Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Land der Hoffnung: Land der Langeweile - Leser-Test von Ceilan

    Land der Hoffnung: Land der Langeweile - Leser-Test von Ceilan Im mittelalterlichen Land Breehn läuft leider einiges falsch. Die Bewohner hungern, es gibt kaum noch Ressourcen und zu allem Übel wird wegen der steigenden Bevölkerungszahlen auch noch der Platz knapp. Davon abgesehen wird das Land ständig von drei feindlichen Völkern aus dem Norden bedroht. Der einzige Lichtblick in dieser Situation ist das so genannte Land der Hoffnung, welches sich der Sage nach südlich von Breehn befindet. Dummerweise liegt dazwischen ein gewaltiges Gebirge, so dass noch nie jemand das angebliche Paradies betreten konnte. Doch ein einziger Tag verändert die komplette Geschichte von Breehn. Es gibt nämlich ein gewaltiges Erdbeben, das einen Teil der Berge komplett von der Bildfläche verschwinden lässt. Somit ist der Weg ins Land der Hoffnung frei und der König schickt einen seiner mutigen Söhne los. Zusammen mit einigen treuen Freunden soll der junge Mann die Gegend erkunden und dort erste Siedlungen errichten.
    Natürlich übernimmt der Spieler die Rolle des Prinzen und es ist das Ziel, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen. Alles fängt ganz unkompliziert an und Fans von Aufbaustrategiespielen werden sich schnell heimisch fühlen. Zuerst muss ein Haupthaus gebaut werden, das als Zentrale dient. Dort kann man die verschiedensten Einstellungen vornehmen was zum Beispiel die Höhe der Steuern angeht. Außerdem kann man auch alle möglichen Menüs betrachten und etwa feststellen was die Leute gerade von ihrem Anführer halten. Natürlich hängen diese Tatsachen eng zusammen. Wenn man zu hohe Steuern erhebt ist es also kein Wunder wenn die Bewohner bald rebellieren.
    Anschließend müssen, wie in jedem vernünftigen Spiel dieser Art, verschiedene Ressourcen gesammelt und verarbeitet werden. Neben Nahrung, Holz und Steinen werden auch noch diverse andere Dinge benötigt und man muss für jede Ressourcen die passenden Gebäude bauen. Für Getreide braucht man z.B. ein Kornlager und für Kohle ein Bergwerk.
    Wenn man alles richtig macht werden bald so viele Waren vorhanden sein, dass man längst nicht mehr alles für das eigene Volk benötigt. Von da an kann man Handel betreiben und so ein funktionierendes Wirtschaftssystem aufbauen. Damit man nicht völlig hilflos ist hat man fünf Berater zur Verfügung, die jeweils einer der so genannten „Säulen der Macht“ zugeordnet sind. Diese fünf Bereiche sollte man immer gleichmäßig beachten, denn wenn man ein Gebiet zu sehr vernachlässigt kann das zu schweren Unruhen führen. Die fünf Säulen sind Wirtschaft, Militär, Kirche, Diplomatie und Staat.
    Die Szenarien des Spiels sind nur äußerst selten auf Krieg ausgerichtet. Man kann zwar eine Verteidigungs-Armee ausbilden, aber es geht eigentlich nie um die pure Vernichtung eines fremden Volkes. Die Wirtschaft und die Politik (Diplomatie) sind von weit größerer Bedeutung und die Ziele der einzelnen Spielstufen sind erfreulicherweise wirklich abwechslungsreich. Manchmal muss eine bestimmte Einwohnerzahl erreicht werden oder man soll eine vorgegebene Fläche besiedeln. Und manchmal ist es z.B. auch die Aufgabe, das Wirtschaftssystem der anderen drei Völker zu ruinieren. Land der Hoffnung bietet im Vergleich zur direkten Konkurrenz (Siedler usw.) auch relativ viele Szenarien. Insgesamt gibt es vierzig Spielstufen, von denen zwanzig zur Kampagne gehören und der Rest lose (ohne Story) auswählbar ist. Bis hierhin hört sich alles gar nicht schlecht an, aber das Spiel von Innonics hat auch einige wirklich nervige Schwächen, die dazu führen dass es leider nicht zu den Referenztiteln des Genres gehört. Alles fängt schon