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  • Knights of the Temple: Infernal Crusade - Bitterböser Bischof - Leser-Test von sinfortuna

    Knights of the Temple: Infernal Crusade - Bitterböser Bischof - Leser-Test von sinfortuna Es hätte doch so schön sein können: ein Actionspiel in mittelalterlich angehauchter Atmosphäre, eine sehenswerte Level-Optik und ein interessantes Kampfsystem, all das finden wir in "Knights of the Temple" für die Microsoft X-Box vor. Dass wir es ausschließlich mit einem Fantasy-Abenteuer für Solisten zu tun haben, ist zwar bedauerlich, aber speziell in diesem Genre eher so üblich. Vielmehr stören - die in meinen Augen unnötigen Patzer - das Gesamtbild empfindlich, auf die ich selbstverständlich jetzt gleich im Einzelnen eingehen werde. Actionfreaks riskieren trotzdem wahrscheinlich mehr als nur einen flüchtigen Blick, ob sie aber auch wirklich bis zum Ende durchhalten, ist fraglich. Denn nicht nur in punkto Spieltechnik gibt es den ein oder anderen unübersehbaren Mangel, sondern auch hinsichtlich des Gameplays ist wahrlich nicht alles Gold was glänzt. So bleibt unter dem Strich ein Spielspaß übrig, der lediglich durchschnittlichen Ansprüchen genügen kann, schade.

    Im Blickpunkt des Geschehens steht Kreuzritter Paul, offensichtlich ein Mann von Ehre. In seiner Eigenschaft als Kreuzritter - was allerdings seinerzeit angesichts der blutigen (erbarmungslosen) Feldzüge im Rahmen der Zwangs-Christianisierung aber nicht immer von besonderes ehrenhaftem Verhalten zeugte, doch dies nur am Rande - läuft ihm eines Tages ein seltsamer Kauz über den Weg: es handelt sich um einen Bischof, bei dem offensichtlich einiges nicht zu stimmen scheint. Viel schlimmer noch, es stellt sich heraus, dass dieser hochrangige Würdenträger tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, die Folge: Heerscharen an feindlichem Gesocks erfreuen sich an ihrer frisch gewonnen Freiheit und machen die Umgebung unsicher. Unter anderem wird auch noch eine junges leckeres Jungfräulein entführt und das schlägt dem Fass endgültig den Boden aus: dem finsteren Treiben des dämonischen Bischofs muss unbedingt Einhalt geboten werden. Fünfundzwanzig Spielabschnitte erwarten uns, in denen wir uns mit den Schergen dämonischen Ursprungs herumschlagen müssen, nahezu unentwegt rücken uns jene zu Leibe. Dass unser Held ein über aus talentiertes Kerlchen im Nahkampf ist, stellen wir sehr schnell fest, sonderlich überraschend kommt dies natürlich nicht.

    Um es höflich auszudrücken, könnte man nun sagen, dass "Knights of the Temple" sehr einsteigerfreundlich ausgefallen ist und in der Tat freuen sich Genre-Neulinge und Gelegenheitszocker über erstaunlich geringe Probleme bezüglich der Handhabung und der uns gestellten Herausforderungen. Der Nachteil dabei: das Ganze läuft viel zu simpel ab, erfahrene Zocker langweilen sich schnell, jeglicher Tiefgang bleibt außen vor. Per simplem Tastendruck lassen wir das Schwert auf den Feind niedersausen oder auch Pfeil und Bogen eine klare Sprache sprechen, mitunter blocken wir geschwind und führen anschließend Konterattacken aus, das war es im Grunde auch schon. Erschreckend: das reicht in der Regel auch völlig aus, denn trotz unterschiedlich einstellbarer Schwierigkeitsstufen geht das Prozedere selbst auf höherem Niveau viel zu glatt durch. Da ändert es auch prinzipiell nichts, dass die Feinde (Monks, Friedhofswächter, Mutanten, sonstiges dämonisches Gesocks) im Laufe der Zeit deutlich an Intelligenz gewinnen, es reicht (für diese) immer noch nicht. Taktik? Ein Fremdwort? Anspruch? Ebenso. Langzeitmotivation? Nein. Abwechslungsreichtum? Trotz unterschiedlicher Mordinstrumente (Schwert, Axt, Zepter, Speer, Pfeil und Bogen) verkommen die Kämpfe zu Metzelorgien am Fließband. Besondere Highlights? Fehlanzeige. Lediglich die von Zeit zu Zeit ausführbaren Komboattacken (Schwungangriff, Windmühlenattacke) und Zaubersprüche (Feuerregen, Heilung, Schutzschild) bringen etwas frischen Wind ins Gameplay, doch unter dem Strich bleibt es zu eintönig. Die enthaltenen Rätsel sind zudem kaum der Rede wert, sie haben ihren Namen kaum verdient, sind extrem simpel ausgefallen. Insgesamt ist zu konstatieren: anfangs vielversprechend, doch nachher nur ein laues Lüftchen. Der Wiederspielwert ist jedenfalls gering.

  • Knights of the Temple: Infernal Crusade
    Knights of the Temple: Infernal Crusade
    Developer
    Playlogic
    Release
    08.03.2004
    Leserwertung
     
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Knights of the Temple: Infernal Crusade
Knights of the Temple: Infernal Crusade - Bitterböser Bischof - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Knights-of-the-Temple-Infernal-Crusade-Spiel-10926/Lesertests/Knights-of-the-Temple-Infernal-Crusade-Bitterboeser-Bischof-Leser-Test-von-sinfortuna-1005795/
17.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/TV2004030912323400.jpg
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