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  • Avatar Kinect: Talkshow für die virtuellen Egos

    Mit dem neuen Tool für das Fun Lab kann man sendereife TV-Shows inszenieren.

    Sich miteinander zu unterhalten ist auf der Xbox 360 noch nie ein Problem gewesen. Per Party-Feature können sich bis zu acht Spieler miteinander verbinden und wenn man sich beim Unterhalten auch noch sehen will, gibt es den unkomplizierten Video-Chat für zwei Teilnehmer. Mit Avatar Kinect nun schuf Microsoft die Möglichkeit die beliebten Avatare miteinander kommunizieren zu lassen, das per Kinect nicht nur die Gesten des Users überträgt, sondern auch die Mimik des Sprechenden scannt und auf den Avatar überträgt, zumindest theoretisch. Ob das auch in der Praxis funktioniert wie erhofft, lest ihr im folgenden Text.

    Rund 650 MB groß ist Avatar Kinect, welches sich nach dem Download im Kinect Fun Lab einnistet. Weshalb es sich dort versteckt und nicht in der Spielesammlung angezeigt wird noch im Kinect Hub direkt anwählbar ist, ist uns ein Rätsel. Noch dazu, wo man sich auch das Fun Lab erst herunterladen muss und es nicht schon im System vorhanden ist. So mancher wird also erst mal vergeblich suchen, wie man das frisch installierte Avatar Kinect eigentlich starten kann.


    Doch hat man diese Hürde genommen, wird man von einer einfach zu bedienenden und übersichtlichen Oberfläche begrüßt, die auf den ersten Blick erkennen lässt zu was Avatar Kinect in der Lage ist. Es geht nämlich schlicht darum unseren Avataren eine gemütliche Umgebung zu bieten, in der sie sich mit anderen Avataren treffen können um sich gepflegt miteinander zu unterhalten. Dazu stehen uns gut 15 verschiedene Räume zur Verfügung, wie ein TV-Studio, eine Bühne, die Mondoberfläche oder ein Märchenwald. Wer es lieber etwas neutraler möchte kann auch aus mehreren einfarbigen Hintergründen wählen, die bis auf die vorhandenen Sitzgelegenheiten für die Avatare keinerlei weitere Objekte enthalten. Je nach Räumlichkeit gibt es auch verschiedene Konfigurationen dieser, also Platz für zwei, vier oder acht Avatare, wobei uns alle auch die Möglichkeit des Monologs bieten. Dieser macht durchaus Sinn, denn man kann sämtliche Sitzungen auch aufzeichnen und teilen, wofür uns zwei Wege zur Verfügung stehen. Zum einen können wir die so erstellten Videos direkt per Avatar Kinect für unsere Freunde verfügbar machen, zum anderen ist es auch möglich die Videos per Facebook zu teilen oder direkt auf kinectshare.com zur weiteren Verwendung herunterzuladen. All zu lang aber dürfen die Gespräche nicht sein, die Videos sind nämlich auf 5 Minuten limitiert.

    Das Interessante an Kinect Avatar will nun sein, dass man mit seinem Avatar nicht nur gestikulieren kann, auch die Mimik des Sprechenden soll übertragen werden. So sollen möglichst lebensnahe Gespräche entstehen bei denen auch die Gefühlslage der dahinterstehenden Person transportiert wird, was in der Praxis aber nicht so ganz funktioniert. Das fängt schon bei den Händen an, die sich eigentlich nie so verhalten wie wir gestikulieren. Auf das drehen der Hände reagiert Avatar Kinect ebenso wenig wie auf ausgestreckte Finger, um beispielsweise auf jemanden zeigen zu können. Nicht viel besser sieht es bei der Gesichtserkennung aus. Zwar erkennt das Programm recht gut wann wir sprechen und öffnet dabei den Mund des Avatars, der Rest des Gesichts aber verhält sich eher unkoordiniert. Besonders bei Brillenträgern versagt das System komplett und es ist praktisch unmöglich eine Gefühlsregung zu transportieren. Egal ob wir lachen oder böse schauen, was auf dem Avatar landet sind höchstens ein paar nervös zuckende Augenbrauen. Derweil haben wir durchaus verschiedene Beleuchtungen ausprobiert und optimale Verhältnisse für Kinect geschaffen, das mit der Mimik aber wollte nicht so recht klappen.


