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  • Legend of Kay im Gamezone-Test

    Das Debüt eines neuen Videospiel-Helden. Ist Karate-Kater Kay der Einstieg ins umkämpfte Genre gelungen?

    Helden gibt es auf Sonys Konsole viele, doch nicht alle schaffen es so bekannt und beliebt zu werden wie etwa Jak & Daxter, Sly Raccoon oder andere. Die Konkurrenz ist hart, doch JoWooD schickt einen neuen Abenteurer in den Kampf um die Gunst der Zocker. In seinem Debüt, Legend of Kay, darf der sympathische Karate-Kater Kay sein Talent unter Beweis stellen.

    Chaos in Yenching

    Unser Held Kay Unser Held Kay Es gab einst ein Land in dem Katzen, Hasen, Frösche und Pandas in Frieden und Freiheit miteinander lebten und tun und lassen konnten, was immer sie wollten. Doch diese Zeiten sind nun leider vorbei, denn die heimtückischen Ratten und fiesen Gorillas sind im Anmarsch. Sie nehmen das Land ein und unterdrücken die friedliebenden Bewohner von Yenching. Als schließlich auch noch die Kampfschule geschlossen wird, hat der junge Kay endgültig die Nase voll. Mit dem Schwert seines Meisters und all seinem Mut macht er sich auf den Weg ins Ungewisse. Er weiß nicht was ihn erwarten wird, doch eines weiß er ganz genau: Er muss die Gorillas und die Ratten stoppen und ihre finsteren Pläne durchkreuzen, damit das gelobte Land von Yenching wieder zu dem idyllischen Ort werden kann, der es einst gewesen ist.

    Uninspiriertes Gameplay oder coole neue Features?

    Die fernöstliche Baukunst Die fernöstliche Baukunst In der Rolle von Kater Kay macht ihr euch auf, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Dabei gibt es viel zu sehen und noch mehr zu erleben. Legend of Kay ist sicherlich kein Spiel, das vor neuen Ideen und Gameplay-Elementen nur so sprüht, doch das muss es auch gar nicht um den Spieler begeistern zu können. Es gibt einige Anleihen an bekannte Konkurrenten wie etwa Zelda, Sly Raccoon und sogar Prince of Persia, aber dennoch wurde nie dreist oder gar billig geklaut oder übernommen. Man sammelt zwar ebenfalls Herzcontainer, zerdeppert Vasen, nutzt Bomben oder schwingt über spitze Stacheln, aber es kommt nie das Gefühl auf, als wäre etwas lieblos hingepfuscht worden. Die Entwickler haben es geschafft dem Spiel, trotz der etwas angestaubten Spielmechanik, ihre ganz eigene Note zu verleihen. Allein durch das fernöstliche Flair entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die einen schnell in den Bann zieht und nicht mehr loslässt (es sei denn man hat eine unglaubliche Abneigung gegen fernöstliche Filme, Karatekämpfe usw.).

    Leider ist der Spielverlauf aber sehr linear: Es gibt zwar so genante "optionale Aufgaben" die man nicht erfüllen muss, um das Spiel erfolgreich zu beenden, aber diese bilden eher die Ausnahme und beschränken sich meist darauf, dass man etwas (wie beispielsweise versteckte Statuen) finden muss. Dafür gibt es dann eine kleine Belohnung, die einem das Leben etwas erleichtern kann, aber das war's dann auch schon. Die storygebundenen Aufgaben treiben das Geschehen zwar gut voran, sind aber oft ein wenig altbacken. Viel Neues gibt es da leider nicht, denn recht häufig müsst ihr Schlüssel suchen oder andere Dinge finden, um weiter zu kommen. Man sollte aber nicht den Fehler machen, stur der Geschichte zu folgen und die optionalen Aufgaben aufzuschieben, denn sobald man ein Gebiet abgeschlossen hat und ins nächste zieht, kann man nie wieder zurück. Irgendwie schade, denn wenn am Anfang etwas übersehen wurde, dann hat man keine Chance dies je wieder nachzuholen (es sei denn man beginnt von vorne). Klingt nun tragischer als es eigentlich ist, denn so viele zusätzliche Aufgaben gibt es ja nun auch nicht und wenn, dann verpasst man meist nichts Weltbewegendes oder hätte gar entscheidende Nachteile. Auf seinem Abenteuer verschlägt es Kay in ein stilles Wäldchen, dunkle Sümpfe und sogar das Innere eines Vulkans steht auf dem Reiseplan. Insgesamt begleitet man den sympathischen Helden gut 15 Stunden. Diverse Extras oder optionale Aufgaben, welche im ersten Durchlauf verpasst wurden, laden zum erneuten Durchspielen ein. Diese sind jedoch nicht so spektakulär, dass man sich voll motiviert gleich noch einmal in das Abenteuer stürzen will, aber dennoch ein kleiner Anreiz. In Sachen Umfang gibt es also nichts zu meckern und man wird bis zum Schluss köstlich unterhalten.

    Der Ritt auf dem Wolf Der Ritt auf dem Wolf Der Schwierigkeitsgrad ist nämlich recht gut ausbalanciert. Unfaire Stellen sucht man vergeblich, aber zu leicht ist es ebenfalls nicht, auch wenn die Tendenz eher in diese Richtung geht. Geübte Spieler werden kaum Probleme haben, sind aber auch nicht zu Tode gelangweilt. Für die Endgegner kann man aber definitiv sagen, dass diese ruhig etwas widerstandsfähiger hätten sein können. Die richtige Technik hat man schnell durchschaut und das Besiegen stellt auch keinerlei Probleme dar. Auch wenn die Oberschurken an sich ganz gut gelungen sind, so hätte man sicherlich ein wenig mehr daraus machen können. Dafür sind die kleinen Renneinlagen etwas schwerer und sehr unterhaltsam ausgefallen. Hin und wieder darf man nämlich auf einem Wildschwein, Wolf oder gar Drachen durch die Gegend reiten bzw. fliegen. Zu Boden ähnelt dies einem Fun-Racer, denn ihr müsst einen vorgegebenen Parcours meistern und mit eurem armen Tier sogar durch die Kurven sliden. Zu Luft müssen Ringe durchflogen werden und störende Minen schafft ihr Dank feurigem Atem aus dem Weg. Die Rennen sind eine wirklich witzige Angelegenheit und eine nette Auflockerung des Gameplays.

    Das Kampfsystem - Tiger & Dragon lässt grüßen

    Kampfkrallen im Einsatz Kampfkrallen im Einsatz Aufgrund des gelungenen Asia-Flairs liegt es wohl auf der Hand, dass Kay nicht mit MG und Schrotflinte durch die Gegend zieht. Gekämpft wird ganz traditionell mit dem Schwert. Doch damit es nicht zu langweilig wird, dürfen später auch spezielle Krallenaufsätze und ein dicker Hammer eingesetzt werden. Diese lassen sich sogar noch durch Upgrades verbessern. Die Wahl der richtigen Waffe ist bei vielen Kämpfen entscheidend. Über die R-Taste wechselt ihr zwischen dem vorhandenen Spielzeug hin und her. Für Gegner mit Panzerung garantiert der Hammer einen durchschlagenden Erfolg, die Krallen finden ihre Erfüllung hingegen eher in ungepanzertem Ungeziefer. Das Schwert könnte man dann vielleicht als Allrounder bezeichnen.

    Schon sehr bald lernt ihr die ersten Moves von eurem Meister. So lässt ihr Kay am Boden rollen, aus dem Sprung angreifen oder sogar den Gegner packen und in die Luft schleudern. Das Repertoire ist zwar ganz ok, jedoch lernt der mutige Kater im Laufe des Spiels nichts dazu. Eine dicke Move-Palette ist somit zwar nicht vorhanden, aber dafür bleibt die Steuerung auf diese Weise übersichtlich und leicht zu handhaben. Zudem steht euch noch eine magische Attacke zur Verfügung, in der eure Gegner gebrutzelt werden. Außerdem reichen Kays Fähigkeiten für spannende Kämpfe allemal. Mit dem interessanten Combo-System kann nochmals gepunktet werden. Sobald ihr ein wenig in die Vollen gegangen seid, zählt euer Combozähler los. Dann erscheinen kleine Pfeile, welche in die Richtung eurer (noch lebenden) Gegner zeigen. Durch kurzen Druck auf die Dreieck-Taste und die entsprechende Richtung huscht Kay dann sofort mit Flickflack zu seinem nächsten Opfer. Befinden sich Feinde in der Luft, so fliegt der Karate-Kater kurzerhand zu ihnen hin und kloppt munter in der Luft weiter. Die Gesetze der Physik interessieren ihn dabei nicht die Bohne. Das bringt unglaubliche Dynamik in die Kämpfe und sieht dazu auch noch richtig cool aus.

