Gamezone - Die Community von Spielern für Spieler!

Knights of the Temple II (XB)

Release:
05.01.2006
Genre:
Action
Publisher:
Atari
Übersicht News Tests(1) Tipps Specials Bilder Videos Downloads

Knights of the Temple II im Gamezone-Test

17.01.2006 14:03 Uhr
|
Neu
|
Paul de Raque bringt zwar mittlerweile ordentlich Erfahrung mit, zeigt aber auch schon erste Schwächen.

Knapp über ein Jahr ist es nun her, dass der junge Templer Paul de Raque sein erstes Abenteuer bestritten hat. Damals gelang den Entwicklern zwar kein Überraschungshit, doch "Knights of the Temple" konnte durchaus als gelungener Geheimtipp durchgehen. Seit einigen Wochen metzelt sich der gute Paul wieder durch Horden an Höllenkreaturen, zumindest auf dem PC. Nun steht auch die Konsolenvariante des Hack & Slay in den Händlerregalen und buhlt mit einem Low-Budget-Preis um die Gunst der Spieler. Bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, ob "Knights of the Temple 2" auch spielerisch überzeugen kann.

Knights of the Temple II Knights of the Temple II [Quelle: Siehe Bildergalerie] Seit dem letzten großen Abenteuer sind viele Jahre ins Land gezogen. Nach dem Sieg gegen den dämonischen Lord Bischof zog sich der Jüngling der Templer keinesfalls zurück, er kämpfte weiter gegen die bösen Machenschaffteen der höllischen Artgenossen. Mittlerweile ist er ein erfahrener Großmeister des Tempelordens geworden, leidet aber an zutiefst beunruhigenden Visionen. Während eines langen Studiums der alten Schriften der Klosterbibliothek von Birka bringt Paul einiges über seine Visionen in Erfahrung. Er stößt auf eine uralte Prophezeiung, nach der sich ein weiteres Tor zur Hölle auftun wird. Die hellseherischen Bilder visualisieren den Schrecken und Terror, welcher sich über ganz Europa ausbreiten wird. Das alles kann der kampferprobte Ritter des Templerordens nicht zulassen. Zusammen mit euch stürzt er sich ins Kampfgetümmel gegen die Herrschharren an Höllenkreaturen.

Die Suche nach drei Artefakten

Knights of the Temple II Knights of the Temple II [Quelle: Siehe Bildergalerie] Sonderlich einfallsreich ist die Hintergrundgeschichte ja nicht, abermals geht es um den Kampf zwischen Gut und Böse, wobei Paul de Raque wieder als Weltenretter herhalten darf. Ihm allein ist es bestimmt, drei versteckte Artefakte zu finden, mit deren Hilfe der Prophezeiung ein Strich durch die Rechnung gemacht wird. "Das Auge" soll ihm helfen, den schon lange in Vergessenheit geratenen Ort des Höllentores zu finden. "Die Waffe" ist das einzige Mittel, um das Schutzsiegel zu brechen, und "Der Schlüssel" ist die einzige Möglichkeit, das Tor zu schließen. Die Suche nach diesen drei Gegenständen gestaltet sich als primäre Mission eurer Reise durch Europa, alles andere sind nur Nebensächlichkeiten. Neuerdings metzelt sich Paul nicht von einer Welt zur anderen durch, die Orte können sogar frei gewählt werden - eine völlig neue Handlungsvielfalt, welche durchaus Abwechslung in das ansonsten recht lineare Hack & Slay-Abenteuer bringt. Durch bis zu 18 Sidequests seid ihr sogar gezwungen, viele Städte und Orte mehrmals aufzusuchen.

