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  • Kane & Lynch: Dead Men im Gamezone-Test

    Ein kluger und durchdachter Third-Person-Shooter mit einer hoch interessanten Story aber auch manchem Makel.

    "Scheiße, Scheiße, Scheiße!"

    Scheiße scheint im neuen Titel von Eidos "Kane&Lynch: Dead Men" ein häufig benutztes Wort zu sein. Allein in den ersten drei Kapiteln, einschließlich des Tutorials, fiel es in mehr als 19 schrägen Dialogen. Das Spiel so zu bewerten wäre jedoch frevelhaft!

    Kane & Lynch: Dead Men Kane & Lynch: Dead Men Kane, der einzige Überlebende der Söldnertruppe "The7", und Lynch, ein unberechenbarer Psychopath, treffen im Todestrakt eines Staatsgefängnisses aufeinander. Während einer Verlegung werden sie durch Kanes ehemalige Komplizen, die er für tot hielt, befreit. Die vier Herren haben jedoch absolut keine guten Absichten, sondern sind nur scharf auf die Beute, die Kane beim letzten Coup für sich einsackte, nachdem er dachte seine Kumpanen wären gestorben. Sie erpressen Kane und wollen, dass dieser ihnen ihre Beute binnen drei Wochen wiederbringt, sonst würden seine Frau und seine Tochter sterben. Um sicherzugehen, dass er nicht flieht oder etwas falsches anstellt, stellen sie ihm Lynch zur Seite, der ihn fortan überwachen aber auch unterstützen soll. Nachdem jedoch klar wird, dass er es nicht schafft das Geld zu besorgen beginnt eine gnadenlose Jagd auf die Auftraggeber um die Rachegelüste des soziopathischen Lynch und seines Kampfgefährten Kane zu stillen.

    Kane wird schwer verwundet Kane wird schwer verwundet Das nützlichste Feature des Spieles ist die Möglichkeit, sein alter Ego durch einen computergesteuerten Kollegen wiederbeleben zu lassen sobald einem das letzte elektronische Stündlein geschlagen hat. Sollte man zu Boden gehen hechtet einer unserer Komplizen herbei um uns eine Adrenalinspritze zu geben, die Kane in Null Komma Nix wieder fit macht. Wie in der Realität geht das aber nicht zu oft: Wird man in kurzer Zeit mehr als zwei Mal hintereinander schwer verwundet stirbt man schließlich... Und zwar an einer Überdosis. Wer die Drogenabhängigkeit und die damit verbundene Beschaffungskriminalität vermeiden will, der sollte einfach nicht sterben oder seine Kollegen fürs Grobe vorausschicken. Großer Vorteil dieses Systems: Man erspart sich viele Schnellspeicher-Punkte und muss vor schwierigen Situationen nicht selbst speichern. Dies geschieht an bestimmten Punkten, die meist klug und fair gelegt sind, der Map von selbst. Wenn man mal doch zu Boden geht, wird man einfach wiederbelebt oder kann den Teil einer Mission von Neuem starten.

    Schade an der Sache ist, dass man nie weiß wann man zu viel Kugeln eingesteckt hat und wie lange man sich noch halten kann. Denn einen Lebensbalken oder eine Anzeige wie es mit der eigenen gesundheitlichen Verfassung steht gibt es nicht. Vor allem in großen Schießereien mit vielen Gegnern verliert man so die Übersicht, wie weit man sich noch aus dem Fenster lehnen kann oder wann man lieber einen Schritt zurück macht. Einzige Hilfe ist das Sichtfeld, dass sich bei Verletzungen verengt und rot einfärbt bis es uns wieder besser geht oder wir mit Adrenalin zugepumpt wurden.

    Rote und eingeschränkte Sicht heißt Verletzung Rote und eingeschränkte Sicht heißt Verletzung Graphisch braucht sich der Thrid-Person-Shooter nicht zu verstecken, reizt jedoch die Hardware einer Xbox360 nicht komplett aus, sodass man durchaus auch schon hübschere Titel gesehen hat. Was auffällig ist, sind extreme Qualitätsunterschiede bei Charaktermodellen und Umgebungen. So hat man am Anfang eines Levels durchaus perfekt detaillierte und gemodelte NPC-Kumpanen, die im Verlauf einer Mission aber klobiger und unansehnlicher werden können. Auch auffällig und sofort erkennbar sind graphische Unterschiede zwischen verschiedenen Rendersequenzen. Wo teilweise schön gerenderte und detaillierte Filme erscheinen kriegt man nur ein paar Minuten später eine schlecht texturierte, lieblose Filmeinblendung, die die kluge und interessante Story voranbringt.

    Effekte sind schön anzusehen aber unnötig Effekte sind schön anzusehen aber unnötig Neben der schönen Grafik bietet das Spiel auch noch eine durchdachte Physikengine an, durch die aber nur eine festgelegte Anzahl an Gegenständen verschoben, zerstört, erklettert oder benutzt werden kann. Was teilweise nervig ist, sind grobe Fehler der Engine, so beispielsweise beim Zielen um eine Ecke oder wenn man an eine Wand gelehnt ist. Obwohl das Fadenkreuz auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist und augenscheinlich kein Hindernis die Kugel vom Treffen abhalten könnte, verfehlt man einfach und stellt im Nachhinein durch Einschusslöcher in der Wand, an der man lehnte, fest, dass die Waffe leider nicht dorthin zielte wo das Fadenkreuz war oder aber die Wand physikalisch nicht dort stand, wo die Grafikengine es uns weis machen wollte.

