Auch der zweite Teil kann begeistern, nicht nur wegen der gut funktionierenden Sprachsteuerung in Deutsch.
Auf die Plätze! Fertig! Los! Entwicklerschmiede Rare startet in die zweite Saison und möchte mit sechs zumindest für sie neue Sportarten dem wohlgenährten Fettpolster Angst einjagen und dem erhöhten Kalorienbedarf zu Weihnachten rigoros entgegen wirken. Wer sich nicht schon vorab mit der Demo vom Xbox Live Marktplatz warm gespielt hat, kann demnächst nicht nur mit vollem Körpereinsatz in das Komplettspiel einsteigen, sondern lautstark das Spielgeschehen beeinflussen. Nach Tagen des Trainings steht unser Ergebnis fest: Nichts unerwartetes, aber definitiv wieder absolut gelungen und unterhaltsam. Warum, lest ihr in unserem Review.
Kinect Sports 2
Am eigentlichen Grundkonzept wurde in Kinect Sports Season Two natürlich kaum etwas verändert. Komplett ohne lästigen Controller oder irgend einer anderen Ersatzperipherie am Körper werden dank Kinect sechs Freizeitbeschäftigungen in das heimische Wohnzimmer transferiert und damit die Couch-Potatoes ordentlich zum schwitzen gebracht. Nur wenige Minuten auf dem Rasen und in Bewegung reichen aus, um alsbald die schweißtreibende Anstrengung in den Muskeln spüren zu können. Geboten werden Königsdisziplinen des amerikanischen Sports mit American Football und Baseball, winterliches Skifahren, hektisches und stressiges Tennis und geradezu gemütliches Golf. Darts fällt bisweilen aus dem Rahmen des gelungenen Programms, fügt sich aber recht unterhaltsam in das Repertoire ein. Gespielt wird wieder alleine gegen den Computer, online gegen den Rest der Welt oder mit bis zu vier Teilnehmern im privaten Kämmerlein, wobei weitere Herausforderungen zwischen Freunden einen zusätzlichen Ansporn vermitteln.
Euer Wunsch ist mir Befehl
Quelle: computerandvideogames.com
Kinect Sports 2
Die Auswahl ist zugegebenermaßen nicht sonderlich einfallsreich. Gerade Tennis erinnert auf dem ersten Blick an Tischtennis aus dem letzten Ableger und z. B. Golf wie auch Baseball wurden nicht das erste Mal unter Zuhilfenahme einer Bewegungssteuerung umgesetzt. Allen anderen Entwicklern voraus hat Rare aber das unglaublich gelungene Spielgefühl. Dies fängt grundsätzlich bei der Präsentation an, welche wieder kindgerecht aber ansprechend umgesetzt wurde. Vor jedem Wettkampf lassen sich die Avatare fanatisch feiern, jubeln der Menge zu und bekommen dafür ohrenbetäubende Gesänge und Jubelschreie zu hören. Nicht selten rufen die Fans lautstark "du schaffst es" oder "wir glauben an dich" in Situationen, wo der Sieg nahe steht und man dank der beklemmenden Atmosphäre doch die Nerven zu verlieren droht und deshalb die Gefahr besteht, den Spielzug noch zu verpatzen. Jeder Sieg oder Punktegewinn wird wieder scheppernd mit ordentlicher Discomucke aus einer Spanne von Rock'n Roll bis zu aktuellen Dance- und Pop-Krachern gefeiert. Vor allem in einer geselligen Runde kann man nicht anders als seinerseits jubelnd die Arme hochzuwerfen und mit der Linzenz-Musik zu tanzen.
Quelle: computerandvideogames.com
Kinect Sports 2
Das verspielte Menü aus dem Vorgänger wich einer schlichteren Variante, welche dagegen aber übersichtlicher und aufgeräumter wirkt. Schnell habt ihr die jeweilige Sportart ausgesucht, spezielle Einstellungen vorgenommen, die Anzahl der Teilnehmer bestimmt und dürft nach einer kleinen Ladepause auch schon loslegen. Wirklich gelungen ist aber vor allem die Sprachsteuerung komplett in Deutsch. Kein mühseliges Suchen des Zeigers mehr, sondern einfach darauf los plappern. Ungeniert und nur ganz selten fehlerbehaftet manövriert Kinect auf Kommando durch die Menüs, als ob es die Sache völlig selbstverständlich wäre. Trotz allem, die Grafik ist eher zweckmäßig als dass sie die Xbox 360 ins schwitzen bringt - denn eine feuchte Stirn sollte man nur vom Spieler erwarten, der im Angesicht der bewegungsintensiven Herausforderungen vor der Kamera herum hampeln muss.
