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  • King of Fighters XI im Gamezone-Test

    Eine technisch und spielerisch hervorragend ausgereifte Fortsetzung die erfolgreich nach der Genre-Krone greift.

    Mit der Einführung der NextGen-Konsolen und ihren Downloadangeboten wird sich ein Genre in den nächsten Jahren sicher drastisch verändern und zwar das des schon ungefähr eintausendmal todgesagten 2D-Beat'em'Ups. Statt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen CD bzw. DVDs zu veröffentlichen, wie wir dies seit Street Fighter 2 & Friends kennen, wage ich einmal zu prophezeien, dass wir in Zukunft unsere regelmäßige Prügeldosis mit diversen Points bezahlen werden und am Ende nur ein paar Dateien auf der Platte schlummern. Mit King of Fighters (KoF) XI von SNK Playmore für die PS2 ist es aber noch nicht so weit, denn das Spiel wird noch in einer hübschen DVD-Hülle ganz traditionell ausgeliefert. Aber schließlich ist bei diesem Spiel so einiges traditionell und das im bestmöglichen Sinne des Wortes.

    King of Fighters XI King of Fighters XI Zunächst aber fällt ganz untraditionell auf, dass SNK nicht mehr die Jahreszahl mit im Titel hat, was wohl darauf hindeutet, dass man die Lust an jährlichen Updates verlor, denn eigentlich ist XI der Nachfolger zu 2003 und der zweite Teil der "Tales of Ash" Trilogie. Hier deutet sich schon an, dass man die Spielewelt erst mal in zwei Teile spalten kann. Geschätzte 98 % werden sich für diesen Titel so sehr interessieren, wie für alle KoF Teile zuvor, nämlich gar nicht. Die verbleibenden zwei Prozent teilen sich noch einmal auf, diesmal in die größere Gruppe, die sich über einen neuen Teil der Serie freut, der Story dahinter aber keinerlei Bedeutung beimisst und diese ignoriert. Eine kleine, recht fanatische Fangemeinde allerdings verfolgt gespannt den Fortlauf einer ominösen Handlung um irgendein Turnier, Gruppen, die die Weltherrschaft erringen wollen, Kämpfer die aus bestimmten Gründen kommen und gehen und Ähnliches. Wer sich damit schon seit Jahren intensiv beschäftigt, dem kann ich in diesem ganzen Review wohl sowieso nichts neues mehr erzählen, der weiß auch, was die "Tales of Ash"-Trilogie ist und hat das Spiel sowieso schon gekauft. Allen anderen sage ich aus vollem Herzen: Ja es gibt eine Story und Nein, für den Spielablauf spielt sie nicht die geringste Rolle. Zwei bis sechs Mann gehen rein, einer bis drei gehen raus, wir spielen hier ein Prügelspiel.

    Die glorreichen Sieben...undvierzig

    King of Fighters XI King of Fighters XI Das ist natürlich etwas übertrieben formuliert, denn auch ich freue mich auf eine kleine Story, wenn ein Charakter durchgespielt ist, aber trotzdem ist dies im Gegensatz zu den Änderungen im Spiel peripher. Zu diesen gehört natürlich, dass die Riege der Kämpfer sich wie mit jeder Installation der Serie wieder ein wenig geändert hat. Auf stolze 47 Kämpfer kommt man in der PS2-Fassung, alle mit ihrem eigenen kleinen Plot und zahllosen Specialmoves. Daher nenne ich mal der Einfachheit halber die Charaktere, die seit 2003 nicht mehr dabei sind: Kusanagi, Joe, Robert, Chang, Daimon, Mukai, Jhun, Leona, Billy, Yamazaki, Mai, Hinako, Chizur und Maki. Dafür kamen auch wieder ein andere alte wieder dazu, nämlich Kula, Vanessa, Eiji, Kensou Ramon und Kasumi. Auch der Duck King, mein persönlicher Favorit ist wieder dabei, wobei seine treue Ente wie eh und je an seiner Seite ist, während b.Jenet Kennern von Garou ein Begriff sein wird. Es würde den Rahmen des Reviews sprengen hier jeden der 47 zu nennen und zu beschreiben, es sei nur so viel gesagt, dass wohl für jeden etwas dabei sein dürfte, egal ob er auf den traditionellen Typus des harten 2D-Kämpfers steht oder auf eher etwas skurrilere Absonderlichkeiten, auch sind alle Spielweisen von schnell und sprungfreudig zu träge und durchschlagend inklusive aller Zwischenstufen vertreten. Zu der sowieso schon stattlichen Zahl der Kämpfer können noch fünf Zwischengegner freigespielt werden, für die ihr allerdings schon ein bisschen was leisten müsst, beispielsweise dass kein Kämpfer in den ersten drei Runden K.O. geht und ähnliches.

