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  • James Bond 007: Ein Quantum Trost - Ein Quantum Spielspaß? - Leser-Test von smikz

    James Bond 007: Ein Quantum Trost - Ein Quantum Spielspaß? - Leser-Test von smikz Wenn man sich die Reihe der Spiele-Umsetzungen bekannter Filmstreifen anschaut, wird einem schnell klar, dass diese meist nur das Mittel zum Zweck sind, um zusätzliche Erlöse in die Kassen zu spielen. Das die Qualität dabei meist auf der Strecke bleibt, beklagen Videospieler schon seit langem, die Anzahl der Topgames, die auf einer Filmlizenz basieren, lässt sich an zwei Händen abzählen. Das Entwicklerteam von Treyarch hat sich fest vorgenommen, mit Ein Quantum Trost in diese Gattung hineinbefördert zu werden und stellte schon im Vorfeld große Ansprüche. Es wird, dank der bereits in Call of Duty 4 eingesetzten und bewährten Engine, genial aussehen, die Originalcharakter, allen voran Daniel Craig, werden mit von der Partie sein. Und man wird nicht nur den aktuellen Kinostreifen nachspielen, sondern auch der erste Craig-Film Casino Royal soll im Spiel auftauchen. Doch wird es das Spiel schaffen, die inhaltlichen Lücken, die während des Kinobesuches entstanden sind, zu schließen, die dort präsentierte Action ordentlich und spaßig in das Game einzubinden und für echte Bond-Atmosphäre zu sorgen?

