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  • Laser Squad Nemesis im Gamezone-Test

    Mit LSN kredenzen uns die Macher von X-COM ein Strategiespiel der ganz besonderen Sorte.

    Für Strategie-Freaks die Erfüllung eines Traums Für Strategie-Freaks die Erfüllung eines Traums Strategie pur

    Bei Laser Squad Nemesis, welches übrigens von den Schöpfern der X-COM Reihe ins Leben gerufen wurde, handelt es sich um ein rundenbasiertes in Echtzeit ablaufendes e-Mail Strategiespiel. Wem dieses Genre noch nicht bekannt sein sollte, hier eine kurze Erklärung wie das Game in der Praxis abläuft:

    Auf der gezeigten 3D-Umgebung können wir die Einheiten der von uns gewählten Rasse positionieren. Dazu stehen uns eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung die wir möglichst günstig einzusetzen versuchen. Klar, dass stärkere Einheiten - wie ein Panzer z.B. - mehr Punkte kostet als ein einzelner Fußsoldat. Auch unterscheiden sich die vier gebotenen Rassen ziemlich stark voneinander, besitzen unterschiedliche Einheiten und Waffen, so dass sie komplett verschieden einzusetzen sind. Die Marines bauen voll auf ihre Geschwindigkeit, besitzen dafür die schwächsten Panzerungen aller Rassen, dagegen warten die Machinas mit den dicksten Panzern und stärksten Raketen auf, können sich aber im Gegenzug nur recht gemächlich bewegen. Einen ganz anderen Weg schlagen die Spawn ein, eine Alienrasse die aus den Leichen der Feinde neue Einheiten generieren kann, indem sie das Mutteralien einfach auffrisst. Nicht ganz so martialisch aber kaum weniger brutal gehen die Greys vor, kleine graue Wesen mit riesigen Köpfen und den seltsamsten Waffen die man je auf einem Schlachtfeld gesehen hat.

    Haben wir uns also für eine Rasse entschieden und die Einheiten unserem Wunsch nach aufgestellt, kann die Schlacht auch schon beginnen. Egal ob wir online gegen einen anderen Spieler zocken oder uns offline an den Missions-Kampagnen versuchen, die einzelne Runde läuft immer nach demselben Schema ab:
    Jeder Spielzug dauert 10 Sekunden Echtzeit, kann aber in aller Ruhe und ohne Zeitdruck erstellt werden. Wir klicken also eine Einheit an, zum Beispiel einen Sniper der Marines, und geben ihm dem Befehl sich einen bestimmten Weg nach Vorne zu bewegen. Das Interface verrät uns daraufhin, dass die Einheit dafür 4 Sekunden benötigt. Die restlichen 6 Sekunden des Spielzuges können wir nun mit dem Schießen auffüllen, wobei diese spezielle Einheit in der Lage ist alle zwei Sekunden zu feuern. Somit schafft es der Sniper in der einen Runde sich zu seinem Zielgebiet zu bewegen und noch drei Schüsse abzufeuern. Dabei können wir das individuelle Verhalten zwischen jedem Einzelbefehl ebenfalls beeinflussen, was nicht selten überlebenswichtig ist. Soll unser Sniper z.B. die Stellung wechseln obwohl wir nicht ganz sicher sind ob sich noch ein Feind in Schussnähe befindet, geben wir den Befehl "bei Feindkontakt zurückziehen", hängen daran den Befehl sich zum Zielgebiet zu bewegen und daran wiederum den Befehl "bei Feindkontakt feuern". Dies geschieht mit nur drei Mausklicks ohne irgendwelche Fenster öffnen zu müssen oder anderen komplizierten Methoden. Es genügt die Befehlstasten im Interface zu bemühen. Unser Sniper wird sich nun nur zum Zielgebiet bewegen, wenn er nicht unter Beschuss gerät, und von dort dann den Feind ins Visier nehmen. Sollte er hingegen aufs Korn genommen werden, zieht er sich zurück und wartet auf den nächsten Befehl. So verfahren wir mit allen Einheiten, wobei wir jederzeit die Möglichkeit haben die bisher gegebenen Befehle zu testen, um zu verhindern, dass sich die Einheiten gegenseitig ins Gehege kommen. Aber auch die zu erwartende Treffergenauigkeit lässt sich vorher anzeigen, was besonders dem Grenadier zu Gute kommt, der schon im Vorfeld auschecken kann wie seine Granate über den Boden hoppeln wird. Freilich schützt einen das nicht davor, dass sich die Feindeinheit noch im letzten Moment zurückzieht. Aus diesem Grunde gibt es drei verschiedene Arten von Schussbefehl, den Direktschuss auf eine Feindeinheit, den Direktschuss auf ein Objekt und den Schuss in eine vorgegebene Richtung, ungeachtet wo er einschlagen wird. Letzterer eignet sich ideal um Raketen in ein Gebäude zu schicken, wohingegen ersterer meist von dem Fußvolk benutzt wird, deren Gegner nie stillhalten wollen.
    Je nach Rasse gibt es verschiedene Möglichkeiten beschädigte Einheiten wieder herzustellen, denn im Spiel selbst gibt es keinen Nachschub, man muss bis zum bitteren Ende mit den Anfangs eingeteilten Units zurechtkommen. Die Marines besitzen einen ganz klassischen Medic, den man bei bedarf zur verletzten Einheit schickt woraufhin dieser beginnt sie zu heilen, ähnlich den Machinas, die eine Art Reparaturfahrzeug besitzen. Die Spawn hingegen lösen das Problem auf die altbekannte Weise, sie fressen ihre Leichen und generieren wieder neue Einheiten daraus.