    King of Fighters XI King of Fighters XI Einer anderen Tradition der Serie bleibt aber auch KoF mit einer Hartnäckigkeit treu, die einfach wirklich nur erstaunlich ist. Ein großer Kritikpunkt der Vorgänger war stets der absolut unfaire Endgegner, der nicht einfach nur fordernd war, sondern so tief in die Kiste schmutziger Tricks griff, dass nicht mal mehr die Füße zu sehen waren. Und Überraschung, bei XI heißt die Nemesis Magaki und ich verspreche euch an dieser Stelle Prügel nach Strich und Faden, fast egal auf welchen Schwierigkeitsgrad ihr auf ihn trefft. Eine solche Behandlung hat der Spieler nicht verdient und ich habe zwar den normalen Modus relativ gelassen auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad bewältigt, nur um dann ein Dutzend Mal ins Pad zu beißen, bevor ich auch nur einen Sieg gegen diesen Kerl nach Hause brachte. Nur um dann daran zu scheitern, dass per Default jeder Gegner zwei Mal in Folge besiegt werden muss. Ein schwieriger Gegner ist in Ordnung, ein Gegner, der klar erkennen lässt, dass er nur unfair spielt, ist ein Motivationskiller.

    Für Kenner und Könner

    King of Fighters XI King of Fighters XI Was die Schlagkombos, Super Cancels, Tag Kombos usw. angeht ist hier wieder einmal der Profi gefordert, der die Tiefe, in die SNK mittlerweile das 2D-Fighting eingegraben hat, zu schätzen weiß. Der schnelle Button-Smasher wird zwar auch ein wenig Freude mit dem Spiel haben, die wirklichen Feinheiten wollen aber trainiert werden. Vor allem mit dem Tag-System hat sich SNK einen Gefallen getan, denn inzwischen treten ja schon längst nicht mehr nur die drei Kämpfer des eigenen Teams in Folge an, sondern können wunderbar ihre Fertigkeiten vernichtend kombinieren. Ein Wechsel ist jetzt auch möglich, wenn der Spieler den Gegner gerade in der Mangel hat und der während des Angriffs eingewechselte Kämpfer kann dann noch seine Spezialität hinzufügen und so einen besonders vernichtenden Angriff starten. Wird man dagegen selber gerade durch die Mangel gedreht, darf ebenfalls der Kämpfer gewechselt werden, vielleicht kann ein anderer der Riege ja besser Konter geben oder ist einfach noch nicht ganz am Ende seiner Energieleiste. An normalen Specials hat jeder der Kämpfer auch ein stattliches Repertoire, so dass man eine ganze Weile beschäftigt sein dürfte, wenn man sich auch nur einen Bruchteil der Gebotenen zu Eigen machen möchte.

