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  • Kingdom under Fire: The Crusaders im Gamezone-Test

    Massenschlachten und handfeste Strategie? Auf einer Konsole? Wie so etwas harmonieren kann lest ihr in unserem Test.

    Innovatives Taktikgemetzel

    Strategiespiele haben es auf Konsolen nicht gerade einfach. Meist ist es die Steuerung von vielen verschiedenen Einheiten, welche einen Strich durch die ambitionierte Rechung macht. Die koreanische Spieleschmiede Phantagram probiert mit "Kingdoms under Fire: The Crusaders" ein paar neue Ansätze aus und bringt tiefgängige Strategie, zusammen mit einer dicken Portion Kampfgemetzel exklusiv auf eure Xbox.

    Kingdom under Fire: The Crusaders Kingdom under Fire: The Crusaders Wenn der mittelalterlicher Held das erste Mal in Kingdom under Fire auf dem Schlachtfeld steht, werden viele von euch sofort an "Dynasty Warriors" denken. Denn sobald man auf eine feindliche Einheit trifft, zoomt das Spiel ein gutes Stück näher heran und es beginnt eine klassische Massenschlacht wie man sie schon seit vielen Jahren aus dem Hause Koei gewohnt ist. Dabei steuert ihr die Hauptfigur und metzelt euch mit verschiedenen Schlagkombinationen durch die Gegnerhorden. Eure restliche Truppe könnt ihr währenddessen zwar nicht befehligen, allerdings dürft ihr per Knopfdruck eure beiden Offiziere um Unterstützung bitten. Die lassen dann einen saftigen Spezialangriff auf die Feinde los und ihr habt etwas mehr Luft zum Durchatmen. Auch euer Charakter verfügt über einen Spezialangriff, allerdings benötigt dieser - wie alle anderen auch - Fähigkeitspunkte, welche nur durch das Metzeln von Gegnern angesammelt werden können. Ihr prügelt euch also zu Beginn des Kampfes recht spartanisch durch die Feinde, sobald aber die Fähigkeitspunkte ausreichend vorhanden sind, lasst ihr eine knackige und schön inszenierte Spezialangriffskombination auf eure Widersacher los. Im Laufe des Spiels lernt euer Held noch viele weitere Spezialangriffe und Zaubersprüche, welche auch schon im Vorfeld einer direkten Konfrontation auf den Feind losgelassen werden können. Einfacher funktioniert das Ganze, wenn ihr direkt den Anführer eures Gegners aufs Korn nehmt, denn sobald dieser weggeschnetzelt ist, sterben seine untergebenen Kämpfer wie die Fliegen. Leider ist dieser Bursche nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, wodurch man oftmals dazu gezwungen ist, die Feinde Mann für Mann zu durchkämmen. Wahrscheinlich haben die Entwickler dies ganz bewusst so gestaltet um die Kämpfe nicht zu einfach werden zu lassen - etwas störend ist dieser Umstand aber dennoch. Die zahlreichen Metzelorgien können aufgrund ungünstiger Kameraeinstellungen bisweilen etwas unübersichtlich werden, machen aber trotzdem auch nach vielen Spielstunden immer noch Spaß.

    Mehr Strategie als man Anfangs denkt

    Kingdom under Fire: The Crusaders Kingdom under Fire: The Crusaders Doch wo kommt nun die Strategie zum Zug? Was macht aus Kingdom under Fire eine innovative Genremixtur? Ganz einfach: Zwischen den Kämpfen könnt ihr euch frei durch die Areale bewegen, die aktuellen Ziele auf der Minimap überprüfen, eure Reihen ordnen, Fallen stellen und sogar einzelne Späher in feindliches Gebiet entsenden. Denn bei diesem Spiel geht es nicht nur um wilde Massenschlachten, zu großen Teilen geht es auch um strategisch geschicktes Einheitenmanagement. Neben der normalen Infanterie stehen euch nämlich noch Speerkämpfer, Kavallerie, Bogenschützen, Pioniere, Paladine, Sturmreiter und viele weitere Einheiten zur Verfügung. Die Dunkle Legion hingegen zieht unter anderem mit berittenen Bogenschützen, Axtkämpfern, Ork-Ghulen, Riesenskorpionen, Sumpfmammuts und Lindwürmern in den Kampf. Dadurch ergibt sich ein klassisches Schere-Stein-Papier Prinzip und ihr müsst nicht nur die richtigen Einheiten mit in die Mission nehmen, sondern selbige auch geschickt und richtig einsetzen. Denn bis auf die Infanterie, welcher auch euer jeweiliger Held angehört, dürft ihr die restlichen Truppen nicht selbst im Kampf steuern. Vielmehr kommt es bei Bogenschützen, Speerträgen und Pionieren darauf an, wo ihr sie auf der Karte positioniert und zu welchem Zeitpunkt des Kampfes ihr sie in die Schlacht ziehen lasst. Zusammen mit dem geschicktem Einsatz von Zaubersprüchen, Umgebungseinflüssen, Formationen und Spezialangriffen ergibt sich eine ganze Palette an taktischen Möglichkeiten, welche weit über tumbes Monstergemetzel hinausgehen. Es macht einfach jede Menge Spaß seine Nahkampfeinheiten beispielsweise in einem Hinterhalt zu postieren, mit den Pionieren ein paar Fallen zu legen und die dadurch angeschlagenen Gegner mit der anstürmenden Kavallerie umzurennen. Ein dicker Zauberspruch und ein paar Feuerpfeile hinterher und schon ist vom feindlichen Kampfverband nicht mehr viel übrig.