    Hat man auf diese Weise allen seinen Einheiten die Befehle gegeben und uns auch der Testlauf des Zuges gefallen, schicken wir ihn ab. Der Zug macht sich nun per e-Mail auf den Weg zum Spieleserver, von dem wir innerhalb weniger Sekunden eine Bestätigung unseres Zuges per e-Mail erhalten. Sobald unser Gegenspieler seinen Zug gemacht hat, erhalten wir, selbstverständlich ebenfalls per e-Mail, ein kleines Datenpaket welches beim Öffnen auch automatisch das Spiel wieder startet, so dass wir sofort unseren Gegenzug auf die beschriebene Weise starten können. Gewonnen hat wer zuerst das feindliche HQ oder alle feindlichen Einheiten ausgelöscht hat, je nachdem was wir als Siegbedingung definiert haben.

    Wenn man sich das Spiel kauft, ist bereits ein 3 Monats-Abonnement zum online spielen enthalten, inklusive der vier Singleplayer-Kampagnen die in der frei erhältlichen Version nicht vorhanden sind. Denn Laser Squad Nemesis gibt es auch in eines kostenlosen und abgespeckten Version beim Hersteller zum Download. Mit dieser Version allerdings, die auch keine monatlichen Gebühren kostet, kann man selbst keine Online-Spiel eröffnen, man ist darauf angewiesen von einem Abonnenten eingeladen zu werden. Und selbst dann kann man nur aus drei Karten wählen und muss die Marines spielen. Um sich aber einen Eindruck vom Game zu machen reicht das allemal aus.

    Die gebotene Grafik und das zugehörige Interface wurden auf gute Spielbarkeit und Übersichtlichkeit hin optimiert. Die Karte selbst lässt sich zwar nicht drehen, was bei den gebotenen Ausmaßen auch nicht nötig ist, dafür kann man hinein- und herauszoomen und - was das wichtigste Feature ist - die 3D-Gebäude und Objekte wegblenden, so dass man Sicht auf alle begehbaren Bodenflächen hat, was besonders bei den größeren Einheiten recht wichtig ist, die schon mal in einer engen Gasse stecken bleiben können. Wobei wir auch schon den größten Kritikpunkt an Laser Squad Nemesis angesprochen haben, die Wegfindungsroutine. Denn auch wenn man, bedingt durch das rundenbasierte Prinzip, sowieso jeder Einheit in jeder Runde wieder neue Befehle geben muss, ist es doch etwas müßig immer acht geben zu müssen, dass sie sich nicht in die Quere kommen. Versucht z.B. eine Einheit ein Gebäude durch eine Türe zu verlassen, während eine andere das Gebäude betreten möchte, blockieren sie eiskalt die Türe und verwehren auch den nachkommenden Einheiten das Weiterkommen. Nur gut, dass es die Möglichkeit gibt die Befehle vor dem Abschicken des Zuges testen zu lassen.
    Dafür begeisterte uns das Interface umso mehr, welches komplett ohne Fensterchen oder Schieberegler auskommt und uns trotz der sehr komplexen Befehlsstruktur ein unglaublich flottes Spiel erlaubt. Mit nur wenigen Klicks ist es möglich die Einheiten unglaublich differenziert agieren zu lassen. Und genau das ist es auch was die Faszination dieses Spiels ausmacht, die tiefe der taktischen Simulation die man auf den ersten Blick noch nicht zu erkennen vermag.

    Die Soundkulisse hingegen gehört zu der ruhigeren Sorte. Weniger weil die Waffen keinen Bums hätten oder unsere Einheiten stumm wären, was nicht der Fall ist, sondern vielmehr deswegen, weil man die meiste Zeit mit der Planung des Zuges verbringt, währenddessen man nur die verschiedenen Klick- und Bestätigungssounds hört. Wird der Zug dann ausgeführt geht es schon Rund auf dem Schlachtplatz, aber eben nur für zehn Sekunden, bis wir wieder an der Reihe sind. Eine Musikuntermalung besitzt Laser Squad Nemesis überhaupt nicht, wäre aber auch unangebracht, besonders wenn man z.B. im Büro schnell einen Zug machen möchte ;)

    Laser Squad Nemesis (PC)

    Singleplayer
    7,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Strategie vom Feinsten
    hervorragendes Interface
    minimale Systemanforderungen
    zum Online-Spielen wird nur ein e-Mail Account benötigt
    Die Wegfindungsroutine hat ihre Schwächen
  • Laser Squad Nemesis
    Laser Squad Nemesis
    Publisher
    THQ
    Release
    04.2004

    Aktuelles zu Laser Squad Nemesis

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    Cover Packshot von Civilization 6 Release: Civilization 6 2K Games , Firaxis Games
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1019618
Laser Squad Nemesis
Laser Squad Nemesis im Gamezone-Test
Mit LSN kredenzen uns die Macher von X-COM ein Strategiespiel der ganz besonderen Sorte.
http://www.gamezone.de/Laser-Squad-Nemesis-Spiel-11548/Tests/Laser-Squad-Nemesis-im-Gamezone-Test-1019618/
05.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/Laser01.jpg
tests