Last Window: Das Geheimnis von Cape West im Gamezone-Test

Test CharLu

Last Window ist knackige Rätselkost kombiniert mit guter Stimmung und Optik.

Rund drei Jahre ist es nun her, dass Spieler mit Kyle Hyde dem mysteriösen Treiben im Hotel Dusk: Room 215 auf den Grund gegangen sind. Ob und wie die Geschichte mit und um Kyle weitergeht, stand ein wenig in den Sternen, musste der Entwickler des Titels leider Insolvenz anmelden. Doch das Licht wird erst ausgemacht, wenn der Zug auch tatsächlich abgefahren ist und so erfreut uns der Entwickler, u.a. auch Nintendo sei Dank, mit einem weiteren Spiel a la Hotel-Dusk. Last Window: Das Geheimnis von Cape West ist der frische Genie-Streich der Entwickler Cings, in dem man einmal mehr mit Kyle Hyde merkwürdige und geheimnisvolle Vorgehen entwirren muss.

Wenn mal was schief geht, dann richtig!

Last Window: Das Geheimnis von Cape West Last Window: Das Geheimnis von Cape West Zeitlich beginnt man ca. ein Jahr nach den Vorfällen im Hotel Dusk. Kyle hat eine nicht wirklich gute Zeit hinter sich gebracht und wacht eines Morgens ein wenig desorientiert in seinem Auto auf. Kein wirklich gelungener Start für einen guten Tag und es kann nicht besser werden, wenn sich just nach dem Aufwachen das Büro, "Red Crown", meldet. Die nette Stimme am anderen Ende des Telefons verkündet, dass der Ex-Polizist gefeuert ist. Und weil die Packung noch nicht dick genug ist, bekommt er noch einen Portion zum Schlucken obendrauf als er nach Hause kommt. Noch nicht richtig im Hausflur angekommen, erfährt Kyle durch einen Freund, dass das Haus in dem sie alle wohnen verkauft wurde. Binnen kurzer Zeit heißt es nun für alle Bewohner sich um eine neue Bleibe zu bemühen, da das Anwesen vom neuen Eigentümer abgerissen werden soll. Doch anstelle die Flinte ins Korn zu werfen, kümmert sich Kyle nicht unbedingt um eine neue Wohnung; Vielmehr schickt er sich an einen Auftrag zu erledigen, der ihm von einer unbekannten Person vor die Tür gelegt wird. Das nicht unterzeichnete Dokument berichtet von dem sogenannten "Scarlet Star", ein wertvolles Stück, welches in den Cape West Gebäuden abhanden gekommen ist. Interessant wird die Suche nach dem Juwel überdies, da sich herausstellt, dass Kyles Vater irgendwie in die Sache verwickelt ist.

Eigeninitiative wird belohnt

Last Window: Das Geheimnis von Cape West Last Window: Das Geheimnis von Cape West Wer seinerzeit den Vorgänger gespielt hat, wird sich in den neuen Abenteuern mit Kyle ganz schnell zu Recht finden. Aber auch Einsteiger brauchen nicht wirklich lange um mit den Gegebenheiten klar zu kommen. Über den oberen Bildschirm lassen sich die Räume erkunden und auf dem Touchscreen ist stets eine Karte verfügbar, die es auch erlaubt zu zoomen, solltet ihr auf Wichtiges, Nützliches, Brauchbares stoßen. Ein kurzer Klickt genügt und das betreffende Objekt kann ausreichend begutachtet werden. Eine Aktion, die man sehr häufig wird ausführen müssen, immerhin gibt es viele, viele Rätsel zu lösen. Dass dabei Knobelmeister und Freunde der verqueren Aufgaben nicht kurz kommen, dafür hat man auf jeden Fall gesorgt. Es wäre ja auch zu einfach, wenn ihr einen vermeintlich verloren geglaubten Ring an einem schlecht erreichbaren Ort wiederfindet und selbigen mit einer simplen Verlängerung wie einem Kleiderbügel zurück ans Tageslicht bringen könnt. Während ungeübte Rätselköpfe wohl in einem solchen Moment auf dem Schlauch stehen, wissen Füchse dagegen ganz genau, dass ein Nähkästchen mehr als nur Stopfgarn und Nadeln zu bieten hat. Ein Maßband beispielsweise muss nicht immer dazu genommen werden, Größe festzulegen, oder?!

Last Window: Das Geheimnis von Cape West Last Window: Das Geheimnis von Cape West Wohlwollend führt einen das Spiel recht linear und vor allem Ereignisreich durch die Geschichte. Zahlreichen Dialogen, die oftmals banal und unnütz erscheinen, sollten stets aufmerksam verfolgt werden, immerhin könnte sich ein brauchbares Indiz in den Aussagen verstecken. Unabhängig davon, dass euch der Hilfs-Hausmeister, die Witwe, der eher erfolglose Musiker und andere bisweilen zwielichtige Gestalten dem Ziel unter Umständen näher bringen, haben alle Bewohner des Cape West Gebäudes noch ihr eigenes Säckchen zu tragen, vollgepackt mit Geheimnissen. Selbige gilt es natürlich auch zu lösen. Im Zweifel ergeben sich stets Hinweise im Gespräch selbst, manches Mal allerdings überlässt euch das Spiel den Zug und liefert - ganz Multiple Choice like - Antwortmöglichkeiten. Je nachdem für welche ihr euch entscheidet, kommt ihr dem Geheimnis näher oder eben auch nicht. Wenn man ggf. eine richtig unüberlegte Antwort bzw. Aussage trifft, kann sogar das "Game over" erfolgen. Fast so wie im richtigen Leben, da jedes Handeln und jede Aussage eine Konsequenz nach sich zieht. Und wer partout nicht weiterkommen sollte, der darf sich nach jedem erfolgreich gelösten Rätsel über ein freigeschaltetes "Cape West" Roman-Kapitel freuen. Dies ist nicht nur nett zum Nachlesen sondern beinhaltet auch das eine oder andere Mal einen wenn auch gut verstecken Hinweis, der für die Gesamtlösung gebraucht wird.

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