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  • Legend: Hand of God - Legend: Hand of God im Gamezone-Test

    Trotz der vielen tollen Ideen die das Spiel liefert werden nur wenige hiervon akkurat umgesetzt wodurch viel Potential verloren geht.

    Halbstatische Draufsicht auf einen schwertschwingenden, in teure Roben gekleideten Kerl kommt dir bekannt vor? Stimmt, kommt ja auch aus Diablo! Und auch die restlichen Komponenten erinnern stark an das große Vorbild aus dem Hause Blizzard. Doch durch einige lustige aber auch interessante Ideen versuchen die Hersteller ihr Spiel von der breiten Masse an Diablo-Klonen abzuheben.

    Legend: Hand of God Legend: Hand of God Alles beginnt mit der törichten Entscheidung des überheblichen Königs der Elfen, der zusammen mit Zwergenmagiern ein unheimliches, altes Portal öffnet, voller Zuversicht die Bestien kontrollieren zu können, die es in seine Welt bringt. Doch die Dämonen überfluten das Land und töten die Anführer der Elfen und Zwerge, selbst Kaskaras, der große Magier, wird ein Sklave des Schattens. Die Völker der Zwerge und Elfen werden in vielen Schlachten so weit zurückgeschlagen und geschwächt, dass sie sich immer mehr zurückziehen und ausweichen. Doch schon bald findet Aris wieder Hoffnung, denn aus dem kargen Land der Menschen, einer bis dahin unterprivilegierten Rasse von Bauern, kommt König Targon mit einem riesigen Heer zu Hilfe und eint die versprengten Armeen unter seinem Banner um die Brut von bösen Geistern, Untoten und anderen Monstern wieder dahin zu jagen wo sie herkommen. In einem gewagten Manöver schafft er es schließlich, die Dämonen zurück ins Schattenreich zu werfen, ist jedoch nicht in der Lage, das Portal zu versiegeln. Stattdessen entzündet er mithilfe von Elfen und Zwergen eine Heilige Flamme, die alles Böse in der Umgebung sofort versengt und es den Schatten unmöglich machen soll wieder nach Aris einzudringen. Doch wie so oft in solchen Titeln ist Glück und Friede nicht von langer Dauer, denn während wir vom Novizen zum Bewahrer der Flamme geweiht werden sollen, wird das dunkle Portal gewaltsam geöffnet und die Streitkräfte der Schatten brechen wieder über das Land herein... Und wie könnte es anders sein, genau WIR sollen dem Einhalt gebieten und das Schicksal Aris' auf unseren Schultern tragen.

    Luna leuchtet einen Dungeon aus Luna leuchtet einen Dungeon aus Doch glücklicherweise sind wir auf unserer Reise nicht allein. Denn die kleine Lichtelfe Luna steht uns mit Rat und Tat, aber auch tadelnden Sprüchen, zur Seite. Das Interessante an Luna ist, dass sie von Cosma Shiva Hagen nicht nur gesprochen sondern auch verkörpert wird. Wenn man sich Luna nämlich genauer ansieht, erkennt man recht schnell Cosmas Gesichtszüge. Die kleine Lichtelfe fungiert im Spiel als Mauszeiger, hat aber auch andere Aufgaben. So leuchtet sie das Gebiet, in dem sie gerade schwebt aus, was besonders in Dungeons wichtig ist und gibt uns Tipps zum Kämpfen, dem Weg oder quatscht einfach ein bisschen mit uns. Da Mauszeiger aber für gewöhnlich relativ klein sind, kriegt man von Cosma nur wenig mit, nur in einigen Zwischensequenzen ist sie halbwegs erkennbar dargestellt. Neben dem Aussehen leiht Fräulein Hagen Luna aber auch noch ihre Stimme, zum Sound aber später mehr.

    Nervige Mausbelegung Nervige Mausbelegung Vom Aussehen her erinnert Legend ganz stark an Diablo, immerhin hat es dieselbe halbstatische Draufsicht auf den Charakter, die nur bedingt einstellbar ist, und auch ein sehr ähnliches Display. Denn wir können die Kamera nur drehen und zoomen, neigen hingegen ist nicht möglich, sodass der Spieler meist aus der ziemlich einseitigen und begrenzten Sicht handelt und dadurch manch einen Gegner erst spät entdeckt. Graphisch ist es selbstverständlich im Vergleich zu Diablo stark verbessert worden und bietet an manchen Stellen wahre Kunstwerke von wehenden Gräsern und Wasser-Spiegeleffekten. Doch vor allem in den normalen, grasbewachsenen Landschaften fehlt Abwechslung, denn so schön der Boden auch texturiert ist, so einseitig ist er auch. Spieler sowie Nichtspielercharaktere sind jedoch schön modelliert und abwechslungsreich ausgestattet und gekleidet. Diebe und andere Gegnertypen sehen zwar meist gleich aus, jedoch gibt es unter der zivilen Bevölkerung und Bewohnern Aris' viele verschiedene Kombinationen und nicht zuletzt eine hohe Bandbreite an Roben, Panzerhemden und Kleidungsstücken die wir selbst anziehen können. Das Inventar dürfte, wie auch einige andere Aspekte, bekannt vor kommen. Gegenstände die darin landen, belegen einen bestimmten Platz, so brauchen Waffen meist 6 Inventarplätze wo Amulette nur einen verbrauchen. Da wir jedoch zwei Taschen bei uns tragen und ein Händler wichtige Gegenstände für uns deponiert und als Art Schließfach dient, fällt dies kaum auf, überflüssige Gegenstände kann man zudem einfach verkaufen und wertlose Objekte einfach unterwegs wegwerfen.

    Legend: Hand of God Legend: Hand of God Neben Kleidung gibt es aber auch andere wichtige Objekte, denn nur durch Rüstungspunkte allein gewinnt man keinen Kampf. Hier stehen uns Fern- sowie Nahkampfwaffen zur Verfügung, weiterhin haben wir genretypisch Zauber und Flüche, die wir den Bestien aus der Schattenwelt an den Hals werfen können. Doch welche dieser Angriffsmöglichkeiten wir nutzen wird durch unsere "Ausbildung" bestimmt. Denn wir können zwischen fünf verschiedenen Talentbäumen wählen und jeweils zwei Talente Ausbilden lassen. Darunter sind Krieger, Schurken, Magier, Jäger und Priester. Da man aber je zwei Talente wählen muss hat man eine große Auswahl an Möglichkeiten, so beispielsweise einem heilenden Krieger oder eines meuchelnden Magiers... Großer Nachteil der Talente und Zauberfähigkeiten, die man später ausbilden kann ist die Steuerung der Fähigkeiten. Denn es gibt nur drei Aktionstasten, das sind Maus Links, Mausrad, und Maus Rechts. Diese sind aber nicht nur mit Zaubern belegt sondern beherbergen auch die "normalen" Aktionen wie "gehen" und "Kamera drehen". Wir müssen uns also aussuchen was wir wollen, entweder uns bewegen und die Welt erkunden oder auf einem Fleck stehen bleiben und Feuerbälle durch die Gegend schießen, Aktionsschnelltasten wie aus anderen Rollenspielen (meist die Zahlenreihe 1-9) gibt es leider nicht. Dadurch dass sich die Kamera auch mit der Tastatur verändern lässt fällt diese Steueroption weg, verbleiben aber immernoch nur 2 andere Möglichkeiten anzugreifen, denn mindestens eine Taste braucht man IMMER um sich bewegen zu können. Dadurch entwickelt sich das ganze recht einseitig, weil man immer nur mit einem Zauber angreift, denn Zeit zum Wechsel der Attacken hat man während eines Kampfes meist wenig. Wo ich gerade schon von Kämpfen spreche, kann ich auch gleich zum Kampfsystem übergehen. Von System kann hier aber kaum die Rede sein, denn meist arten Kämpfe in wilden Klickorgien aus, Taktik ist so gut wie keine verlangt. Man wählt einfach den stärksten Zauber oder Angriff auf einen der Aktionsbuttons, beschießt einen Gegner von der Ferne durch exzessives Klicken der entsprechenden Maustaste und fährt so immer fort. Dadurch kommt zwar anfangs ein wenig Spielspaß auf, da man recht leicht ins Spiel kommt und schnell erste Erfolge durch wildes Klicken erzielt. Doch nach wenigen Minuten wird aus den interessanten Kämpfen Routine, Spielspaß kommt im Verlauf des Spieles, zumindest durch Gegner, kaum noch auf.

    Legend: Hand of God Legend: Hand of God Wenigstens müssen wir nicht permanent durch Aris latschen, sondern können uns mit Hilfe von Runensteinen, die auf den großen Hauptstraßen und an wichtigen Städten und Dörfern aufgestellt sind, galant und schnell fortbewegen und uns sozusagen durch die schon besuchten Orte beamen. Dies funktioniert sogar unterwegs wenn gerade kein Runenstein in der Nähe ist, jedoch nur wenn wir sogenannte Portalrunen bei uns tragen, die wir erledigten Feinden abnehmen.

    Dialog in Legend Dialog in Legend Wiederum ein positiv erwähnenswertes Feature von Legend ist die schöne Soundkulisse sowie die komplett deutsche Umsetzung. Denn im Spiel, wie sollte es auch anders sein in einer deutschen Produktion, sind alle Dialoge, Gesprächsfitzelchen und Kommentare unserer Lichtelfe auf deutsch und darüber hinaus auch noch überaus liebevoll und authentisch vertont. So sprechen Wachen, Questgeber und Zivilisten allesamt auf deutsch, selbst unsere jeweiligen auswählbaren Antworten dröhnen uns aus den Boxen entgegen. Jedoch nerven Lunas Kommentare recht bald, egal ob hilfreich oder nicht. Denn nachdem sie zum vierten Male "Hier geht es aber nicht lang" sagt weil ein anderer Quest noch Vorrang hat, obwohl ein anderer Quest-NPC schon in Sichtweite hinter einer Brücke steht, möchte man die Lichtelfe ganz schnell zu Elfenhack verarbeiten.

    Legend: Hand of God (PC)

    Singleplayer
    6,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Komplett deutsch
    Schön vertont
    Lichtelfe als Mauszeiger
    Teils schöne Effekte
    Haupt- sowie optionale Nebenquestreihe
    Interaktion mit allen Lebewesen möglich
    Hintergrundgeschichte verfügbar
    Stark eingeschränkte Sicht
    Nicht einstellbare Kamerawinkel
    Total ausgelutschte Story
    Fast unspielbare Steuerung
    Idee "Luna" total verbraten
    Klickorgien statt Kampfsystem
    Hohe Anforderung für solch ein Produkt
  • Legend: Hand of God

    Legend: Hand of God

    Plattform
    PC
    Publisher
    dtp
    Developer
    Master Creating
    Release
    12.10.2007
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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    Daedalic Entertainment
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Legend: Hand of God
Legend: Hand of God im Gamezone-Test
Trotz der vielen tollen Ideen die das Spiel liefert werden nur wenige hiervon akkurat umgesetzt wodurch viel Potential verloren geht.
http://www.gamezone.de/Legend-Hand-of-God-PC-139261/Tests/Legend-Hand-of-God-im-Gamezone-Test-991586/
04.12.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/thumb/2007/10/Legend_First_Blood.jpg
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