    Tucholskys Zitate mit Freunden teilen, Avatar Kinect machts möglich.
    Derweil kann man mit Avatar Kinect durchaus seinen Spaß haben, denn die Entwickler ließen sich ein paar nette Gimmicks einfallen um den Auftritt der Avatare zu inszenieren. So bietet uns jede Räumlichkeit einen Backstage Bereich, von dem aus unsere virtuellen Egos einzeln auf die Bühne gehen können, was je nach Umgebung anhand verschiedene Animationen geschieht. Mal puffen wir in einem Wölkchen in die Gesprächsrunde und ein ander mal kommen wir lässig hereingeschlendert. Gleiches gilt wenn wir die Bühne verlassen, auf dem Mond beispielsweise stilecht per Moonwalk. Auf diese Art und Weise kann man also eine regelrechte TV-Show inszenieren, bei der ein Gast nach dem anderen die Bühne betritt. Und weil der jeweilige Moderator wahrscheinlich voll und ganz mit Gestikulieren und Sprechen beschäftigt ist, kann ein anderer Teilnehmer, egal ob ebenfalls auf der Bühne oder im Hinterzimmer, Einfluss auf die Kameraführung nehmen und sogenannte Emotions ausführen. Dabei handelt es sich um manchmal recht brauchbare Dinge, wie Applaus aus dem Publikum oder herabfallende Konfetti, mitunter aber auch recht alberne Dingen, wie ein herumfliegendes Ufo. Sogar an die Möglichkeit einer Quiz-Sendung hat man gedacht, weswegen man auch ein Richtig oder Falsch einblenden kann. Etwas schade dabei ist, dass die Bedienung dieser Emotions recht zäh von Statten geht, so dauert es mitunter schon wenige Sekunden bis nach dem Tastendruck das entsprechende Menü erscheint und dann nochmal wenige Sekunden, bis ausgewählte Emotion auch ausgeführt wird. Das führt natürlich dazu, dass die Emotions oft deplatziert wirken, weil sie gerne zu spät kommen.

    Im gesamten aber stellt Avatar Kinect eine nette Spielerei dar, welche die Lücke zwischen Voice-Chat und Video-Chat auf amüsante Art und Weise schließt. Dabei gefällt die Möglichkeit die Gespräche entsprechend einer TV-Show zu inszenieren ebenso, wie sie aufzeichnen und mit seinen Freunden teilen zu können. Dabei kann man über die nicht optimale Erkennung der Gesten und der Mimik wohlwollend hinwegsehen, woran man sich mit der Zeit gewöhnt und sich dann eben entsprechend der Fähigkeiten seines Avatars verhält. Spaß macht die Sache auf alle Fälle, auch wenn man in der Praxis für ein schnelles Gespräch wohl weiterhin den gewohnten Voice-Chat nutzen wird.

    Quelle: www.gamezone.de

  • Kinect Adventures
    Kinect Adventures
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Rare
    Release
    10.11.2010
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von EgoBoy95
    Da könnte man was geiles draus machen. Zum Beispiel hat jeder in der Talkshow ein Alan Wake-Bessessenen-Outfit und die…
    Von PhilCassidy
    mal was für zwischendurch, ich finds ganz witzig 
    Von fertigo
    Also mir würds auf´n Nerv gehen da jedesmal nur ne Karikatur einer Person zu sehen. Das endet höchstens in geistige…
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von EgoBoy95 Erfahrener Benutzer
        Da könnte man was geiles draus machen. Zum Beispiel hat jeder in der Talkshow ein Alan Wake-Bessessenen-Outfit und die quasseln dann so mit Alan oder Barry. Man, wäre das geil 
      • Von PhilCassidy Erfahrener Benutzer
        mal was für zwischendurch, ich finds ganz witzig 
      • Von fertigo
        Also mir würds auf´n Nerv gehen da jedesmal nur ne Karikatur einer Person zu sehen. Das endet höchstens in geistige Verstümmelung, denn spassig ist das auf Dauer sicherlich nicht.
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970276
Kinect Adventures
Avatar Kinect: Talkshow für die virtuellen Egos
http://www.gamezone.de/Kinect-Adventures-Spiel-10573/News/Avatar-Kinect-Talkshow-fuer-die-virtuellen-Egos-970276/
25.07.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/07/avatarkinect.jpg
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