    Nach dem Kampf ist vor dem Kampf

    Kingdom under Fire: The Crusaders Kingdom under Fire: The Crusaders Zwischen den einzelnen Missionen, von denen es in jeder der vier Kampagnen ca. 10 Stück gibt, dürft ihr eure Truppen mit erhaltenen Erfahrungspunkten fleißig aufleveln und beim Händler an der Ecke auch Waffen und Rüstung aufbessern lassen. Somit wurde sogar an ein kleines Rollenspielsystem integriert, was für ordentliche Langzeitmotivation sorgt. Genau wie die zahlreichen Zaubersprüche und Fähigkeiten welche hier ebenfalls weiter ausgebaut werden können. Neben diesem wichtigen Feature dürft ihr zwischen den Einsätzen im Wirtshaus noch Söldner anheuern oder die Gespräche eurer Männer belauschen. Danach geht es auf die taktische Übersichtskarte zurück, von wo aus ihr einfach den nächsten Einsatz auswählt, ein schmuckes Briefing dazu erhaltet und euch schließlich ins Kampfgetümmel stürzt. All diese Stationen werden von jeder Menge gesprochenem Text und einer liebevoll ausgearbeiteten Story begleitet - von trockenen Menüs und lahmer Hintergründgeschichte fehlt hier jede Spur. Die vier Kampagnen sind in Sachen Spielzeit recht üppig ausgefallen und selbst echte Experten sollten für die späteren Missionen bis zu einer Stunde Spielzeit einplanen. Damit aber noch nicht genug: Auch an einen Mehrspielermodus über Xbox Live hat man gedacht. Hier war zwar zum Zeitpunkt unseres Tests noch nicht sonderlich viel los, die vorbildliche Kartenauswahl und die übersichtlichen Ranglisten sind eine solide Basis für heiße Online-Duelle. Lediglich die Begrenzung auf einen einzigen Deathmatch-Spielmodus könnte so manchem Live-Spieler säuerlich aufstoßen.

    Ungünstige Perspektiven

    Kingdom under Fire: The Crusaders Kingdom under Fire: The Crusaders Obwohl die spielerischen Möglichkeiten sehr umfangreich und stellenweise sogar komplex ausgefallen sind, kann man dies von der Steuerung nicht behaupten. Trotz der Funktionsfülle ist alles sehr sauber auf dem Joypad verteilt worden und selbst für Anfänger sofort verständlich. Die verschiedenen Einheiten werden per Schulteraste durchgewechselt, Befehle gibt man mit der A-Taste und Zaubersprüche werden per Digipad ausgewählt. Trotzdem ist das Bewegen der Einheiten nicht immer ganz so einfach wie man es von anderen Genrevertretern gewohnt ist: Da die virtuelle Kamera auch gleichzeitig zur Auswahl der Marsch- und Angriffsziele auf der Karte dient, ist man recht häufig am Drehen und Wenden der Perspektive. Dies wäre ja eigentlich noch zu verkraften, allerdings entwickelt die Kamera stellenweise ein sehr unangenehmes Eigenleben und dreht sich zudem viel zu zäh und langsam. In brenzligen Situationen, welche schnelle und präzise Entscheidungen verlangen, kann dies fatale Auswirkungen auf eure Truppe haben. Klar, man kann auch die kleine Übersichtskarte mittels Schultertaste einblenden um dort Befehle zu erteilen, aber selbst damit ist ein punktgenaues Manöver nicht immer ganz einfach. Gerade dann, wenn manche Einheiten einfach nicht genau das machen wollen, was man von ihnen verlangt: So rennt zum Beispiel die Kavallerie gerne recht orientierungslos in der Gegend herum und selbst ein Befehl zum sofortigen Halt wird nicht immer gleich beachtet. Richtig katastrophal wird es dann, sobald ihr euch innerhalb eines dichten Waldes befindet, denn dort hängt die Kamera meist richtig schön zwischen den Baumkronen fest und ihr seht rein gar nichts außer Blätter. Da die virtuelle Kamera immer an euren Truppen festklebt, seht ihr erst dann wieder etwas vom Spielgeschehen, sobald ihr den schützenden Wald verlassen habt. Auch wenn man mit etwas Übung seine Einheiten recht gut unter Kontrolle behalten kann und das Konzept der Steuerung im Prinzip sehr gut ausgefallen ist, sehnt man sich stellenweise einfach nach etwas mehr Freiheit und Übersicht, gerade dann, wenn man dem Strategiegenre normalerweise auf dem PC frönt.

