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  • Killzone im Gamezone-Test

    Sonys angeblicher Halo-Killer bietet zwar tolle Grafik, leidet aber unter ein paar sehr störenden Macken.

    ES IST KRIEG

    Der Planet Vekta und die ihn verteidigenden ISA-Divisionen haben es nicht gerade leicht: Erst wird die friedliche Welt von einer zahlenmäßig weit überlegenen Invasionsflotte der hinterhältigen Helghast überrannt und dann fällt auch noch das extra für diesen Fall installierte SD-Verteidigungsnetzwerk aus. Ihr schlüpft in die Rolle von Captain Jan Templar und drei seiner Kameraden um mit Hilfe eines eisernen Willens und erbitterter Gegenwehr die Angreifer aufzuhalten und schließlich doch zu besiegen.

    Killzone Killzone Killzone ist ein klassischer Shooter der alten Schule und versucht sich in Sachen Gameplay an keinen nennenswerten Experimenten. Hier wird mit über zehn verschiedenen Waffen geballert bis der Arzt kommt und kein Helghast in den insgesamt elf Levels mehr übrig ist. Ein so klassisches Gameplay verzichtet aber auch auf die Benutzung jeglicher Fahrzeuge und das Vorkommen anderer Interaktivitäten - lediglich ein paar fest installierte Geschützstellungen dürfen hin und wieder von euch bemannt werden. Ein besonderes Feature des Spiels sind die die vier spielbaren Soldaten: Nachdem ihr im Laufe des Spiels die drei zukünftigen Mitglieder eingesammelt habt, dürft ihr vor jeder Mission zwischen Templar, Luger, Rico oder Hakha wählen. Die vier spielen sich hauptsächlich durch ihre exklusiven Waffen unterschiedlich, außerdem sind manche Levelabschnitte mit alternativen Routen für die jeweiligen Protagonisten gespickt worden. Bei der Wahl eines anderen Helden wird man zwar keinen völlig neuen Level erleben, so manches spielerische Detail trifft man dann aber doch an. Luger ist beispielsweise die schleichende Sniperin und erledigt ihre Feinde mit Vergnügen aus dem Hinterhalt, während Rico mit seiner riesigen Minigun die Feinde sehr direkt und ohne Rücksicht auf Verluste niedermäht. Sollten die vier bei akuter Munitionsarmut auf die von Feinden liegen gelassenen Waffen zurückgreifen müssen, spielen sie sich aber alle identisch - früher oder später legt man sich dann auf einen der vier Recken fest und spielt so bis zum Ende weiter.

    Erlösendes Friendly Fire

    Killzone Killzone Auch wenn Killzone über kein waschechtes Teamfeature verfügt, weichen eure drei Kameraden während der Missionen nicht von eurer Seite. Doch gerade dadurch fällt einem sehr schnell die äußerst dämliche KI von Killzone auf: Verbündete Soldaten oder Teammitglieder haben die äußerst nervende Angewohnheit grundsätzlich in der eigenen Schusslinie herumzustehen und unter permanenter Ladehemmung zu leiden. Dann anstelle den Helghast kräftig einzuheizen stehen eure Kumpel meist nur recht dümmlich grinsend in der Gegend herum und warten auf den erlösenden Gnadenschuss, welchen sie wohl früher oder später von euch selbst abbekommen werden. Auf der feindlichen Seite ist die KI zwar etwas mehr als nur unnötiges Beiwerk, kann aber trotzdem in ihrem Verhalten sehr gut vorausgesehen werden. Dennoch haben uns die Helghast gut eingeheizt - nur weil sie nicht die schlauesten sind, heißt das noch lange nicht, dass sie auch leicht zu besiegen wären.

    Duck and Cover

    Killzone Killzone Anstelle von abwechslungsreich gestalteten Abschnitten, in denen eine Überraschung die nächste jagt, findet man sich sehr oft in der selben, festgenagelten Situation wieder: Alle paar Meter hat sich eine Truppe Helghast hinter einigen Hindernissen verschanzt und man ist gezwungen jeden einzelnen von ihnen mit dem mehr oder weniger schwammigen Zielsystem auszuschalten. Danach geht es weiter - in den nächsten Raum voller verschanzter Feinde. In Killzone seid ihr also nicht nach dem typischen Rambo-Vorbild unterwegs, sondern solltet etwas vorsichtiger und gezielter vorgehen, da ein direkter Angriff meist in die Hose geht. Im Vergleich zu so manchem Genrekollegen ist dies zwar vorbildlich in Bezug auf den Realismus, jedoch in Sachen Spielspaß auf Dauer etwas ermüdend. Das liegt natürlich auch daran, dass ihr nicht nur ständig vor sehr ähnliche Situationen gestellt werdet, sondern es auch in Sachen Abwechslung nicht sonderlich weit mit Killzone her ist.

