Kinect Rush im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Größtenteils ein recht simples 3D Jump & Run, weswegen man nicht von einer klassischen Mini-Games-Sammlung sprechen kann.

Nach Disneyland Adventures verarbeiten Microsoft und Disney mit Kinect Rush einen weiteren Freizeitpark für die Bewegungssteuerung Kinect. Dieses Mal sind jedoch die Pixar-Filme an der Reihe.

Fünf Filme, doch da fehlt was...

Kinect Rush Kinect Rush In Kinect Rush übernimmt man die Rolle eines Kindes und bewegt sich durch einen Pixar-Freizeit-Park, in dem fünf Themenwelten vorherrschen: Cars, Oben, Toy Story, Die Unglaublichen und Ratatouille. Bekannte Filme wie Das Große Krabbeln, Wall-E oder Findet Nemo fehlen leider komplett. Man kann fast vermuten, dass es hier DLC-Pläne gibt. Deswegen fällt der Umfang vergleichsweise gering aus. Pro Themenwelt gibt es drei Level zu absolvieren, die alle recht schnell bewältigt sind. Nach rund 3 Stunden hat man alles gesehen. Durch mehrmaliges Durchspielen kann man immerhin neue Charaktere und Spezialfähigkeiten freischalten, die innerhalb der Level weitere Wegen eröffnen. Und um Gold zu erlangen, ist ohnehin ein wenig Übung nötig.

Dieses externe Embedding ist leider nicht mehr verfügbar.

Kinect Rush Kinect Rush Schade ist, dass der Freizeitpark sehr klein und leer ausgefallen ist. Zwar wuseln Kinder umher, doch mit ihnen interagieren kann man nicht. Auch gibt es nichts zu entdecken, da man lediglich zu den nächsten Attraktionen rennt. Die fallen aber immerhin ganz witzig aus. Bei Cars liefert man sich heiße Verfolgungsjagden, während um einen herum alles zu Bruch geht. Man springt über Abgründe, umschifft Hindernisse und sammelt Münzen. Um den Wagen zu steuern hält man die Hände wie an einem Lenkrad und springt ab und zu in die Luft. Das funktioniert sehr gut, besser als bei Joyride. Um zu beschleunigen muss man die Hände nach vorne strecken.

Ein wenig Wiederholung

Kinect Rush Kinect Rush Zu rund 50 Prozent ist Kinect Rush aber im Prinzip ein 3D Jump & Run, bei dem man sich mit einer Figur meist immer nur nach vorne bewegt, über Hindernisse springt, Klettert und Münzen sammelt. Zwar gibt es immer wieder kleinere Abzweigungen, doch insgesamt sind die Level sehr linear ausgefallen. Ob man jetzt mit Woody aus Toy Story oder mit den Ratten aus Ratatouille unterwegs ist, bis auf das Szenario ändert sich am Spielprinzip eher nichts. Um zu laufen, muss man seine Hände so bewegen, als ob man rennen würde. Optional kann man auch mit den Beinen einen kleinen Lauf imitieren, was aber nicht zwingend nötig ist. Um sich zu drehen, muss man sich ein wenig nach rechts oder links lehnen.

Kinect Rush Kinect Rush Auch wenn die Steuerung in diesen Abschnitten ohne größere Lags funktioniert, sobald man sich drehen muss, um eine präzise Aktion durchzuführen oder auf einen bestimmten Punkt zu springen, wird es doch ziemlich fummelig und etwas nervig. Sobald man dann aber in anderen Sequenzen Abhänge herunter rutscht oder seine Hände ausstreckt um mit einem Fluggerät zu fliegen, macht die Steuerung wieder deutlich mehr Spaß. Für kompliziertere Manöver, die leider hin und wieder vorkommen, ist das Konzept in diesem Spiel nicht sehr gut zu gebrauchen und teils sogar frustrierend. Die Flugeinlagen oder eine kleine Paddel-Sequenz, das sind Dinge, die so richtig viel hermachen, doch leider haben es die Entwickler verpasst, ein wenig mehr Abwechslung in die Aktionen zu bringen, da wäre mehr drin gewesen. Letztendlich wiederholt man 4-5 Bewegungsvorgaben immer wieder. Abschnitte, in denen man zum Beispiel frei fällt, sind einfach zu selten, obwohl sie mehr Spaß machen, als die sich ähnelnden Jump & Run-Abschnitte.

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