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  • Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation im Gamezone-Test

    So gut die Idee hinter dem Spiel zum Horrorfilm im Grunde auch ist, so schlecht wurde sie leider umgesetzt.

    Fans japanischer Horrorfilme kennen natürlich Takashi Shimizu's "Ju-On: The Grudge", in dem die Krankenpflegerin Rika in ein verfluchtes Haus kommt welches von der ermordeten Familie des Vorbesitzers heimgesucht wird. Dabei bedient sich der Autor und Regisseur ähnlicher Stilmittel wie schon aus "The Ring" bekannt, also farblos gezeichnete Geisterwesen die besonders durch ihre unnatürliche Körperhaltung sowie die grausigen Gurgellaute aus dem Rahmen fallen. Zu genau diesem Spiel, und unter Mitwirkung von Shimizu, entstand nun ein Gruseladventure für die Wii, welches unsere WiiMote in eine Taschenlampe verwandelt die während des kompletten Spiels unsere einzige Waffe darstellt. Denn in Ju-On wird nicht geschossen oder gestochen, dafür umso mehr geschlichen und geflüchtet.

    Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Sehr angenehm dabei ist, dass wir ausschließlich die WiiMote benötigen, kein WiiMotion Plus oder Nunchuck ist nötig um das Game spielen zu können. Allerdings kann sich ein zweiter Spieler einklinken, dessen Aufgabe sodann alleinig darin besteht den ersten Spieler zu erschrecken, richtig mitspielen nämlich tut er oder sie nicht. Stattdessen kann der zweite Spieler verschiedene Gruseleffekte auslösen, also Blut von der Decke tropfen lassen oder einen Schwarm Fledermäuse gen Spieler schicken.

    Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Das Gameplay hat man innerhalb weniger Sekunden verinnerlicht und die Steuerung konnte einfacher nicht mehr ausfallen. Mit der WiiMote-Taschenlampe leuchten wir in die Dunkelheit und drehen den Charakter sobald wir an den Rand des Schirms kommen, halten wir die B-Taste gedrückt bewegen wir uns in die entsprechende Richtung und mit der A-Taste können wir interagieren. Empfindet man es die ersten Minuten noch als recht spannend, dass sich unser Protagonist sehr langsam bewegt, geht einem das schon recht bald auf die Nerven. Denn wir bewegen uns wirklich sehr langsam, quasi im Schleichgang. Dafür muss man dem Spiel zugute halten, dass man sich eigentlich nicht verlaufen kann. Zwar wirken die Örtlichkeiten nicht wie Schläuche, aber wirklich in die falsche Richtung kann man auch nicht gehen, dafür sorgt das Leveldesign. Es gibt nämlich grundsätzlich nur einen gangbaren Weg, der führt uns meist zu dem einen versteckten Schlüssel, mit dem wir dann die eben noch verschlossene Türe öffnen können. Dazwischen gibt's höchstens noch ein oder zwei Objekte irgendwo zu benutzen, wie eine Sicherung einzusetzen um einen Lift zu aktivieren oder Ähnliches. Man könnte Ju-On also tatsächlich als Casual-Game bezeichnen, denn das Gameplay und die Steuerung sind ganz besonders leicht ausgefallen. Wer also etwas in der Richtung Silent Hill oder resident Evil erwartet, der wird enttäuscht werden.

    Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Leider funktioniert es auch mit dem Gruseln nicht so richtig, obwohl die Soundkulisse insofern stimmt, als dass wir wirklich das originale Kehlkopfgurgeln des Mädchens und das Miauen des kleinen Jungen zu hören bekommen, leider aber ist die Inszenierung der Gruseleffekte nicht wirklich gelungen. Da fällt mal eine Puppe direkt vom Himmel vor unsere Füße, ein Ball rollt das Treppenhaus herunter oder in der Ferne sehen wir eine Gestalt um die Ecke verschwinden. In solchen Momenten sind wir zudem zur Untätigkeit verdammt und dürfen erst wieder spielen wenn der Effekt vorbei ist. Mehr Spaß machen da schon die eingestreuten Schockeffekte während derer wir auch agieren müssen, also die WiiMote gemäß den eingeblendeten Pfeilen schütteln, denn nur so gelingt die Flucht vor den verdrehten Geistwesen. Dabei handelt es sich also eigentlich um Quicktime-Events mit Schüttelsteuerung, was zugleich die größte spielerische Herausforderung darstellt.

    Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation Denn wie man aus dem Text vielleicht schon herausgehört hat, das Gameplay von Ju-On geht schlicht nicht auf und ist dazu auch noch so richtig langweilig. Die meiste Zeit laufen wir in Zeitlupe durch die Finsternis, suchen den einen Schlüssel oder kombinieren die einzigen zwei Objekte, während sich ab und zu irgendwo etwas bewegt, und zur Belohnung gibt's dann pro Level einige wenige QT-Events. Die meisten Gruseleffekte funktionieren deswegen nicht, weil sie viel zu billig umgesetzt wurden. Man erschreckt nicht, nur weil einem ganz kurz ein starres Standbild eines Geistes eingeblendet wird oder wenn sich an der Wand blutige Hände manifestieren, als würden sie mit einem Kartoffelstempel appliziert. Generell müsste man die Entwickler fragen weshalb diese Einlagen so durchwachsen ausgefallen sind, denn ab und zu schafft es das Game tatsächlich uns zu erschrecken, leider viel zu selten und nie so richtig. Trotzdem aber würde ich das Spiel nicht in Kinderhände geben, dazu wirkt die Spielumgebung zu klaustrophobisch und die verdrehten Körper zu unheimlich. Wer aber die zugrundeliegenden Filme kennt, der findet in dem Spiel absolut nichts Neues und wird auch nicht mit Hintergrundinformationen belohnt.

  • Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation
    Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation
    Developer
    Rising Star Games, Ltd.
    Release
    30.10.2009
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Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation
Ju-On: Der Fluch - Die Furchtsimulation im Gamezone-Test
So gut die Idee hinter dem Spiel zum Horrorfilm im Grunde auch ist, so schlecht wurde sie leider umgesetzt.
http://www.gamezone.de/Ju-On-Der-Fluch-Die-Furchtsimulation-Spiel-9727/Tests/Ju-On-Der-Fluch-Die-Furchtsimulation-im-Gamezone-Test-992501/
11.11.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/10/gfzfzgfzgfzgfzg.jpg
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