Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Just Cause: Einer gegen Alle - Leser-Test von pineline

    Die neue Xbox 360 wollte gleich zu Beginn ihre Muskeln spielen lassen und zeigen, zu was sie speziell in grafischer Hinsicht zu leisten imstande ist. "Just Cause" erschien zwar bereits ein knappes Jahr nach dem Release der Xbox 360, aber es erschien zudem für die Playstation 2 und eben die alte Xbox und konnte daher untermauern, was die "Next Generation" Konsole zu bieten hat. In Sachen Grafik ist dann auch tatsächlich Beeindruckendes entstanden und ich will auch nicht allzu unzufrieden klingen, doch ein Hit ist dennoch nicht draus geworden.

    Ein machtgieriger durchgeknallter Diktator ist wieder die Wurzel allen Übels: auf einer südamerikanischen Insel treibt dieser sein Unwesen, da hilft es auch nichts, das die wunderschöne Inselgruppe generell ein traumhaftes Domizil für sonnenhungrige Urlauber sein könnte. Natürlich ruft das die USA auf den Plan, um für Frieden zu sorgen und um natürlich auch für sich einen eigenen politischen und wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Letzteres streichen wir natürlich aus dem offiziellen Protokoll... Der Geheimdienst CIA schickt auf jeden Fall selbstverständlich seine besten Leute in jenes Krisengebiet, die dann undercover ihre Arbeit verrichten sollen. Damit kommen wir ins Spiel: wir schlüpfen in die Haut von Rico Rodriguez, mit dem wir gleich mittendrin sind im Geschehen. Kaum sind wir nämlich per Fallschirm im Zielgebiet gelandet und haben unseren ersten Kontaktmann ausfindig gemacht, bricht die Hölle über uns herein, was in einer riskanten Verfolgungsjagd mit Regierungstruppen, demnach den Untergebenen des üblen Despoten, mündet und wir als Beifahrer auf jene schießen und letztlich entkommen. Hoffentlich.

    Dann erfahren wir gleich eines der größten Pluspunkte dieses Actionspiels, nämlich die Möglichkeit, die Umgebung völlig frei zu erkunden. Über 20 Hauptmissionen und zahlreiche Nebenaufgaben existieren, in denen wir die Rebellen unterstützen oder auch Drogenkartelle gegeneinander ausspielen. Obwohl es meistens darum geht, einen bestimmten Zielort zu erreichen, Gebäude in die Luft zu jagen oder Personen zu exekutieren, kommt dabei nie Langeweile auf. Fahrzeuge fordern wir per Funk an, unterwegs sind wir zudem auf spektakuläre Art und Weise per Helikopter, Hochgeschwindigkeitsboot und sogar unter Wasser. Die Fahrphysik überzeugt hierbei absolut und auch das Ausführen von Stunts und Gleitschirmfliegen macht richtig Laune. Dass bei Fortschritt automatisch gespeichert wird, nehmen wir ebenfalls gerne zur Kenntnis, kurzum. Auf den ersten Blick macht "Just Cause" einen grandiosen Eindruck.

    Auf den zweiten Blick jedoch offenbart sich einiges, worüber wir leider die Augenbrauen hochziehen müssen: die Geschichte rund um den bösen Diktator und den supadupa Geheimagenten der USA ist platt. Mit zunehmender Spieldauer erkennen wir, dass alles irgendwie gleich aussieht. Zwar wunderschön, aber immer gleich, sowohl der Dschungel als auch die Strände und Dörfer. Die Missionen an sich sind nicht komplex, haben kaum Anspruch und die Schusswechsel sind fast schon primitiv zu nennen. Deutlich wurde hier der grafischen Gestaltung die Aufmerksamkeit gewidmet, nicht dem Spielinhalt, dem Missionsdesign an sich. Es ist erstaunlich leicht, ich hatte viel mehr Widerstand erwartet, zumal dieses Genre ganz sicher nicht mein Zuhause ist. Erst gegen Ende wird es auf einmal schwierig, unglaublich viele schießen gleichzeitig auf uns, etwas Frust kehrt ein. Das wäre aber noch zu verschmerzen, wenn da nicht noch eine Karte schmerzlich von mir vermisst würde und überhaupt oft nicht ganz klar ist, wie wir genau zum gewünschten Zielort gelangen können. Einerseits fallen die Schießereien viel zu simpel aus, andererseits fühlen wir uns stellenweise im Stich gelassen: es fehlt der Feinschliff im Gameplay, ganz eindeutig.