bei der Grafik an, denn diese war schon beim Erscheinen des Games vor 2 1/2 Jahren längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Alles wirkt irgendwie ziemlich blass und schon allein das Design der Gebäude ist nicht so hübsch wie bei den Siedlern oder anderen Konkurrenten. Was noch schlimmer ist, ist aber das Fehlen des viel zitierten „Wuselfaktors“. Wo bei den Siedlern oder auch in „Die Völker“ fröhliche und niedliche Dorfbewohner ihren Beschäftigungen nachgehen findet man in Land der Hoffnung oft nur eine gähnende Leere. Auf dem Bildschirm ist einfach viel zu wenig los und ein vereinzelt auftauchender Eselskarren hilft da auch nichts mehr. Das Fehlen der Dorfbewohner führt wiederum dazu, dass viele Handlungen auf langweilige Menüs beschränkt bleiben. Wo sich bei anderen Spielen die Figürchen vor den Hütten „stauen“ wenn etwas nicht klappt kann man in diesem Game nur an den Zahlen ablesen woran es gerade mangelt. Und auch die Landschaften sind leider alles andere als schön. Trotz der (eigentlich interessanten) Wettereffekte samt Jahreszeiten wirkt die Umgebung sehr eintönig und leer. Auch in diesem Bereich kann das Spiel von Innonics nicht mit der Konkurrenz mithalten.
    Der Sound ist dafür ganz in Ordnung, obwohl auch nicht gerade fantastisch. Die Effekte und Sprachsamples können sich durchaus hören lassen und sorgen wenigstens für eine etwas lebendigere Welt. Was wiederum sehr nervig sein kann ist die Steuerung des Ganzen, denn die scheint nicht ganz ausgereift zu sein. Das merkt man einerseits schon beim Errichten der Gebäude (was bei anderen Spielen viel besser funktioniert) und andererseits auch am ziemlich dümmlichen Verhalten der Einwohner. Die schaffen es nämlich oftmals nicht, auf dem schnellsten Weg von A nach B zu kommen und auch in den Kämpfen machen sie nicht gerade das was man in der jeweiligen Situation von ihnen erwarten würde. Was in diesem Fall erschwerend hinzukommt ist das ziemlich aggressive Verhalten der computergesteuerten Völker. In dieser Hinsicht ist der Schwierigkeitsgrad nicht gerade optimal.
    Abgesehen davon geht es manchmal einfach zu langsam voran und man langweilt sich mit der Zeit.
    Fazit: Land der Hoffnung ist ein Spiel mit vielen interessanten Ansätzen, aber leider auch mit mindestens ebenso vielen kleinen und großen Designschwächen. Abgesehen von der mangelhaften Grafikqualität (die man als Strategiefan vielleicht noch verschmerzen könnte) sind es vor allem einige ärgerliche Gameplay-Elemente, die einem das Leben unnötig schwer machen. Das ist sehr schade, denn dieses Spiel hätte durchaus lange Zeit Spaß machen können, wenn man bedenkt wie groß die Zahl der Szenarien ist. Und auch die mittelalterliche Welt des Games ist mir im Prinzip recht sympathisch. Aber aufgrund der genannten Minuspunkte kann man Land der Hoffnung leider wirklich nicht als gut bezeichnen. Mit den Siedlern oder auch den Völkern ist man mit Sicherheit besser bedient. Oder auch mit den frechen Wiggles, die ebenfalls von Innonics stammen. Denn diese kleinen Gesellen besitzen endlich den Charme, den man bei Land der Hoffnung so sehr vermisst.

    Negative Aspekte:
    altbackene Grafik, schlechte Bedienbarkeit

    Positive Aspekte:
    ziemlich viele Szenarien

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Land der Hoffnung

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    6.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
994994
Land der Hoffnung
Land der Hoffnung: Land der Langeweile - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Land-der-Hoffnung-Spiel-11434/Lesertests/Land-der-Hoffnung-Land-der-Langeweile-Leser-Test-von-Ceilan-994994/
06.01.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/05/gamezone_1__0__1__2__3__4__5__6_.jpg
lesertests