King Arthur The Roleplaying-Wargame im Gamezone-Test

Test CharLu

Eine immer währende Spannung, die einen trotz des Anspruchs dazu treibt dran bleiben zu wollen.

Legenden und Mythen sind der Stoff aus dem die Videospiele sind - meistens jedenfalls. Egal ob geschichtlich belegt oder aus dem großen Portfolio der überlieferten Sagen bezogen, bedienen sich viele Spiele-Entwickler im Reich des Fantastischen. So auch die Herrschaften von "Neocore", die mit ihrem neuen Ableger "King Arthur: The Role-Playing Wargame" in den britischen Topf der Mystik gegriffen haben. Der sagenumwobene König Arthur, sein Schwert, dass er aus dem Stein zog und die Ritter der Tafelrunde, die voller Ehre dem Empire gedient haben, entführen in ihre Ära und lassen die Heldenzeiten - zumindest virtuell - noch einmal aufleben.

Nichts Neues und doch frischer Wind

King Arthur The Roleplaying-Wargame King Arthur The Roleplaying-Wargame Zugegeben, der gute König Arthur hat schon oft herhalten müssen, da Hersteller Mystisches von der Insel verpackt und final als Brettspiel, Buch, Film oder eben Videogame präsentiert haben. Sicher gehört der ehrwürdige Kronenträger zu den Lichtgestalten, die auch in Zukunft genug Inhalt bieten, welches man wieder und wieder verwenden kann. Allein schon eine andere Sichtweise zaubert frischen Wind in die angestaubte Geschichte und entführt Interessierte in eine fast schon vergessene Zeit. So wie nun auch wieder geschehen, will man euch einmal mehr überzeugen erneut mit König Arthur in die Vergangenheit zu reisen. Virtuell versteht sich - und so haben die Entwickler "Neocore" das einstige Britannien in Pixel verpackt, so dass ihr auf die große Reise gehen könnt. Dabei begegnen euch vorzugsweise bekannte Elemente, wie sie allseits für Strategiespiele typisch sind. Und doch finden sich gleichfalls kleine i-Tüpfelchen, welche den spielerischen Genuss frisch und unverbraucht erscheinen lassen.

Erst denken, dann handeln

King Arthur The Roleplaying-Wargame King Arthur The Roleplaying-Wargame Egal ob Einsteiger oder fortgeschrittener Spieler, es empfiehlt sich das Tutorial vollständig und intensiv zu spielen, denn schon hier zeigt sich, dass der Schwierigkeitsgrad eine harte Nuss ist, die es gilt im weiteren Verlauf des Geschehens mit allen Tricks und Raffinessen des strategischen Spiels zu knacken. Dabei ist besagte Übersicht am Anfang sehr hilfreich und auch später solltet ihr eure Schritte nachhaltig durchdenken, bevor ihr einen Befehl erteilt. Doch jede Aktion kann nur so gut sein wie es die Gegner zulassen und so müsst ihr dann und wann damit rechnen, auf dem Schlachtfeld einer überaus starken KI gegenüber zu treten. Bogenschützen, die es besser drauf haben als eure eigenen Herrschaften oder aber das untrügliche Gefühl, dass die Widersacher, deren Land man vereinnahmen will, im Rang als auch Level einfacher sowie schneller als man selbst aufsteigen, können schon einmal für Frustmomente sorgen. Selbst Spieler des Vorgängers, die sich grundlegend in dieser Weiterführung rund um König Arthur zurechtfinden werden, stolpern Zwangsweise über ein paar unschöne Ecken und Kanten, die den sonst eher vorherrschenden Strategiegenuss nicht 100%tig gut schmecken lassen.

Manchmal wiederholt sich die Geschichte

King Arthur The Roleplaying-Wargame King Arthur The Roleplaying-Wargame Retrofans hingegen werden sich dem Eindruck nicht erwehren können, dass die neuerlichen Kampagnen einen netten Gruß aus der Vergangenheit schicken. "Defender of the Crown" bot seinerzeit schon sehr ähnliche Aufgaben, wenn auch zeitlich ein wenig später platziert, da man mit dem guten König und seinem Schwert Excalibur zusammen mit den Mannen der Tafelrunde das entzweite Britannien wieder vereinen sollte, um so dem Land Wohlstand und Glück zu bescheren. Ein frommer Wunsch, der sich seit damals nicht gravierend verändert hat und nur anders verpackt zur Neubewältigung lädt. Ausgestattet mit dem Wissen, dass ihr in rundenbasierten Aufeinandertreffen in die Schlacht zieht und erst dann dem Echtzeitkampf Tür und Tor öffnet, wartet gesamt eine große Kampagnenkarte auf euch. Diese gilt es nach und nach von den feindlichen Königen und Edelleuten zu säubern, so dass das dargestellte, geographische Areal das eure wird. Hinzu kommt, dass viele gute wie weniger gute Kleinigkeiten euer Vorhaben beeinflussen. Dazu gehört z.B. der Jahreszeitenwechsel, der nachhaltig bestimmt welche Aktionen ihr ausführen könnt oder nicht. Ein Kampf im Winter ist beispielsweise undenkbar - eröffnet allerdings auch vollkommen andere Perspektiven und Chancen, den Eroberungszug noch besser zu planen als auch auszuführen.

King Arthur The Roleplaying-Wargame King Arthur The Roleplaying-Wargame Selbst wenn sich die vielen Schlachten ähnlich wie vergleichbare Titel des Genres spielen, so bieten sich euch doch interessante Auffrischungen bzw. Neuerungen. Das Stichwort sind z.B. magische Fähigkeiten, welche den Rittern als Anführer der Armeen, euren Verbündeten und natürlich den Mitgliedern der Tafelrunde inne wohnen. Ganz nach Belieben lassen sich diese Fähigkeiten aktiv als auch passiv in das Kampfgeschehen einbringen. Dabei müsst ihr Situationsbedingt entscheiden, ob ihr die Truppe sozusagen einfach nur mental stärken oder den Kampf-Akt selbst erhöhen wollt. Da vieles zum Thema König Arthur eher der Mythologie als der Tatsache zuzuordnen ist, ist dieser durchaus als neu zu bezeichnende magisch-fiktive Aspekt eine angenehme Erfrischung im sonst so strategischen Reigen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk