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  • Just Cause 2: Der zweite Teil mit viel Action und neuen Ideen - Leser-Test von LastGen

    Nach 4 Jahren ist es soweit und Ihr steuert den Geheimagenten Rico Rodriguez in dem Spiel Just Cause 2. Wieder einmal waren Avalanche Studios fleißig, um die Kritikpunkte des Vorgängers auszumerzen und neue Spielelemente mit frischen Ideen zu verknüpfen. Auf den ersten Blick sieht das Spiel einem GTA oder Mercenaries sehr ähnlich, Ihr bewegt euch frei in einer offenen Welt und legt euch mit den verschiedensten Arten von Gegnern an. Mit Fahrzeugen könnt Ihr die Welt erkunden und die Eigeninitiative ergreifen. Doch ist Just Cause 2 auch genauso gut wie die Konkurrenz oder sogar noch besser?

    Worum geht es?

    Der Hauptcharakter Rico Rodriguez wird von 'der Agentur' beauftragt zum frei erfundenen Inselstaat Panau zu reisen und den neuesten Ereignissen auf den Grund zu gehen. Der alte Präsident wurde ermordet und nun ist sein Sohn Baby Panay sein Nachfolger geworden, doch irgendwas ist faul und es liegt an Euch herauszufinden, was vor sich geht. Die Bevölkerung von Panau wird unterdrückt, das Militär zeigt seine Präsens und aus den verschiedenen Gebieten des Staates haben sich Randgruppen entwickelt, die die Regierung stürzen wollen.

    In Panau angekommen bekommt Ihr schon erste Schwierigkeiten. Die Agentur vermutet, dass Euer alter Lehrer des Spionagedienstes etwas mit dem Mord des Präsidenten zu tun hat und beauftragt Euch sich um die Dinge zu kümmern und dahinter zu kommen, was vor sich geht.

    Die Geschichte rund um Rico Rodriguez klingt alles andere als spannend doch darauf haben die Entwickler auch keinen Wert gelegt. Hin und wieder nimmt sich die Story nicht allzu ernst und schafft es auch nicht den Spieler an den Bildschirm zu fesseln, um rauszufinden, wie das Ende aussieht. Vielmehr soll es um eines gehen: Spaß.

    Limited-Edition

    In der Limited Edition gibt es ein paar kleine Zusatzinhalte mit denen man schon direkt am Anfang des Spiels belohnt wird. Dazu gehören:

    • Ein Chaos-Fallschirm mit Todenschädel-Sympol
    • Ricos Signatur-Revolver
    • Ein verbessertes Sturmgewehr mit Zielfernrohr
    • Ein Luftkissenboot der Agentur
    • Chevalier Classic Fahrzeug

    Die neuen Objekte, können direkt beim Schwarzmarkthändler bestellt und genutzt werden.

    Spielwelt und Engine

    Herzstück des Spiels ist die Engine, die bereits im ersten Teil für Staunen in der Spielergemeinde gesorgt hat. Besonders interessant ist die Tatsache, dass es auf der über 1000 Quadratmeter großen Karte keine einzige Ladezeit gibt, auch ein plötzliches Auftauchen der Spielumgebung ist kaum wahrzunehmen. Jeder Fleck auf der Karte kann erkundet und betreten werden.
    Panau ist in mehrere Gebiete unterteilt, sodass es auf dieser großen Fläche nicht an Abwechslung fehlt. Hauptsächlich handelt es sich um meist tropische Regionen mit Palmen, Flüssen und Stränden. Inmitten der Wälder liegen kleinere Dörfer in denen ein lebhaftes Geschehen der Bewohner stattfindet. Im Zentrum der Insel befindet sich ein großer Berg, der mit Schnee bedeckt ist. Dort sind fast ausschließlich Militärbasen der Regierung vorzufinden oder kahle Landschaften.
    Auch eine Wüstenregion darf nicht fehlen, in der nur vereinzelt kleinere Städte gebaut aus Lehm und Steinen liegen. Am äußersten Rand Panaus liegt auch die Hauptstadt, dessen Stadtgebiete durch Inselgruppen unterteilt werden. Nicht zu übersehen sind die riesigen Wolkenkratzer und die moderne Infrastruktur. Hier leben vor Allem die reichen Leute des Inselstaates und lassen sich von der Regierung beschützen.

