Jurassic Park: Operation Genesis im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Endlich den eigenen Park aufbauen und managen! Nicht nur für Filmfans zu empfehlen!

Aufbauen. Managen. Überleben!

Wer kennt Sie nicht - die erfolgreichen Dino-Streifen von Steven Spielberg? Millionen von Kinobesuchern waren nicht nur von den atemberaubenden Trickeffekten fasziniert, sondern auch von der packenden Geschichte, in der Dinosaurier durch Genforschung wieder zum Leben erweckt werden könnten. In "Jurassic Park - Operation Genesis" darf der Spieler in einem gelungenem Genremix sein Können als Parkmanager unter Beweis stellen.

Um zahlungswillige Besucher in einen zukünftig erfolgreichen Park zu locken, braucht man in erster Linie natürlich Dinosaurier. Deren Fossilen und in Bernstein gefangenes Blut können wir entweder selbst in diversen Ausgrabungen suchen lassen, oder auf einem Fossilenmarkt gegen bare Münze käuflich erwerben. Sobald wir genügend Geld erwirtschaftet haben, können wir weitere Forscherteams in die Welt entsenden und mit überschüssigen, gefundenen Fossilien einen gewinnbringenden Handel betreiben. Natürlich finden sich mit der Zeit immer größere und gefährlichere Dinos in unserem Genlabor, welche aber auch für mehr Besucher in unserem Park sorgen könnten.

Sobald wir in der Lage sind, eigene Dinos mit gefundener DNA zu züchten, können wir mit dem Bau unseres Parks beginnen: Dazu gehört in erster Line natürlich ein guter Zaun fürs Dino-Gehege und eine Brutstation in der wir die Riesenechsen züchten können. Für nötiges Futter wird mittels automatisch funktionierenden Spendern gesorgt, die Dinos versorgen sich dann weitgehend selbst. Sobald diese Grundlage geschaffen ist, kann man sich um die Wünsche der Parkbesucher sorgen und die aus "Theme Park" bekannten Pommesbuden, Toiletten und dazugehörige Putzkräfte im Park verteilen. Spezielle Aussichtsplattformen und Beobachtungsfenster im Gehegezaun bringen extra Geld und sorgen für die Beliebtheit unseres Parks, weitere Attraktionen und Gebäude werden im späteren Spielverlauf verfügbar und ermöglichen noch mehr Abwechslung im Park-Alltag. Ein weiteres, sehr wichtiges Gebäude ist die Ranger Station: Sollte es doch einmal dazu kommen, dass ein Dinosaurier durchdreht, können wir ihn mit Hilfe des Rangers wieder unter Kontrolle bringen. Hier findet der Action-Teil des Spiel statt, man übernimmt selbst die Kontrolle eines Hubschraubers und darf mittels Scharfschützengewehr den Dino aufs Korn nehmen. Der sehr einfach zu steuernde Hubschrauber lässt sich außerdem zum Zusammentreiben von Dinoherden und der Rettung verunglückter Parkbesucher verwenden. Ein wirklich gelungenes Spielelement, welches für eine große Portion Abwechslung im Spielverlauf sorgt.

Die Benutzerführung ist in "Operation Genesis" sehr vorbildlich, ein integriertes Mailsystem macht den Spieler auf eine sehr komfortable und dezente Weise auf wichtige Hinweise zum Spielverlauf aufmerksam. Das enthaltene Tutorial ist wirklich riesig und macht sehr viel Spaß - wer hier jede Lektion aufmerksam durchspielt, dürfte wirklich keine Probleme mehr beim Erschaffen des eigenen Parks haben. Die Steuerung ist in der PC-Version zwar mit der Maus gelöst, konnte aber bei der Konsolenfassung noch mehr überzeugen. Die Analogsticks eignen sich hervorragend zur Kamerasteuerung, Gebäude und andere Elemente werden automatisch mit einem Rahmen fokussiert. Was man beim PC oft umständlich anklicken muss, funktioniert bei der Konsolenumsetzung mit wenigen Tasten. Welche Steuerung einem letztendlich mehr liegt, muss jeder für sich selbst entscheiden, die Kamerasteuerung kam uns beim PC allerdings wesentlich träger und mühseliger vor.

Die Grafik kann man leider nur als brauchbar bezeichnen, stellenweise heftige Ruckler und verwaschene Texturen konnten uns nicht Überzeugen. Bei der PC-Fassung sind uns besonders die ständigen Ruckler aufgefallen, an der Leistung unseres PC's kann es nicht gelegen haben, eher an einer schlechten Programmierung der Grafikengine. Die Konsolen-Versionen sind zwar in der Optik etwas flüssiger, haben aber ein paar Schönheitsfehler bei der Darstellung der Videos. Für ein Spiel dieser Sorte ist die Grafik allerdings nicht entscheidend und auch wenn so mancher technischer Patzer die Optik trübt, wird das Gameplay nicht im geringsten davon belastet. Trotzdem hätte man hier etwas mehr an der technischen Umsetzung feilen können - die Spieler hätten es den Entwicklern sicherlich nicht übel genommen.

Die Dinosaurier sind dafür nicht nur bis ins Detail sehr realistisch animiert, sondern auch ihre künstliche Intelligenz wurde mit hohem Aufwand an das Verhalten ihrer urzeitlichen Vorbilder angeglichen. Das renommierte Jurassic Park Institute (www.jpinstitute.com) unterstützte das Spielprojekt mit den aktuellsten Erkenntnissen aus der Dinosaurierforschung. Herden- und Beutetrieb, Fressverhalten und Kampfweisen wurden für jede der rund 25 Arten im Spiel realistisch umgesetzt, vom schwer gepanzerten Pflanzenfresser Triceratops über die gefährlichen Velociraptor-Herden bis hin zum tödlichen Jäger und Einzelgänger Tyrannosaurus Rex.

Meinung

Wertung zu Jurassic Park: Operation Genesis (PC)

Wertung:

7.8 /10
Pro & Contra
packendes Gameplayviele Filmelementesehr gelungenes Tutorialoriginal Filmmusik
schlechte technische Umsetzungstellenweise nervende Kamerasteuerung
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