Noch ein Prototyp: Die 3D-Brille ist eine normale Skibrille, in die Linsen eingearbeitet sind. Das Display ist mit Gaffa-Tape befestigt. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
$250.000 wollten die 3D-Pioniere von Oculus VR aus Kalifornien haben, um ihren Traum von richtigem 3D-Gaming zu verwirklichen. $1,7 Mio. haben sich von Internet-Usern rund um den Globus via Kickstarter bekommen. Fazit: Oculus Rift, eine 3D-Brille mit Headtracking, kommt und hat nun sicher keinerlei finanzielle Schwierigkeiten mehr. Auf der Gamescom sind die Entwickler der neuen Hardware deshalb vor Ort, um einen ersten Prototyp vorzustellen. Wir waren dabei und haben getestet, wie die Brille so funktioniert.
Das Hauptgerät sieht noch sehr zusammengeschustert aus. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wie erwartet handelt es sich bei dem in Köln ausgestellten Stück um eine sehr frühe Prototyp-Version, mit der eine von id Software angepasste Demo von Doom 3 BFG gespielt werden kann. Später sollen weitere Spiele folgen, die die neue Hardware unterstützen. Die Display-Brille besteht aktuell aus einer stinknormalen Skibrille, in die jedoch spezielle Linsen eingebaut sind. Das Display ist vorne verbaut und notdürftig mit Gaffatape verklebt - das sieht noch ganz ulkig aus, wird aber bei der finalen Variante natürlich optisch hinter Paneelen und einer Hülle versteckt sein. Auch das Hauptgerät ist aktuell noch eine quasi zusammengeschusterte Box mit Anschlüssen, aus der Kabel ragen. Wie das aussieht, könnt ihr in unserer Bildergalerie sehen.
Viel wichtiger als die Optik ist aber die Technik. Und hier kann uns das Oculus Rift schon deutlich mehr begeistern. Mit einem Razer Gamepad spielen wir Doom 3 BFG Edition, die Steuerung unterscheidet sich im Prinzip nicht großartig von der normalen Version. Man kann mit dem rechten Stick zielen oder alternativ das Headtracking des Rift benutzen. Das klappt ziemlich gut und ist verdammt präzise, ohne spürbare Lags. Da Headtracking und Joystick-Steuerung funktionieren, ist der Einstieg relativ leicht. Schon nach einer Weile nutzt man den Stick schon nur noch zum Drehen um die eigene Achse oder Zielen, alle anderen, kleineren Bewegungen macht man mit dem Kopf!
Ganz toll ist auch der stereoskopische 3D-Modus. Die herausstechende Waffe nehmen wir sehr räumlich wahr, selbst auf die kurze Distanz zwischen Auge und Display klappt die Darstellung hervorragend. Statt eines Fadenkreuzes nutzen die Waffen übrigens Ziellaser, mit denen man leichter Visieren kann und die einem nicht die Sicht rauben.
Richtig genial ist aber erst die Tatsache, dass man keinen Bildrand mehr sieht. Das Display deckt den kompletten Sichtbereich ab und man hat wirklich das Gefühl, in der Spielwelt zu stecken. Das Mittendrin-Gefühl ist einfach phänomenal! Oculus Rift wird übrigens vorerst nur für den PC erscheinen, Spiele müssen speziell dafür angepasst werden.