    So schön die Welt auch aussieht und so groß die Fläche, auf der man sich bewegt auch ist. Leider sieht sich alles sehr ähnlich und selbst in der riesigen Hauptstadt gibt es nur wenig Leben. Im Vergleich zu einem GTA IV sieht es dort eher verlassen aus. Vielleicht ist es ein Schwachpunkt der Engine, Ladezeiten und künstliches Leben miteinander zu kombinieren. Da es in Just Cause 2 aber einiges zu tun gibt, fällt dies nicht wirklich auf.

    Sobald Ihr die ersten Waffen gefunden habt, geht es auch gleich ans Eingemachte. Autos können zerstört, Benzinfässer gesprengt und ganze Gebäudeteile vernichtet werden. All dies ist der verbesserten Engine zu verdanken und sieht verdammt gut aus. Insbesondere die Explosionen und Wassereffekte könnten eine Referenz für kommende Third-Person-Actionspiele werden.

    Drei Parteien und eine Menge Arbeit

    Nachdem der Präsident ermordet und dessen Sohn für wenig Zufriedenheit in der Bevölkerung sorgt, haben sich insgesamt drei Gruppen in Panau gebildet, die für die Herrschaft über den Inselstaat kämpfen. Schnell wird Rico und seinen Auftraggebern klar, dass Ihr nur mit der Hilfe dieser Parteien an Euer Ziel kommt und gezwungen seid sie zu unterstützen.

    Jede einzelne Gruppe verfolgt ihre eigenen Ziele. Die einen wollen nur den Präsidenten stürzen, eine friedliche Regierung grünen und die anderen die komplette Insel umstrukturieren. Eure Aufgaben der Gruppenanführer besteht meist darin für Chaos zu Sorgen. Das gelingt beispielsweise durch die Infiltrierung einer feindlichen Militärbasis, der Eskortierung einer wichtigen Person oder der Sabotage. Insgesamt machen die Missionen sehr viel Spaß, auch wenn die KI an vielen Stellen etwas dümmlich ist und einen Maschendrahtzaun als unüberwindbares Hindernis ansieht oder Euch gar nicht als Feind wahrnimmt.

    Leider ist nach einigen Spielstunden das Spielprinzip so linear aufgebaut, dass eine Mission der anderen gleicht. Lediglich die Agenturmissionen versprechen Abwechslung. So müsst Ihr mit einem Kampfflugzeug eine Rakete abschießen, die ins All fliegt oder waghalsige Verfolgungsjagden absolvieren. Meist werdet Ihr dabei von den Mitgliedern der entsprechenden Gruppe unterstützt und ist eine Mission erfolgreich abgeschlossen, so erhaltet Ihr Chaospunkte und Geld. Zusätzlich erweitert sich das Einflussgebiet, in dem sich die einzelnen Parteien aufhalten und Gefechte mit der panauischen Regierung liefern.

    Das Chaos ist eine Art Währung in Just Cause 2. Zerstört Ihr wichtige Einrichtungen der Regierung und dem Militär, so erhaltet Ihr Chaospunkte, die den Fortschritt in dem Spiel gewähren. Dadurch werden neue Ziele freigeschaltet, wichtige Agenturmissionen und auch Schwarzmarkobjekte.

    Die Schwarzmarktobjekte werden durch einen geheimen Lieferanten an Euren aktuellen Standortgebracht, sobald Ihr den Lieferanten beauftragt habt Euch einen Besuch abzustatten. Bei ihm könnt Ihr dann Waffen bzw. Munition einkaufen, Transportmittel wie Motorräder, Flugzeuge, Helikopter oder gepanzerte Wagen liefern lassen. Dafür bezahlt Ihr dann mit dem Geld, das Ihr durch die Missionen erhalten habt. Außerdem kann ich der Lieferant zu einem bestimmten Punkt auf der Karte fliegen und Euch damit eine Menge Zeit sparen.

    Auch zwischen den Missionen bleiben Euch viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Ihr könnt auf eigene Faust für Chaos sorgen, um neue Missionen freizuschalten oder die Gegend erkunden. In Dörfern und feindlichen Basen befinden sich kleine Boxen, die Ihr unbedingt aufsammeln müsst. Darin befinden sich Schild-, Fahrzeug- und Waffenupgrades. Die Schildupgrades versorgen Euch mit mehr Lebensenergie, die Ihr in den Gefechten gut gebrauchen könnt. Waffen- und Fahrzeugupgrades könnt Ihr bei dem Schwarzmarkthändler einlösen und damit die Stärke und Präzision Eurer Waffen verbessern oder die Geschwindigkeit, Handling und Resistenz der georderten Fahrzeuge aufbessern.