    Killzone Killzone Die von einigen Kollegen scharf kritisierten Ruckler in der Grafik sind zwar vorhanden, stören aber in Bezug auf das Gameplay nur kaum. Das Problem ist nämlich weniger die stellenweise miserable Framerate, sondern eher das äußerst lahme und sehr zähe Verhalten eures Soldaten selbst. Der braucht nämlich nicht nur eine halbe Ewigkeit um seine Waffen nachzuladen, sondern schleppt sich auch sonst mehr durch die Gegend als das er läuft. Natürlich lässt sich der gute Mann per Tastendruck auch zum kurzzeitigen Sprint in eine Richtig bewegen, so richtig gut steuern lässt er sich dann aber nicht mehr. Diese zähe Läuferei passt einerseits ganz gut zum ohnehin etwas taktischeren und realismusbetonten Gameplay, sorgt bei actiongewohnten Naturen aber schnell für zeitweilige Langeweile und dank der ewigen Nachladeanimation auch manchmal für Frust.

    Prächtige Grafik mit kleinen Macken

    Killzone Killzone Technisch zeigt Killzone an vielen Stellen wirklich Atemberaubendes: Die wohl schönsten Explosionen in einem PS2-Spiel, aber auch traumhafte Nebel- und Regeneffekte machen den Weg durch die abwechslungsreich gestalteten Level zum optischen Genuss. Da darf es an manchen Stellen auch ein bisschen ruckeln, denn jede Mission kann als Wiedergutmachung mit neuen optischen Überraschungen glänzen und bietet zudem Leveldesign auf sehr hohem Niveau. Doch obwohl die Leute von Guerrilla Games anscheinend in Sachen Technik jede Menge Ahnung haben, gibt es auch hier etwas zu meckern: Das verwendete Ragdoll-System ist nämlich alles andere als realistisch, in Killzone dürfte es wohl die meisten Total-Verrenkungen in einem Videospiel überhaupt zu beobachten geben. Auch wenn ihr einmal selbst den Löffel abgebt, ist der Ärger darüber nicht so groß, da man die eigene Spielfigur in solchen Situationen grundsätzlich völlig verknotet am Boden liegend bewundern darf. Manchmal stolpert man sogar über drehende oder zitternde Gliedmaßen am Boden - Killzone ist für mehr Lacher gut als man denkt. Hinzu kommen vollständig fehlende Lippenbewegungen bei Dialogen, allerdings ist dies nur bei deutscher Spracheinstellung der Fall, was wiederum auf massiven Zeitmangel bei der Fertigstellung des Spiels hindeutet.

    Killzone Killzone Die filmähnliche Musik und die hervorragenden deutschen Dialoge können sich dafür wirklich hören lassen. Hier wurde offensichtlich sehr viel Aufwand betrieben und ganz besonders die Waffengeräusche und zahlreichen Explosionen stechen mehr als angenehm aus dem Einheitsgeballere der üblichen Genrevertreter heraus. Auch die Sourround-Effekte kommen sehr gut zur Geltung und in manchen Situationen hatten wir das unheimlich packende Gefühl mitten im Kampfgetümmel zu stehen. Lediglich die übertriebenen Sterbegeräusche der Helghast dürften nicht jedermanns Sache sein, da haben es die Entwickler etwas zu gut mit blutgetränktem Sterbegeröchel gemeint. Verübeln kann man es den finstren Burschen mit den Leuchtaugen nicht, aber sie sterben eindeutig viel zu laut und zu langsam.

    Spaßiger Onlinemodus

    Killzone Killzone Ein waschechter Egoshooter muss natürlich auch online gespielt werden können und Sony hat mit Killzone ein weiteres Mal beweisen, dass auch die PS2 in dieser Hinsicht hervorragende Dienste erweisen kann. Die sechs gut durchdachten, allerdings nicht unbedingt innovativen Spielmodi können auf acht verschiedenen Maps mit bis zu 16 Teilnehmern gespielt werden. Auf den Servern war während unserer Tests auch schon jede Menge los, wer also einen actiongeladenen und sehr gut gelungenen Online-Shooter für die PS2 sucht, wird mit Killzone bestens unterhalten.

    Killzone (PS2)

    Singleplayer
    7,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    stellenweise bombastische Grafik
    sehr gute Waffen- und Kriegsgeräusche
    fordernder Schwierigkeitsgrad
    stimmige Atmosphäre
    sehr guter Onlinemodus
    gelungene Lokalisierung
    60Hz Modus
    dämliche KI auf beiden Seiten
    sehr lineares und abwechslungsarmes Gameplay
    keine Interaktivitäten
    stellenweise starkes Ruckeln
    seltsame Sterbe-Verrenkungen
    fehlende Sprachanimationen bei deutschen Dialogen
    auf Dauer nervendes Helghast-Geröchel
  • Killzone
    Killzone
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Guerrilla Games
    Release
    28.11.2004

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990101
Killzone
Killzone im Gamezone-Test
Sonys angeblicher Halo-Killer bietet zwar tolle Grafik, leidet aber unter ein paar sehr störenden Macken.
http://www.gamezone.de/Killzone-Spiel-10532/Tests/Killzone-im-Gamezone-Test-990101/
07.12.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/12/TV2004120318220401.jpg
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