. Es gibt bis auf einen lächelnden und nichts aussagenden Smilie weder entsprechende Wertungen für eurer Talent, noch müsst ihr euch direkt an irgendwelche vorgegebenen Noten halten. Wird ein vorhandener Song gespielt, muss eine gewisse Folge von Akkorden zwar angeschlagen werden, wann und wie ist aber vollkommen eure Sache. Damit sich aber "No Woman No Cry" eben so anhört, wie ihn Bob Marley einst aufgeführt hat, sollte man einen gewissen Respekt zollen und passend angezeigte Notenlinien einhalten. Damit kommen wir aber zur Hauptproblematik von "Jam Session". Während uns "Guitar Hero" oder ein anderes Musikspiel zeitliche Vorgaben macht und genau anzeigt, wann und welche Note zu spielen ist, müsst ihr bei diesem Titel eine musikalische Ader beweisen. Rhythmus, Notenlänge und Art des Saitenanschlags basiert auf Gefühl und vor allem Gehör. Wer also nie etwas mit Instrumenten anfangen konnte, wird auch Songs wie "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" komplett verhunzen können.

    Im Gegensatz zu allen bisherigen Musikspielen steht bei "Jam Session" die künstlerische Freiheit des DS Besitzers komplett im Vordergrund. Euch werden - vor allem im freien Modus - kaum bis keine Vorgaben gemacht, was und wie ihr zu spielen habt. Die Hauptsache ist einfach, dass es in euren Ohren nach Musik klingt! Begabte Tonkünstler und Gitarristen greifen zum DS, verbinden das Gerät mit einer fetten Anlage und beginnen, mit geschlossenen Augen die Saiten zu zupfen. Nach und nach wird ein Akkord gespielt und zu einer Gesamtkomposition zusammengefügt. Im freien Modus stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung. Bis zu 100 verschiedene Akkorde sorgen dafür, dass jeder erdenkliche Song mit entsprechenden Kenntnissen und ein wenig Fingerspitzengefühl nachgespielt werden kann. Wer sich aber eher als Komponist sieht, kann auch eigene Klangwerke verewigen und Dank einer integrierten Aufnahmefunktion einige Kreationen abspeichern. Wer weiß, vielleicht kann man aus den kleinen Samples ja irgendwann einen Charthit produzieren!

    Der DS am Lagerfeuer

    Das Spielprinzip - wenn man es denn so nennen möchte - ist äußerst simpel gehalten. Über das Steuerkreuz wird ein entsprechender Akkord ausgewählt und mit dem Stylus werden die Saiten der Gitarre auf dem Touchscreen durch einen schnellen Zug gespielt. Anschlagseite und Geschwindigkeit bestimmen, wie der Klang sich letztendlich entfaltet. Direkt sind nur 8 Akkorde vorzufinden, mit den weiteren Tasten kann man aber zwischen Dur und Mol unterscheiden und die restlichen Griffe auswählen. Zugegeben, im Eifer des Gefechts nicht gerade bedienerfreundlich und ziemlich ungeschickt gelöst. Damit verkommt das freie Spiel zur Suche und wer sich nicht mit den ganzen Akkordpaletten auskennt, wird vor lauter Bäume den Wald wohl nicht mehr erkennen. Wird dagegen ein Song nachgespielt, zeigen verschiedene und für Nichtkenner verwirrende Buchstaben aus der Welt der Musik die Akkorde an. Diese muss man einfach nachspielen und schon sollte eine vertraute Begleitmelodie erklingen. Ein Problem für die meisten eher unmusikalischen Nutzer von "Jam Session" dürfte der Klang sein, denn gespielt wird quasi eine akustische Begleitgitarre. Man muss sich das wie in den Westernfilmen vorstellen: Ein Cowboy sitzt mit seiner Klampfe am Lagerfeuer und stimmt zur Belustigung seiner Kumpels einen Song nach dem anderen an. Die Gitarre dient diesem Haudegen aber einzig allein der Begleitung und die Melodie summt oder singt er selber. Genauso verhält es sich auch mit "Jam Session". "Wild Things" dürfte mitunter einer der Songs sein, die man am ehesten ohne Gesang erkennen kann, bei fast allen anderen Titeln ist dies aber beim besten Willen nicht mehr der Fall. Erst wenn die Lyriks zusätzlich mitgesungen werden, kommt eine vertraute Musik auf, auch wenn die Nachbarn dann vielleicht die Flucht ergreifen.

  • Jam Sessions
    Jam Sessions
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    27.09.2007
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Jam Sessions
Jam Sessions im Gamezone-Test
Erwartet bloß kein Spiel! Jam Session ist ein Instrument - zumindest die etwas skurrile Ausgabe davon.
http://www.gamezone.de/Jam-Sessions-Spiel-8364/Tests/Jam-Sessions-im-Gamezone-Test-991463/
05.10.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/10/JamSessions0011.jpg
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