    Optisch ein echter Hingucker

    Kingdom under Fire: The Crusaders Kingdom under Fire: The Crusaders Die technische Umsetzung des Spiels kann ganz besonders in Bezug auf die Grafik als hervorragend bezeichnet werden. Die Charakterdesigner im Hause Phantagram haben ganze Arbeit geleistet und den digitalen Kriegshelden nicht nur einen unverwechselbaren Look verpasst, sondern auch noch glaubhafte Charakterzüge angedichtet. Ganz besonders die männlichen Spieler werden beim Anblick von Vampirlady Morene Strident, Offizierin Cirith oder Heldin Lucretia schwach werden - so leckere Mädels tanzten es seit "Final Fantasy X-2" nicht mehr über unserem Bildschirm. Aber auch fernab der weiblichen Kurven kann das Spiel mit seiner Grafik glänzen: Die Massenschlachten sind mindestens so imposant ausgefallen wie bei "Rückkehr des Königs" und glänzen mit wunderschön animierten Kämpfern. In manchen Situationen reicht das Gemetzel aus hunderten von Einheiten fast bis zum Horizont und kommt trotzdem nicht ins Stocken. Lediglich die aus "Dynasty Warriors" bekannte Nebelwand in weiter Ferne ist auch hier vorhanden, allerdings lange nicht in solch einer auffälligen und störenden Form. Die zahlreichen Zwischensequenzen sind allesamt in Echtzeitgrafik gehalten und demonstrieren sehr eindrucksvoll, wie man mit ungewöhnlicher, virtueller Kameraführung und hervorragenden Texturen ein sehr filmnahes Erlebnis schafft. Man merkt einfach, dass dieser Titel exklusiv für die Xbox entwickelt wurde und die Entwickler deshalb auch etwas mehr in die grafische Trickkiste gegriffen haben.

    Zweischneidige Lokalisierung

    Kingdom under Fire: The Crusaders Kingdom under Fire: The Crusaders Was die passende Beschallung angeht, werden sich sicherlich die Geister scheiden. Denn anstelle von mittelalterlichen Klängen erwarten euch bei Kingdom under Fire kräftige Heavy Metal Tracks, die zwar im Schlachtgetümmel richtig gut passen, an ruhigeren Stellen aber auch ziemlich nervtötend sein können - Musik bleibt zwar Geschmacksache, aber sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt! Absolut hervorragend ist dafür die deutsche Lokalisierung der Texte und vollständig gesprochenen Dialoge ausgefallen: Die Sprecher der Charaktere klingen in der deutschen Version mindestens so gut wie im englischen Original und man erkennt an jedem Satz, dass hier richtig viel Aufwand, Zeit und Geld investiert wurde. Gerade bei einem Dialog-Mammutwerk wie diesem, muss die durchweg gelungene Lokalisierung besonders gelobt werden. Aber gerade weil die Lokalisierung in Sachen Übersetzung so aufwendig ausgefallen ist, ist es absolut unverständlich, warum die Anpassung an den PAL-Standard so misslungen ist. Es sind zwar keinerlei Balken zu erkennen, allerdings ruckelt das Spiel auf deutschen Systemen sehr unangenehm, da man die Framerate der Grafikengine nicht ordentlich angepasst hat. Das Spiel ruckelt nämlich in der US-Fassung überhaupt nicht, was ganz klar für Nachlässigkeit bei der technischen Lokalisierung spricht. Wirklich schade, dabei hatte man sich bei der restlichen Lokalisierung so viel Mühe gegeben.

    Kingdom under Fire: The Crusaders (XB)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    innovativer Genremix
    viel spielerischer Tiefgang
    lange Spielzeit
    vier umfangreiche Kampagnen
    tolle und fesselnde Story
    wunderschönes Charakterdesign
    toll inszenierte Massenkämpfe
    Mehrspielermodus über Xbox Live
    sehr aufwendige deutsche Lokalisierung
    ständiges PAL-Ruckeln
    sehr eigenwillige Kamerasteuerung
    deshalb manchmal viel zu hektisch
  • Kingdom under Fire: The Crusaders
    Kingdom under Fire: The Crusaders
    Publisher
    Deep Silver (DE)
    Release
    20.10.2004

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Sims 2 Release: Die Sims 2 Electronic Arts , Maxis
    Cover Packshot von Shattered Union Release: Shattered Union Take-Two Interactive , PopTop Software
    Cover Packshot von Kingdom Under Fire: Heroes Release: Kingdom Under Fire: Heroes Phantagram
    Cover Packshot von Playboy: The Mansion Release: Playboy: The Mansion Arush Entertainment (US)
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Kingdom under Fire: The Crusaders
Kingdom under Fire: The Crusaders im Gamezone-Test
Massenschlachten und handfeste Strategie? Auf einer Konsole? Wie so etwas harmonieren kann lest ihr in unserem Test.
http://www.gamezone.de/Kingdom-Under-Fire-The-Crusaders-Spiel-10621/Tests/Kingdom-under-Fire-The-Crusaders-im-Gamezone-Test-990048/
03.11.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/TV2004102115340301.jpg
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