Knights of the Temple II Knights of the Temple II [Quelle: Siehe Bildergalerie] Ihr werdet in ein recht düsteres, mittelalterliches Szenario hinein geworfen, in dem Tod und Schrecken die Länderrein beherrschen. Ein Besuch der römischen Kleinstadt Sirmium ist sicherlich kein Erholungstrip. Die Pest hat die Ansiedlung heimgesucht, in den sehr dunklen Gassen und Straßen werden überall Oper der schrecklichen Krankheit auf den Scheiterhaufen geworfen, während andere Einwohner ihre Heime verbarrikadieren. Besucht Paul das erste Mal die Piratenstadt Ylgar, gerät er mitten in eine große Schlacht der Bewohner gegen die Sarazenen. Von den Schiffen aus werden die Mauern bombardiert und Bogenschützen sorgen für ein schweres Vorankommen. Die Sarazenen sind zudem gewande Säbelschwinger, die nur selten einen Fehler machen. Die Suche nach den Artefakten wird den Templer auch in die arabisch angehauchte Stadt Yusra führen, in der Andersgläubige nicht gerade Willkommen sind. Schnell findet sich Paul im Kerker wieder, in dem die Gefangenen unglaublichen Foltermethoden ausgesetzt werden - Stachelbetten und Feuersäulen sind hier noch die harmloseren Arten, um den Menschen schmerzen zuzufügen.

Einteilung des Spielverlaufs

Knights of the Temple II Knights of the Temple II [Quelle: Siehe Bildergalerie] Unter anderem stellen diese drei großen Städte die Haupthandlungszentren von "Knights of the Temple 2" dar. Deren Bewohner versorgen Paul mit dem neuesten Tratsch und ab und an auch wichtigen Informationen zu den Artefakten. Die Konversationen laufen hauptsächlich über Bildschirmtexte ab, viel zu selten sorgt eine Sprachausgabe für hörbare Dialoge. Manch einer bittet den Templer um einen Gefallen, was einen der nicht immer nötigen Sidequests auslöst. Ihr sollt z.B. Gegenstände aus anderen Städten beschaffen, bestimmte Feinde töten oder Informationen sammeln - besonders abwechslungsreich gestaltet sich das aber nicht. Eine saubere Trennlinie zwischen Hauptmissionen und Nebenaufgaben werdet ihr schon bald missen, einige der als Sidequests eingestuften Tätigkeiten müssen nämlich für das Hauptziel ebenfalls erledigt werden. Die Geschichte wird durch Erzählungen der Personen z.B. in den Wirtshäusern vorangetrieben, einige Visionen und in Spielgrafik gehaltene Videos tragen ebenfalls dazu bei. Insgesamt solltet ihr aber keinen tiefgründigen Handlungsstrang erwarten - eigentlich typisch für ein Hack & Slay.

Knights of the Temple II Knights of the Temple II [Quelle: Siehe Bildergalerie] Bevor ihr in die Schlacht zieht, lohnt sich der Besuch bei einem Händler oder Schmied. Dort deckt man sich mit heilenden Gegenständen und den neuesten Rüstungen wie auch Waffen ein. Das nötige Geld wird unterwegs aus Truhen und Kisten geklaut oder als Belohnung für das Erledigen von Sidequests ergattert. Voll ausgerüstet startet ihr die Expedition in unbekannte Gefilde: Dunkle Klostermauern, verlassene und längst vergessene Inseln und Schiffsfriedhöfe wie auch unheimliche Tunnels und düstere Katakomben werden bis in den letzten Winkel abgesucht. Nur noch recht wenige und kleine Schalterrätsel fordern ein wachsames Auge. Die teils unübersichtliche Architektur der Bauten dagegen sorgt eher für kopfloses Herumirren in den Gängen und Gassen. Vor allem in den labyrinthartigen Verließen und Katakomben verliert man sehr schnell die Orientierung und viele Sackgassen erzwingen einen teils langen Rückweg. Einige Karten sind zwar auffindbar, aber nur mühsam über das Menü einsehbar. Auf der Suche nach dem Ausgang macht euch auch noch die Kamera einen Strich durch die Rechnung: Diese kann neuerdings zwar von Hand justiert werden, erweist sich aber als äußerst schwerfällig. An jeder Ecke oder Kante bleibt das Bild hängen und nur selten kann Paul ins richtige Licht gerückt werden. Das miserable Kameraverhalten ist vielleicht sogar das große Problem dieses Spiels.

Erfahrener Benutzer
Moderation
17.01.2006 14:03 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar