Ein ganz billiges Update der Vorgängerversion wird uns mit der "TdF Centenary Edition" geboten.
Mit der "Centenary Edition" präsentiert uns Konami das Spiel zur aktuellen Tour de France Saison, welches -ehrlich gesagt- kaum Unterschiede zum Vorgänger aufweist. Genau genommen muss man schon dreimal hinsehen bis einem das geänderte Menü und die neuen Strecken auffallen.
Nach wie vor geht es bei diesem Sportspiel um den intelligenten Einsatz der Kraftreserven des eigenen Radfahrers. Demnach steuert es sich - ebenfalls nach wie vor - etwas anders als diverse andere Rennspiele. Wer nämlich schon zu Beginn all seine Kraft verbraucht wird das Ende des Rennens nur als Letzter erleben. Wer bereits den Vorgänger gespielt hat muss sich nicht umgewöhnen, da diese absolut gleich beibehalten wurde. Man benötigt also nur zwei Tasten zur Steuerung des Radrennfahrers, nämlich eine für die Füße und die zweite für die Wasserflasche. Drückt man die Fußtaste ständig, was man die meiste Zeit im Rennen macht, so hält der Fahrer seine Geschwindigkeit und kann sich im Windschatten der Konkurrenten erholen. Eine Aufholjagd ist so natürlich nicht möglich, diese beginnt man durch pulsierendes Drücken der Fußtaste, woraufhin sich unser Sportler aus dem Sessel erhebt und zu sprinten beginnt, was ziemlich auf die Kraftreserven geht und man nicht übertreiben sollte, sonst fällt unser Sportler vom Rad. Dagegen wirken können wir mit der Wasserflasche, welche ebenfalls zwei Funktionen besitzt. Ein kurzes antippen der Taste lässt den Fahrer vom Wasser trinken was seine Kondition wieder ein Stück aufbessert, wohingegen er beim Festhalten der Taste das Wasser über sich schüttet und so seine Verletzungen kuriert. Allerdings ist mit dem Wasser haushalten angesagt, denn man startet nur mit einem bestimmten Kontingent von anfänglich sechs Flaschen, die auch während der Fahrt nicht mehr aufgefüllt werden können.
Damit ist das Gameplay klar, man versucht möglichst gute Plätze einzufahren um möglichst hohe Preisgelder zu erhalten für die wir uns dann entweder diverse Trainingsstunden kaufen können, welche die einzelnen Statuswerte des Fahrers puschen, oder gleich ein neues und besseres Fahrrad finanzieren. Das ist auf die Dauer leider nicht sehr motivierend und spätestens wenn man eine Strecke mal siegreich absolvierte hat man auch keine Probleme mehr mit der richtigen Krafteinteilung, was viel vom Reiz des Games nimmt. So wird das Gameplay schon ziemlich bald recht eintönig und schafft es wohl nur wahre Radrennfahrer für längere Zeit an den Schirm zu fesseln, was sicher auch daran liegt, dass man bis auf die Rennen kaum etwas vom Sport geboten bekommt.
Die Grafik hat sich im Vergleich mit dem Vorgänger keinen Pixel verbessert und schafft es gerade noch nicht negativ aufzufallen. Immer noch beibehalten hat Konami die hässlichen visualisierten Windschatten, die sich wie Lametta um die Fahrer schlingen und überhaupt nicht ins Gesamtbild passen, ganz im Gegenteil dieses mitunter sogar zerstören. Dafür sind die Strecken selbst angenehm abwechslungsreich und manchmal sogar etwas fordernd.
Ebenfalls keinen Deut besser gemacht wurde die Soundkulisse, die während des Rennens eine fast perfekte Stille präsentiert, nur unterbrochen vom sonoren rasseln der Kette und dem immer gleichen "Ups" wenn wir Kontakt mit den Kollegen haben. Mehr gibt es schlicht und einfach nicht zu hören.
