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  • Diskussion um Killerspiele: Selbstregulierung statt Verbote

    Diskussion um Killerspiele: Selbstregulierung statt Verbote In Folge der seit Tagen andauernden Diskussionen rund um die sogenannten Killerspiele hat sich nun auch der Marktführer für interaktive Unterhaltung, Electronic Arts, mit eingebracht. Wie die Kollegen von Gamefront berichten, hat der Konzern an einer politischen Diskussionsrunde teilgenommen, welche mit dem Titel "Verbot oder Selbstregulierung" versehen wurde. Neben Electronic Arts nahmen auch stellvertretend für die Bundesfraktion Klaus Uwe Benneter, SPD und Thomas Jarzombek, CDU, aus Nordrhein-Westfalen teil. Außerdem waren Vertreter aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft anwesend. Grundlage war der Amoklauf von Emsdetten und die damit wieder geforderten Verbote der sogenannten Killerspiele.

    Allerdings war man sich in dieser Diskussionsrunde sehr schnell darüber einige, dass ein derartiges Verbot keine Lösung darstelle. Vielmehr sei es wichtig, dass man einen gesunden Dialog führe, der vor allem auch in der Politik Einzug halte. Dabei erklärte der ebenfalls anwesende Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jörg Tauss, dass er dafür Sorge tragen wolle diese Diskussion aktiv anzustoßen und fortzuführen.

    Das eine vorschnelle Handlung keine effizienten Ergebnisse zu Tage fördere, bestätigte auch Professor Dr. Winfred Kaminski, Leiter des Instituts für Medienforschung und Medienpolitik der Fachhochschule Köln. Vielmehr, so die Auffassung des Professors, würde ein Verbot die Kompetenz der Spieler abstrafen und in erster Linie seien Spiele doch ein "Mittel zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen". Und damit stärkte der Professor unter Zustimmung weiterer Teilnehmer der USK den Rücken, welche in Folge des schrecklichen Unglücks ebenfalls wieder in die Kritik geraten war. Man bestätigte der USK, dass sie eine gute Arbeit verrichte und überdies das vorherrschende System der Prüfung als auch Kennzeichnung das Beste sei, welches Europa vorweisen könne. Zudem sei die derzeitige Gesetzeslage vollkommen ausreichend Kinder und Jugendliche vor Gewaltdarstellungen in Spielen hinreichend zu schützen.

    Das ein Schnellschuss, wie er jetzt wieder laut gefordert wird, keinen Sinn macht, sieht auch Klaus Uwe Benneter so. Seiner Ansicht nach müsse man auf jeden Fall versuchen Eltern als auch Lehrer mit einzubinden, um so ein Miteinander zu schaffen. Hier sieht er deutlich bessere Möglichkeiten ein solches Unheil künftig vielleicht verhindern zu können. In die gleiche Kerbe schlägt auch Electronic Arts Geschäftsführer Thomas Zeitner, der ebenfalls den deutschen Jugendschutz und seine Arbeit lobt und hier keinen Verbesserungsbedarf sieht. Zudem sei immer noch die Möglichkeit der Indizierung gegeben, mit der Spiele mit extremer Gewaltdarstellung immer noch aus dem Verkehr gezogen werden können. Seiner Ansicht nach sollte man sich gesamt auch wieder darauf besinnen, dass die interaktive Unterhaltung auch einen positiven Effekt erzeuge. Immerhin, so Zeitner, lernen die Spieler mit Computer- und Videospielen den Umgang mit "neuen Kulturtechniken".

    Diesem Tenor folgend wurde angeregt, Eltern als auch Pädagogen mehr in das Thema mit einzubinden. Information sei das Stichwort, so Tanaj Witting, vom Institut zur Förderung von Medienkompetenz Spielraum. Auch sie lobt die USK, hebt aber hervor, dass die USK nicht alles erledigen kann. Vielmehr müssen die Eltern kontrollieren, was ihre Kinder zu Hause spielen. Sie müssen ein Auge darauf haben und prüfen, ob und welche Inhalte für Kinder geeignet sind. Zudem sei es wichtig, so Witting weiter, dass Eltern auch mit ihren Kindern darüber sprechen. Außerdem müssten Eltern lernen, dass digitale Medien heute selbstverständlich sind, auch wenn sie nicht damit aufgewachsen sind. Nur wenn das Verständnis da ist, kann auch ein verantwortungsbewusster Umgang damit sichergestellt werden.

    Abschließend erwähnt Jarzombek noch, dass die meisten Spiele dem Sport- als auch Rennspielsegment entspringen, gefolgt von Gesellschaftsspielen. Die sogenannten Killerspiele machen einen verschwindend geringen Anteil aus. Daher sieht er vielmehr Möglichkeit darin, wenn Unternehmen entsprechend unterstützt würden als der Versuch diese auch noch zu beschneiden, was letztlich auch der Wirtschaft schade. Denn auch das würde man unter meinem vernünftigen Umgang mit dem Medium Computerspiele verstehen müssen.

    Quelle: www.gamefront.de

  • Es gibt 19 Kommentare zum Artikel
    Von Carnby
    Meiner Meinung nach ist es sehr großer Quatsch immer gleich auf die ja "so Bösen Killerspiele" loßzugehen! Überlegt…
    Von Shaner
    Mir kommt die kotze hoch, wenn ich diesen selbst ernanten experten zuhöre bzw lese....Die stecken so viel energie in…
    Von Swar
    Wie würde ein bekannter Österreicher sagen"dieseee mocchtgierrrigen Väreettterr gehörrren alle äerrrschossen":D
    • Es gibt 19 Kommentare zum Artikel

      • Von Carnby
        Meiner Meinung nach ist es sehr großer Quatsch immer gleich auf die ja "so Bösen Killerspiele" loßzugehen! Überlegt doch mal warum dieser Schul-Mörder seine Tat begangen hat. Nich weil er jeden Tag Counterstrike oder ähnliches gespielt hat.
        Er ist doch ausgerastet weil er keine Freunde hatte und sich alle…
      • Von Shaner Erfahrener Benutzer
        Mir kommt die kotze hoch, wenn ich diesen selbst ernanten experten zuhöre bzw lese....Die stecken so viel energie in das verbot von "Killerspiele", die man auch besser irgend wo anderst nützen könnte. Mein Gott, es tobt gerade ein Krieg im nahen osten....steckt mehr energie da rein.
      • Von Swar Erfahrener Benutzer
        Wie würde ein bekannter Österreicher sagen

        "dieseee mocchtgierrrigen Väreettterr gehörrren alle äerrrschossen"

        :D
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Killerspiele
Diskussion um Killerspiele: Selbstregulierung statt Verbote
http://www.gamezone.de/Killerspiele-Thema-158840/News/Diskussion-um-Killerspiele-Selbstregulierung-statt-Verbote-930284/
23.11.2006
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