    Von britischen Drachen und hessischen Ninja Turtles

    Die hessischen Schildkröten Die hessischen Schildkröten Eine der ganz großen Stärken von Legend of Kay liegt ohne Zweifel in der wahnsinnig gut gelungenen deutschen Synchronisation. Das klingt nun nicht allzu besonders, denn schließlich gab es die in Jak & Daxter auch, aber das ist ja auch noch nicht alles. Der Witz dabei ist die Verwendung vieler lustiger Sprachvariationen. So begegnet ihr Fröschen mit französischem Akzent (oh mon Dieu!), lispelnden Hasen, britischen Drachen, Kampfschildkröten die Hessisch sprechen oder Killer-Krokos russischer oder türkischer Herkunft. Hier sind keine Grenzen gesetzt, denn jeder einzelne Charakter hat seine ganz individuelle (und meist unglaublich witzige) Art zu sprechen. Es gibt sogar prominente Sprecher. Der gute Kay hat beispielsweise die Stimme von Fry aus Futurama und seine Angebetete wurde von Lisa Simpsons Sprecherin synchronisiert. Schade nur, dass die musikalische Untermalung diesem hohen Niveau nicht ganz standhalten kann. Die asiatischen Klänge kann man zwar durchaus als gelungen bezeichnen, jedoch sind sie eher Durchschnittskost. Jeglicher Ohrwurmcharakter fehlt, aber insgesamt begleiten sie das Geschehen dennoch passend. Außerdem sind die Soundeffekte dafür wieder ganz ordentlich und teilweise sehr lustig (wenn man da beispielsweise mal an das Hüpfgeräusch der Hasen denkt).

    Ein grafisches Panorama

    Überall blüht etwas Überall blüht etwas Von der optischen Seite hat uns Legend of Kay absolut überzeugt. Das Gesamtbild ist sehr stimmig, denn in der Welt von Yenching gibt es eine Menge zu bestaunen. Überall ist was los. Hier wehen Gräser im Wind, da blüht ein Blumenmeer, dort liegen haufenweise Muscheln im Sand usw. Die Szenarien sind mit viel Liebe zum Detail entstanden. Doch nicht nur die Natur kann sich sehen lassen: Auch die Charaktermodelle sind hübsch und detailreich. Ebenso können auch die weichen Animationen überzeugen. Hier hat man auf viele Kleinigkeiten geachtet, denn sobald Kay aus dem Wasser kommt, schüttelt er sich erst einmal kräftig ab, wie das Kater eben so machen. Weiterer Hingucker sind die Effekte in den Kämpfen. Ob Schwerter aufeinander prallen oder Blitze durch die Gegend huschen, es wird alles in Top-Grafik dargestellt.

    Legend of Kay (PS2)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    sehr schöne Grafik
    grandiose Synchronisation
    sympathischer Held
    stimmiges fernöstliches Flair
    interessantes Kampfsystem
    kaum neue Gameplay-Elemente
    Endgegnerkämpfe etwas undurchdacht
  • Legend of Kay
    Legend of Kay
    Publisher
    JoWooD Entertainment AG
    Developer
    JoWooD Entertainment AG
    Release
    04.02.2005

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990147
Legend of Kay
Legend of Kay im Gamezone-Test
Das Debüt eines neuen Videospiel-Helden. Ist Karate-Kater Kay der Einstieg ins umkämpfte Genre gelungen?
http://www.gamezone.de/Legend-of-Kay-Spiel-11819/Tests/Legend-of-Kay-im-Gamezone-Test-990147/
31.01.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/01/lok_01.jpg
tests