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  • Kula World: Als Gummiball unterwegs - Leser-Test von pineline

    Kula World: Als Gummiball unterwegs - Leser-Test von pineline Nun komme ich zu einem Videospiel für die Playstation, was vom Genre zu einer absoluten Randgruppe gehört und im breiten Sortiment der Playstationspiele ein Schattendasein führt. Denn "Kula World" gehört zur Gruppe der Denk- und Strategiespiele, wobei in diesem Fall der Schwerpunkt eindeutig bei Denkspiel liegen dürfte. Da es von seiner Art her so überhaupt nicht zum "Mainstream" gehört, ist es für mich nicht ganz so leicht, den Spielverlauf von Kula World zu beschreiben, denn es dürfte an manchen Stellen für die Unwissenden nur schwer nachzuvollziehen sein, aber ich möchte es zumindest einmal versuchen. Denn so oder so, unabhängig vom persönlichen Geschmack, ist dieses Spiel objektiv gesehen allein von der Spielidee her durchaus hochinteressant und es sorgt zumindest dafür, dass diejenigen, welche dieses Spiel einmal kennengelernt haben, etwas vom Image der Playstation als dumpfe Prügel-, Baller- und Hüpfspielkonsole abrücken dürften.

    Bei Kula World für die Playstation handelt es sich um eine Mischung aus Knobel- und Geschicklichkeitsspiel, es sind somit sowohl Eure Feinmotorik als besonders auch Eure grauen Zellen gefragt. Ich möchte dieses Denkspiel zunächst einmal grob als 3D-Puzzlespiel bezeichnen, wobei Ihr einen Gummiball über eine riesige Landschaft von sich ständig drehenden Bauklötzen steuert und natürlich nicht hinunterstürzen wollt. Die Spiellevel bestehen dabei aus riesigen Labyrinthen, wobei ein gutes räumliches Verständnis sicher von Vorteil ist, ein kleines bisschen solltet Ihr damals in der Schule also schon in Geometrie aufgepasst haben oder Ihr müsst dies wohl oder übel jetzt ganz schnell nachholen. Während Ihr so in der weiten Landschaft als Ball umherrollt, ist es Euer Ziel, möglichst schnell und besonders unbeschadet den Levelausgang zu erreichen. Das jeweilige Portal kann allerdings nur mit einem entsprechenden Schlüssel geöffnet werden und genau diesen müsst Ihr erst einmal ausfindig machen. Völlig klar, dass Eure spektakuläre Reise durch die 3D-Umgebung voller Gefahren steckt, Euch einige Hindernisse in den Weg gestellt werden. Ein ganz und gar nicht alltägliches Rätselabenteuer hat begonnen.

    Zunächst einmal rollt Ihr noch vergleichsweise unbeschwert als Gummiball auf den glatten Oberflächen entlang, sammelt Punkte ein und überwindet hier und da kleinere Abgründe und springt auf benachbarte Plattformen, wo Ihr dann weiterhin fleißig Punkte sammelt. Auf den Bahnen gibt es allerdings dann unzählige Extras einzusammeln, wobei jedoch auch vereinzelte gemeine Negativextras (Zeitlupe, kurzzeitig wie in Trance verzerrte Perspektiven) Euch auflauern. Jetzt dürft Ihr Euch aber nicht vorstellen, dass Ihr einfach frei nach Belieben nach links und rechts rollen dürft, denn das ist hier in Kula World nicht der Fall. Solange eine Bahn noch weiterführt, seid Ihr gezwungen, auf dieser weiterzurollen, erst wenn diese endet, müsst Ihr eine schnelle und oft schwerwiegende Entscheidung treffen: am Ende einer Bahn angelangt, könnt Ihr nämlich das gesamte Spielfeld um Euch drehen und mit einem kleinen Stubser in die entsprechende Richtung weiter- bzw. zurückrollen, je nachdem wohin Ihr gerade gelenkt habt. Unheimlich viele Variationen kommen deswegen ins Spiel, weil Ihr das gesamte Feld nicht nur um 360 oder 180 Grad, sondern auch um 90 Grad drehen könnt, was Euch dann völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Im Falle einer "nur" 90-Grad-Drehung kippt Ihr praktisch die Bahn auf die Seite, was vorher beispielsweise der rechte Rand war, ist nun die Oberfläche. Klingt etwas kompliziert, ich weiß, ist es aber eigentlich gar nicht. Da die Bahnen in den Labyrinthen ja nicht immer streng vertikal und horizontal verlaufen, neigen sie sich je nach Drehung auf einmal nach oben oder unten. Wo vorher noch unüberwindbare Abgründe waren, genügt nun möglicherweise ein ganz kleiner Sprung und es kann weitergehen. Und so wird gerollt, kurz nachgedacht, die Ebene gekippt, weitergerollt, gesprungen, gedreht und gesprungen und weitergerollt, bis Euch quasi richtig schwindlig wird (besonders wenn Ihr nach einigen Minuten das Portal immer noch nicht erreicht bzw. die Schlüssel nicht gefunden habt). Durch die vielen positiven (sammelt Ihr zum Beispiel fünf Obststücke auf, wartet eine Bonusrunde auf Euch) und negativen Extras sowie den sich langsam entwickelnden Suchtfaktor auf der Jagd nach Punkten nimmt das Spiel nach und nach immer mehr an Fahrt auf.

  • Kula World
    Kula World
    Release
    10.04.2001
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Kula World
Kula World: Als Gummiball unterwegs - Leser-Test von pineline
http://www.gamezone.de/Kula-World-Spiel-11202/Lesertests/Kula-World-Als-Gummiball-unterwegs-Leser-Test-von-pineline-1000910/
16.10.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/02/kula_world_a.jpg
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