    Kane & Lynch: Dead Men Kane & Lynch: Dead Men Vom Sound merkt man im Spiel nur wenig, einzig die Waffengeräusche erwecken den Eindruck dass man gerade einen Shooter spielt. Hintergrundmusik fehlt fast gänzlich, Umgebungsgeräusche sind auch nur spärlich gesät. Dafür wirft Lynch immer wieder einige lustige Bemerkungen ein, beleidigt uns weil wir mal wieder verwundet am Boden liegen (wir erinnern uns an "Scheiße! Scheiße! Scheiße!") und unterhält sich auch mit anderen Teammates über Kane. Amüsant sind die Dialoge allemal, so beispielsweise auf einem bewachten Bankparkplatz den wir schwer bewaffnet unter dem Vorwand betreten, wir würden unser Auto suchen.

    Kane & Lynch: Dead Men Kane & Lynch: Dead Men Unsere computergesteuerten Kollegen handeln im Spiel größtenteils selbstständig und müssen nicht permanent mit Befehlen gefüttert werden. Sie verhalten sich klug und sind in verwirrenden Momenten auch eine Hilfe für den Spieler, wenn dieser mal die Übersicht verloren hat und nicht mehr weiß wie man zum nächsten Ziel kommt. Trotz der KI kann man den Teamkollegen auch direkte Befehle geben, so etwa Stellung halten, Position verteidigen, Stellung angreifen und "Folgt mir!". Zusätzlich zu den bekannten Teamaspekten bieten Teammates aber auch noch Munition falls die eigene mal ausgeht und beleben einen im Falle der Verwundung auch wieder. Man sollte aber auch aufpassen. Wenn Lynch oder ein anderer für den Storyverlauf wichtiger Partner stirbt, muss man diese auch selbst wiederbeleben, sonst gilt die Mission als gescheitert. Zwischen den Spielern wechseln kann man jedoch nicht, sodass man andere Charaktere nur per Befehl steuern kann. Die Gegner, die ironischerweise in die drei Schwierigkeitsgrade "Aspirin", "Kodein" und "Morphium" eingeteilt sind, verhalten sich nicht immer der Situation entsprechend und reagieren auf Fernangriffe teils überhaupt nicht und teils nur zögernd.

    Kane und Lynch im Splitscreen an einer Konsole Kane und Lynch im Splitscreen an einer Konsole An Multiplayermodi deckt Kane & Lynch eine weite Bandbreite an Möglichkeiten ab. Man kann entweder offline im Splitscreen die Kampagne im Co-Op Modus durchspielen oder seine Xbox per System-Link zusammenschließen. Doof hierbei ist nur, dass man sich nicht einfach in ein bestehendes Spiel mit einem zweiten Controller einklinken kann, sondern erst die komplette Mission als "Co-Op" neustarten muss. Schneller, kooperativer Fun für zwischendurch ist das nicht! Die Multiplayermodi System-Link und Xbox Live bieten nur den Modus "Fragile Alliance" (deut.: Loses Bündnis) an. Hierbei überfällt man mit seiner Gruppe eine Bank und muss möglichst viel Beute einsacken. Das interessante dabei ist, dass man sich jederzeit gegen sein Team von Mitstreitern wenden kann um, wie Kane im Hauptspiel vorgeworfen wird, die ganze Beute für sich allein zu haben. Sein Team zu verraten ist auch gar nicht mal so schwer wie man es sich anfangs vorstellt: Einfach auf die Kollegen schießen! Aber Achtung. Man muss immer nachdenken ob man denn gerade der Einzige ist, der mit dem Gedanken spielt uns in den Rücken zu fallen und sollte sich nie zu sehr auf die Kollegen verlassen, immerhin verfolgen alle nur ein Ziel: Das ganze Geld zu behalten! Erschossene Spieler werden als Wachmänner wieder ins Spiel gebracht und müssen fortan versuchen die Bankräuber daran zu hindern, die Bank samt Beute zu verlassen. Dafür erhält man dann zwar auch eine Prämie, lukrativer ist es aber, einfach von Anfang an im Spiel dabei zu bleiben und sich nicht erschießen zu lassen. Ein ausführlicher Test der Multiplayerfeatures folgt in den kommenden Tagen.

  • Kane & Lynch: Dead Men
    Kane & Lynch: Dead Men
    Publisher
    Eidos
    Developer
    IO Interactive
    Release
    14.04.2009

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Kane & Lynch: Dead Men
Kane & Lynch: Dead Men im Gamezone-Test
Ein kluger und durchdachter Third-Person-Shooter mit einer hoch interessanten Story aber auch manchem Makel.
http://www.gamezone.de/Kane-und-Lynch-Dead-Men-Spiel-9959/Tests/Kane-und-Lynch-Dead-Men-im-Gamezone-Test-991571/
27.11.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/11/kaneandlynch__7_.jpg
tests