    Habt Ihr einen Helikopter und ein Flugzeug in Eurer Gewalt, stehen Euch alle Türen offen. Ihr könnt bis zum höchsten Punkt der Karte reisen und aus dem Flugzeug springen, um mit dem Fallschirm sanft auf der Erde zu landen. So könnt Ihr auch aus der Luft angreifen und dem Gegner ordentlich Feuer unter dem Hintern machen.

    Rico und sein neuestes Werkzeug

    Für Just Cause 2 haben sich die Entwickler etwas ganz besonderes ausgedacht. Eine Waffe, die ein wichtiges Spielelement ist und dem Spiel eine spezielle Gameplay-Eigenschaft verleiht: Der Greifhaken.

    Mit dem Enter- bzw. Greifhaken könnt Ihr Euch an allem Festhalten, das die Spielwelt hergibt. So könnt Ihr Euch an die Dachspitze eines Gebäudes ziehen, zu einem vorbeifahrenden Auto ziehen lassen oder auch Gegner von erhöhten Positionen aus zu Euch werfen. Es gibt unzählige Möglichkeiten den Greifhaken einzusetzen, es besteht sogar die Möglichkeiten auf den Boden zu zielen und kurz danach den Fallschirm auszulösen, sodass Ihr über den Boden gleitet. Wenn Ihr Euch auf die Motorhabe eines Autos schwingt und vom Militär verfolgt werdet, könnt Ihr einfach den Enterhaken benutzen und Euch auf das gegnerische Fahrzeug ziehen lassen. Es ist sogar möglich mit dem Enterhaken einen angreifenden Helikopter zu übernehmen und den Gegner aus dem Hinterhalt anzugreifen.

    Eine weitere besondere Eigenschaft des Enterhakens ist, dass Ihr zwei Gegenstände miteinander verbinden könnt und damit experimentieren könnt, um neue Taktiken zu entwickeln. Beispielsweise ist es möglich einen Gegner mit einer Gasflasche zu verbinden und diese zu entzünden, sodass der Feind mitsamt der Gasflasche durch die Gegend fliegt. Oder aber Ihr zieht ein Auto hinter Eurem Helikopter hinterher und richtet großen Schaden auf den Straßen an.

    Ricos neueste Waffe ist also ein echtes Multifunktions-Werkzeug mit dem es unzählige Möglichkeiten gibt zu agieren. Hilfreich ist sie vor Allem dann, wenn Ihr keine Munition mehr habt und von Gegnern angegriffen werdet, es ist fast alles möglich.

    Fazit

    Just Cause 2 bietet in vielerlei Hinsicht neue Ideen und ist auch eine positive Überraschung. Alte Stärken des Vorgängers hat man voll ausgenutzt und neue Spielelemente clever eingesetzt. Jedoch leidet der Spielspaß ein wenig unter der Eintönigkeit der Missionen, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Wer auf viel Abwechslung zwischen den Missionen hofft, wird auch enttäuscht werden. Schade, dass die Geschichte rund um Panau auch wenige Reize hat und es auf Dauer eher langweilig, als unterhaltsam ist.

    Dennoch ist mit dem Enterhaken eine Waffe ins Spiel gekommen, die kreativen Menschen so gut wie keine Möglichkeit offen lässt. Hinsichtlich der Engine hat das Spiel hier den großen Pluspunkt, denn selten bekommt man eine so große Spielwelt in so guter Qualität geliefert und das von relativ unbekannten Entwicklern. Mit dieser offenen Welt wird man definitiv zig Spielstunden verbringen und wer alles erkunden möchte, darf sich auf mehrere Hundert Stunden Spielzeit gefasst machen.

    Mir fällt es schwer eine eindeutige Wertung abzugeben, da es große Schwächen in der Vielfalt an Missionen, dafür aber spitzenmäßige Elemente wie den Enterhaken gibt, die außergewöhnlich sind. Wem Spiele wie diese gefallen und die genannten Kriterien nicht stören, der darf hier auf jeden Fall zuschlagen.

    Negative Aspekte:
    wenig Abwechslung, dümmliche K.I.

    Positive Aspekte:
    sehr hübsche Grafik, vielseitiger Enterhaken, tolle Engine, Spielspaßgarantie

    Infos zur Spielzeit:
    LastGen hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Just Cause 2

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: LastGen
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Just Cause 2
    Just Cause 2
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Avalanche Studios (SE)
    Release
    25.02.2011

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Just Cause 2
Just Cause 2: Der zweite Teil mit viel Action und neuen Ideen - Leser-Test von LastGen
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29.04.2010
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