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  • Kuon: Verfluchtes Anwesen - Leser-Test von sinfortuna

    Kuon: Verfluchtes Anwesen - Leser-Test von sinfortuna Allein der Name des Playstation-2-Spiels "Kuon" lässt noch nicht erahnen, welchem Genre es zuzuordnen ist. Tatsächlich handelt es sich um ein Gruseladventure, welches seinen Schwerpunkt aber sowohl auf den visuellen (brutalen) Horror legt als auch auf subtile Art und Weise uns Videospielern das Schaudern über den Rücken jagen möchte. Wer beispielsweise "Project Zero", "Alone in the Dark" oder auch "Resident Evil" gerne zockte, wird aller Voraussicht nach auch hier auf seine Kosten kommen. Zugegebenermaßen gibt es reichlich Unterschiede zwischen den drei eben genannten Titeln allein von der Machart her, "Kuon" siedelt sich auf jeden Fall irgendwo dazwischen an, es gehört zweifelsohne zum Bereich des "Survival Horror".. Ehrlich gesagt reicht es von der Klasse her aber bei weitem nicht an jene Werke heran, misslungen ist es aber auch keineswegs. Dass nur der Einzelspieler angesprochen wird, weder über mehrere Konsolen noch online gespielt werden darf, ist natürlich nicht so berauschend, doch daran liegt es in erster Linie nicht, dass dieser PS2-Titel aus dem Jahre 2005 im Mittelmaß versinkt. Genre-Fans sollten dennoch reinschauen, für die Genre-Gelegenheitszocker wird aber zu wenig Überragendes geboten, um diese länger bei der Stange halten zu können. Die Motivation durchweg aufrecht erhalten zu können, ist kein leichtes Unterfangen, die Anforderungen hingegen aufgrund unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade nicht allzu hart. Die düstere Atmosphäre stimmt auf jeden Fall, die vereinzelten Schockmomente sind bemerkenswert, doch vor allem einige monotone Passagen und Orientierungsprobleme trüben das Gesamtbild, zumal die Präsentation insgesamt eher nur (wenn überhaupt) durchschnittlich gelungen ist.

    Auch in "Kuon" befinden wir uns in einem großen Anwesen, in dem sich zahlreiche übelste Monsterarten tummeln. Im (früh-)mittelalterlichen Japan des 11.Jahrhunderts spielt das Szenario, so dass Maschinengewehr oder Kettensäge fehl am Platze wären, vielmehr spielt Magie die Hauptrolle und dies regelmäßig in Form von Schriftrollen, die es (natürlich) erst nach und nach zu entdecken gilt. Einst blühte dort das Leben, doch davon ist nun nichts wahrlich mehr zu spüren. Utsuki heißt unsere junge Protagonistin, die sich mit dem Schrecken auseinandersetzen muss, das brave Töchterchen ist auf der Suche nach ihrem verschollenen Vater, ansonsten hätte sie sich diesen Horror-Trip sicherlich auch liebend gerne erspart. Zu allem Unglück ist nach sehr kurzer Zeit auch noch ihre Schwester verschwunden, so dass das 15-jährige Mädchen all ihren Mut zusammennimmt und sich aufmacht ins Schreckenszenario. Interessant hierbei: ein mehrmaliges Durchspielen macht (bei Gefallen) hier bei "Kuon" wirklich Sinn, denn es sind außer der mehr als nur leicht verängstigten Utsuki auch noch Teufelsaustreiberin Sakuya und später auch noch ein richtig erfahrener Meister des Exorzismus anwählbar. Jede Figur durchlebt einen unterschiedlichen Handlungsstrang, der Start erfolgt dabei an unterschiedlichen Schauplätzen, doch alles spielt sich in der Horrorvilla ab, welche zahlreiche Mysterien und vor allem furchterregende Dinge in sich birgt. Sehr viele Geheimgänge sollen den Forscherdrang in uns erwecken, so dass wir nicht nur auf dem üblichen Weg durch Eingangshalle, Wohn- und Schlafräume und Außenbereiche wie den Garten schleichen. Typisch für "Kuon" sind auf jeden Fall die urplötzlich auftauchenden oder besser gesagt durch Decken, Wände, Türen krachenden und aus Verstecken blitzartig auftauchenden Kreaturen, welche zuweilen echte Schocker darstellen: zweifelsohne ein dicker Pluspunkt dieses Gruselabenteuers. Zudem wird - im Vergleich zu "Project Zero" oder "Alone in the Dark" viel mehr Wert auf Splattereffekte gelegt, es fließt nicht gerade wenig Blut, was aber letztlich die Sittenwächter in den nicht auf den Plan rief, eine Zensierung erfolgte nicht, es besteht eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. Die atmosphärische Dichte ist somit grundsätzlich sehr hoch, der Nährboden für ein herausragend gutes Horroradventure war eigentlich geschaffen.

  • Kuon
    Kuon
    Publisher
    Flashpoint AG (DE)
    Developer
    From Software
    Release
    28.10.2005
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Kuon
Kuon: Verfluchtes Anwesen - Leser-Test von sinfortuna
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03.01.2008
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