    Noch einmal ganz deutlich herausstellen will ich die sehr ansehnliche, teils atemberaubend schöne Grafik auf dieser X-Box 360 Fassung. Saftige Farben, schöne Hintergründe, hochauflösende Texturen soweit das Auge reicht, gelungene Gebäudekomplexe, wunderschöne Strände und glitzerndes Meereswasser, malerische Sonnenauf- und untergänge. Figuren und Fahrzeuge fallen in Sachen Detailreichtum im Vergleich zum Design der Tropeninsel da etwas ab, sind aber immer noch ordentlich modelliert. Nicht zu vergessen die unterschiedlichen Tag- und Nachtzeiten sowie Wetterwechsel. Der Sound hingegen bietet nur Durchschnittliches, schade. Zu abwechslungsarm sowohl die Musik als auch die Soundeffekte, was zwar nicht richtig stört, aber die Atmosphäre eben auch nicht merklich schön verdichtet. Das mag aber größtenteils angesichts der prächtigen Landschaftsoptik wirklich fast zu vernachlässigen sein, so dass wir anfangs einen Suchtfaktor nicht verneinen können: über 1.000 Quadratkilometer gilt es völlig frei zu erkunden, zu Wasser, zu Land und in der Luft und dies zumeist auf halsbrecherische Art und Weise vor einem malerischen Hintergrund. Wir übernehmen die Kontrolle über ehemalige Drogen-Hochburgen, befreien Siedlungen von ihren tyrannischen Unterdrückern, bieten Begleitschutz, liefern Ware und werden als Attentäter/in aktiv. Durch den wachsenden Erfolg steigt auch unser Ansehen entsprechend, was letztlich neue Schauplätze, Wagen und Waffen freischaltet. "Just Cause" sollte jede/r von Euch einmal gesehen und zumindest angespielt haben, aufgrund der negativen Gesichtspunkte reicht es aber nicht ganz zu einem Hit.

    Negative Aspekte:
    Nebenmissionen sehr ähnlich, Monotonie kommt manchmal auf, Schusswechsel primitiv, Handlung langweilig, zuweilen orientierungslos

    Positive Aspekte:
    Grandiose Landschaftsoptik mit vielen Details und Spezialeffekten, gewaltiger spielerischer Freiraum, viele frische Ideen: Action mit Helikopter, Gleitschirm, Stunts auf Autos und unter Wasser

    Infos zur Spielzeit:
    pineline hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Just Cause

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: pineline
    8.1
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Just Cause
    Just Cause
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Avalanche Studios (SE)
    Release
    22.09.2006

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von For Honor Release: For Honor Ubisoft , Ubisoft Montreal
    Cover Packshot von Conan Exiles Release: Conan Exiles
    Cover Packshot von Dead Rising 4 Release: Dead Rising 4 Capcom , Capcom
    Cover Packshot von Eagle Flight Release: Eagle Flight Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 03/2017 PC Games Hardware 03/2017 PC Games MMore 03/2017 play³ 03/2017 Games Aktuell 03/2017 buffed 12/2016 XBG Games 01/2017 N-Zone 03/2017 WideScreen 03/2017 SpieleFilmeTechnik 02/2017
    PC Games 03/2017 PCGH Magazin 03/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1010981
Just Cause
Just Cause: Einer gegen Alle - Leser-Test von pineline
http://www.gamezone.de/Just-Cause-Spiel-9782/Lesertests/Just-Cause-Einer-gegen-Alle-Leser-Test-von-pineline-1010981/
15.12.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/09/Screenshot7.jpg
lesertests