    Wenig Neues aber endlos viel Bewährtes

    King of Fighters XI King of Fighters XI Auch an Spielmodi hieß bei SNK die Devise Klotzen statt Kleckern, denn Arcade, Arcade VS, Team Play, Team Play VS, Single Play, Single Play VS, Endless Mode und Challenge Mode sollten eine ganze Weile jeden 2D-Prügel-Fan bei Laune halten können. Leider hat man sich nichts wirklich Neues ausgedacht, denn letztendlich heißt es wirklich immer nur Kämpfer wählen und rein in den Ring. Das man bevorzugt in einem Team von drei antritt kann über zehn Jahre nach dem ersten Teil nicht mehr als Innovation gewertet werden, auch wenn es immer noch Spaß macht. Während einige 3D-Fighter das Geschehen durch Bonusspiele neben den Arcademodi auflockerten, zeigt man sich hier sehr puristisch. Schade ist auch, dass wir in Europa mal wieder auf den Onlinemodus verzichten müssen, der in Japan im Spiel enthalten ist.

    King of Fighters XI King of Fighters XI Aber trotz des Mangels an Innovation kann der gewaltige Umfang überzeugen und am Ende bleiben noch zwei Dinge die wirklich wichtig sind, denn all die Kämpfer und Moves sind wertlos, wenn die Spielbarkeit nicht stimmt oder die Technik in den Sand gesetzt wurde. Bei der Steuerung hat SNK gefeilt und siehe da, XI steuert sich noch mal ein wenig besser als seine auch schon nicht zu verachtenden Vorgänger. Flüssig gehen die Kombos und Specials selbst mit dem Pad von der Hand und wer ein Arcadeboard besitzt, der kann sich auf perfektes Automatenfeeling freuen. Kein Prügelspiel der letzten Zeit hatte eine solch traumhaft flüssige Steuerung und wer mal einen Move nicht hinbekommt, kann es nur schwer auf irgendwelche Hakeligkeiten schieben. Er war halt einfach zu schlecht.

    Schöner Look in niedriger Auflösung

    King of Fighters XI King of Fighters XI Auch grafisch hat man sich mächtig ins Zeug gelegt und endlich, dass erste Mal bei der Serie im neuen Jahrtausend, sehen die Hintergründe richtig nach was aus. Farbenfroh, vielseitig, detailliert und wohlanimiert, so wollen wir 2D-Hintergründe im Jahr 2007 sehen. Zumindest fast, denn die Auflösung könnte sich auch auf der PS2 etwas höher schrauben lassen, die Mid-Res-Auflösung fällt vor allem bei den Charakteren unschön ins Auge. Die Animationen und das Design der Kämpfer sind ein wenig vom arg pseudo-futuristischen Animelook der letzten Vorgänger zurück zu den ursprünglichen SNK-Teilen gegangen, etwas, das mich persönlich gefreut hat und sicher auch alte SNK-Hasen begrüßen dürften. Über einen Mangel an spaßigen Details, kleinen augenzwinkernden Scherzen und effektvollen Specials kann man sich nicht beschweren. Dazu kommt ein insgesamt perfekt durchgestylter Look, kurze Ladezeiten, ein klassischer, rockig-japanischer Beat'em'Up-Soundtrack und knackige Soundeffekte, alles in bester Tradition des NeoGeo-Fighting-Spiels.

    King of Fighters XI (PS2)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Detaillierte
    farbenfroher und durchgestylter Look
    rockiger und zum Genre passender Soundtrack
    sehr umfangreiche Kämpferriege
    scheinbar endloses Moverepertoire mit ausgefeiltem Tagsystem
    zahlreiche Spielmodi
    Mittlere PS2-Auflösung nicht mehr ganz zeitgemäß
    absolut unfairer und nerviger Endgegner
    genretypisch wenig generelle Innovation
  • King of Fighters XI
    King of Fighters XI
    Publisher
    Ignition Entertainment
    Developer
    SNK
    Release
    06.06.2007

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King of Fighters XI
King of Fighters XI im Gamezone-Test
Eine technisch und spielerisch hervorragend ausgereifte Fortsetzung die erfolgreich nach der Genre-Krone greift.
http://www.gamezone.de/King-of-Fighters-XI-Spiel-10652/Tests/King-of-Fighters-XI-im-Gamezone-Test-991347/
04.07.2007
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