    Quantum? Ellipsis? Wer zur Hölle?
    Wie bereits angesprochen spielt man in Ein Quantum Trost beide Craig-Filme nach, das aber auch nur zu Bruchstücken. Man beginnt gleich zwischen den beiden Filmen, zur Erinnerung: Am Ende von Casino Royal schießt Bond dem fiesen Mr. White ins Bein, um an Informationen der Organisation Quantum zu bekommen, welcher White angehört. Zu Beginn von Ein Quantum Trost liegt der besagte Herr gleich im Kofferraum, doch was passierte zwischendurch? So jagt man dem Mann auf dem Gelände seiner Villa hinterher, muss sich aber dabei mit dutzenden Leibwächtern herumschlagen, also wird geschossen was das Zeug hält.
    Die Schauplätze sind wirklich ordentlich verteilt, Kenner des Filmes werden gleich alle wieder erkennen und eine dementsprechend große Freude empfinden. So jagt man dem Bombenleger aus dem ersten Teil über die Baustelle hinterher, stattet dem Casino Royal einen Besuch ab oder gönnt sich einen Blick auf die Oper in Bregenz. Man bekommt hier wirklich eine abwechslungsreiche Auswahl an Locations geboten, leider sind diese so unchronologisch verteilt, dass man sich fragt, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Oder mag mir einer erklären, warum man zunächst sich zunächst in Siena am Mörder von Vesper rächen mag und danach mit ihr in einen Zug nach Montenegro zu steigen. Auch die Präsentation der Einsatzziele ist mehr als dürftig ausgefallen und besteht scheinbar nur aus einigen Sprachsamples der Spiele, wer die Filme nicht kennt, wird die Story von Ein Quantum Trost als unsinnig bezeichnen.
    Mehr Einblicke verschaffen auch die Level nicht, deren Orte man in den Filmen nur kurz oder gar nicht zu Gesicht bekam. Allen voran die Szene im Zug nach Montenegro, die im Spiel viel umfangreicher ausgefallen ist als in Casino Royal, aber nicht wirklich informativer ist. Das liegt vielleicht auch zum Teil am langweiligen Leveldesign, welches einem schlicht von Punkt A zu Punkt B führt und kreative Lösungsvorschläge somit im Keim erstickt. Wie die meisten Ego-Shooter ist auch Ein Quantum Trost streng linear, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss, auf Dauer (wenn man bei der kurzen Spielzeit von Dauer sprechen kann) jedoch eher langweilt. So ist man lediglich einer gewissen Anzahl an gegnerischen Einheiten ausgesetzt, die es abzuschießen geht, um gesund zum nächsten Levelabschnitt wandern zu können. Abhilfe schafft da auch kaum, dass es möglich ist, lautlos durch einige Gegenden zu spazieren und in Splinter Cell - Manier Feinde zum umgehen oder ohne einen Ton auszuschalten. Wirklich notwendig ist das jedoch zu keiner Zeit, da man auch wahllos rumballernd sein Ziel erreichen kann. Zwar bekommt man es da stets mit ein Hand voll mehr Einheiten zu tun, was jedoch niemals schwer zu meistern ist. Ansonsten fallen die Missionen für einen Shooter gewöhnlich aus, mal muss man als Scharfschütze Vesper decken, mal sich an ein Geschütz setzen und ankommende Gegner ummähen. Alles schon einmal gesehen, nicht besonderes!
    Immerhin hat man einige Möglichkeiten, mit der Umwelt zu interagieren. So kann man sich an bestimmten Stellen in das Kamerasystem hacken, woraufhin die Positionen der feindlichen Einheiten auf der virtuellen Karte angezeigt werden. Für vorsichtige Spieler ist das sehr von Vorteil, kann man aus der Ferne seine Strategie planen. Zudem sind zum Teil auch Kameras in den bewachten Bereichen installiert worden, die schon beim kleinsten Anzeichen des britischen Geheimagenten Alarm schlagen und schwer bewaffnete Soldaten locken. Glücklicherweise befindet sich stets ein Kontrollkasten in der Nähe, sodass man die Kamera lautlos deaktivieren kann und ungesehen weiter schreiten kann. Des Weiteren befinden sich an einigen Türen Schlösser, die in einem kleinen, aber anspruchslosen Minispiel geknackt werden müssen. Auch hier hätte man sicherlich ein wenig mehr Kreativität an den Tag legen können.
    Dank einem bei Uncharted geklauten Deckungssystem hat man zu jeder Zeit die Möglichkeit, Schutz hinter vermeintlich sicheren Objekten zu suchen um somit ankommenden Projektilen aus dem Weg zu gehen. Das klappt steuerungstechnisch auch sehr gut, ist auch sehr hilfreich, da die keineswegs dummen Gegner den Spieler ein ums andere mal geschickt flankieren und plötzlich neben einem stehen. Befindet sich doch ein Widersacher gleich neben Bond, so ist es möglich auf Knopfdruck einen Takedown zu vollziehen, der ein klein wenig Reaktionsgeschick voraussetzt. So muss man schnell eine angezeigte Taste drücken, damit Bond dem Gegner eins auf die Rübe haut, was auch durchaus ordentlich in Szene gesetzt worden ist. Wer Das Bourne Komplott gespielt hat, dem wird das sehr vertraut vorkommen, auch wenn man in Ein Quantum Trost nicht diese Vielzahl an Aktionen integriert und diese auch optisch nicht genauso toll inszeniert hat. Dafür klappt im Vergleich zum eben genannten Titel das Ballern um einige besser, geht ab der ersten Spielminute ins Blut und gefällt durchweg: die exakte Steuerung weiß mehr als zu gefallen. Was ein wenig nervt ist, dass man auch während eines Takedowns anfällig für anfliegende Patronenkugeln ist, und man während dieser Aktion keine Deckung suchen kann. Das ist durchaus ärgerlich, da man oft nur noch zusehen kann, wie Herr Craig das zeitliche segnet. Immerhin ist das Schadenssystem bewährt: An einem Bond-Abbild auf dem Interface kann man erkennen, wie viel Lebensenergie man noch aufweisen kann. Wird man eine zeitlang nicht getroffen, so füllt sich diese automatisch, sodass die Suche nach Deckung immens wichtig ist. Glücklicherweise entfällt die Suche nach Medipacks oder dergleichen.
    Die Spielzeit des Games ist kurz. Und damit mein ich wirklich kurz. Nach maximal fünf Stunden wird man sich zwangsläufig den Abspann anschauen dürfen, selbstredend variiert das von einem Schwierigkeitsgrad zum anderen noch ein wenig. Ein wenig gestreckt wird das Ganze, indem der Spieler dazu aufgefordert wird, optional alle in der Spielwelt herumliegenden Mobiltelefone oder Spezialwaffen einzusammeln. Wer Wert auf die Trophy-Unterstützung legt, wird dementsprechend belohnt. Allgemein bekommt man viele Trophäen im Verlaufe des Spieles quasi ,geschenkt, für einige muss man das Spiel oder ein bestimmtes Level wieder und wieder durchspielen. Zusätzlich wird auch eine starke Online-Aktivität mit Trophäen belohnt. Diverse Fahrzeugsequenzen haben laut Treyarch aus qualitativen Gründen ihren Weg nicht mehr ins endgültige Spiel geschafft, was eventuell auch die kurze Spielzeit erklären würde. Aber mir ist das Fehlen solcher Missionen lieber als anstrengende und schlechte Zwischenmissionen zwangsweise spielen zu müssen.
    Rückwirkend finde ich, in den oberen Zeilen ein wenig zu kritisch gewesen zu sein, denn man darf auf keinen Fall denken, dass Ein Quantum Trost keinen Spaß machen würde. Das tut es nämlich, auch wenn nicht konsequent genug. Es ist ein tolles Gefühl, endlich einmal wieder selbst als Bond den Schurken an den Kragen zu gehen.

  • James Bond 007: Ein Quantum Trost
    James Bond 007: Ein Quantum Trost
    Developer
    Treyarch Corporation
    Release
    30.10.2008
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James Bond 007: Ein Quantum Trost
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21.11.2008
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