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  • Legendary im Gamezone-Test

    Wir haben uns Legendary genau angeschaut und mussten feststellen, dass der Titel doch nicht ganz so legendär ist.

    Die im Vorfeld veröffentlichten Trailer, die allesamt brillant aussahen und die Atmosphäre eines toll inszenierten Fantasy-Horror-Shooters vermittelten, weckten in mir ehrlich eine wahre Vorfreude auf Legendary. Doch seit dem Erscheinen der PC-Version ist von Ataris "legendärem" Shooter nichts mehr zu hören ... Wir sind der Sache auf den grund gegangen und haben uns den Titel ganz genau angeschaut, im Zuge dessen leider auch herausgefunden warum es plötzlich so still um Charles Deckard, den Hauptcharakter im Spiel, wurde.

    Legendary Legendary Begonnen wird das Spiel mit einer Art Tutorial-Story-Einleitung, in der man als Kunstdieb in ein New Yorker Museum einsteigen muss, um die sagenumwobene "Büchse der Pandora" zu stehlen. Und schon hier stellen sich erste, grobe Fehler und Patzer der Entwickler heraus: Große, neuartige Story? Fehlanzeige? Cleveres Leveldesign? Nicht in Legendary. Ausgeklügelte Grafik-Effekte? Ansatzweise zwar angedeutet, aber leider auch nur halbherzig umgesetzt. Nachdem wir die Büchse geöffnet haben, entfliehen ihr schreckliche Monster, die die ganze Welt in ihren Bann ziehen und terrorisieren. Nach und nah zerbröckelt und zerfällt zuerst das Museum in dem wir uns befinden und letztlich sogar die nähere Umgebung des Gebäudes. Auf dem Weg nach draußen, der nach wie vor ein Tutorial darstellt, begrüßen uns dann schon die ersten Design-Macken, die für Spieler unverzeihlich sind: Unsichtbare Wände und schlechte platzierte Scripteffekte. Sprintet man beispielweise zu schnell durch einen Raum kann es durchaus passieren, dass der komplett freie Weg verwährt bleibt, da erst zwei Sekunden später ein Pfeiler umfällt, der uns den Weg abschneidet: So etwas darf heute einfach nicht mehr passieren!

    Legendary Legendary Einmal aus dem Gebäude entkommen stehen wir in einem von Greifen und feuerspuckenden Monster verseuchten New York, auch Paramilitärs machen plötzlich Jagd nach uns und so recht gemocht werden wir von niemandem mehr, seit die geheimnisvolle Truhe, die einen geheimnisvollen Strahl gen Himmel schickt, aktiviert wurde und ein leuchtendes Mal auf unserer Hand hinterließ. Mit der Zeit stellt man schließlich fest, dass man selbst nur die Marionette einer großen Verschwörung war, verwickelt sind in diese unter anderem ein dunkler Orden und der Rat der 98. Dem Rat, der in der leicht fantasielosen Story den Part des Guten einnimmt, schließen wir uns letztlich an und müssen einerseits verhindern dass die Gegenseite die Büchse der Pandora zu fassen kriegt, andererseits gilt es generell den Feind zurückzuschlagen. Ein Schlüsselaspekt ist dabei natürlich unser Protagonist Deckerd, der nun mal die Büchse geöffnet hat und dadurch ganz spezielle Kräfte hat.

    Was ist denn Animus-Energie?

    Legendary Legendary Schon im Tutorial wird einem der Gebrauch der Animus Energie erklärt und wärmstens ans Herz gelegt. Diese Energie liegt überall verteilt, nachdem die Monster aus der Büchse das Zeitliche segnen. Eingesaugt wird sie auf Knopfdruck und in dem Mal auf unserer Hand gespeichert. Wie viel davon wir noch übrig haben zeigt uns eine kreisrunde Anzeige im Interface, dass bei Bedarf eingeblendet wird. Genau ist diese Anzeige zwar nicht, wichtig aber auch nur in den wenigsten Fällen. Verbrauchen können wir die Energie auf zwei Weisen: Einerseits indem wir uns damit heilen und andererseits indem man seinen Gegnern eine Art Schockwelle entgegen wirft, wodurch man mit reiner Waffengewalt die Möglichkeit hat sie dann zur Gänze aus dem Leben zu befördern. Was auch in diesem Falle in den Previews und Videos sehr interessant klang und dem Spiel einen taktisch-strategischen Anstrich verpasste, verpufft im fertigen Produkt jedoch zur kompletten Nebensache, den Energie ist weder rar, noch sind die Fähigkeiten in irgendeiner Art und Weise passend in das Setting eingebunden. Potential wäre zwar vorhanden, umgesetzt ist es aber nicht. Fraglich ist auch, warum man letztlich aus der Energie selbst nur so wenige Fähigkeiten ableitet, im Verlauf der Handlung kommen noch einige unwichtige hinzu, hier hätte eine ganze Fülle an sonderbaren und die Handlung vertiefenden Moves Platz gehabt.

    Legendary Legendary Positiv an Legendary ist die pompöse Inszenierung samt gigantischen Endgegnern wie einem Riesengolem der New York in Schutt und Asche legt und einem Kraken, der das Parlamentsgebäude in London einreißt. Nur durch besondere Kombinationsgabe und mehrschichtige Vorarbeit lassen sich solche Monster letztlich erlegen, viel zu selten bekommt man sie aber zu Gesicht. Öfters anzutreffen sind dahingegen die schieren Massen an normalen Monstern, die keiner nachvollziehbaren Logik folgen. So rennen Werwölfe perplex durch die Gegend wenn man auf sie schießt, feuerspuckendes Kleinvieh rollt sich zusammen und kullert minutenlang ziellos um uns herum bis wir Gnade walten lassen und es abknallen und von muhenden Minotauren möchte ich erst gar nicht anfangen. Hier fehlt einfach ein essentieller Part des Spieles, der nicht durch die Quantität an stupiden Gegnerhorden wett gemacht werden konnte.

    S Legendary Legendary chade ist auch, dass bei Boss-Fights, bei denen es oft besonders schnell gehen muss, Skripte nicht auf Anhieb anspringen. Besonders beim Kraken in London übersprangen wir häufiger per Zufall einen Trigger, wodurch der Gigant nur faul in der Themse liegt und laut grölt. Auch die zuvor erwähnten unsichtbaren Mauern stören doch ziemlich, vor allem wenn man durch einen Level-Abschnitt sprintet der bereits bekannt ist. Hier kam Technik von vorgestern zum Einsatz, die so ein streng lineares Spielerlebnis ausbaut, dass kaum Alternativen lässt.

    Technisch wirklich komplett von gestern?

    Während das Gameplay durch komplett geskriptete Handlung wahrlich wie von gestern scheint, weiß die Technik noch halbwegs zu gefallen. Grafisch aufgebaut wurde Legendary anhand der beliebten Unreal 3-Engine, die jedoch nicht ausgereizt zu sein scheint. Während an manchen Stellen zwar durchaus Raffinesse in Sachen Gestaltung auffindbar ist, wissen wiederum andere Level durch grobe Textur-Schwächen, Patzer und vor allem Detail-Armut im negativen Sinne zu punkten. Oft kommt einem ein Level einfach zu steril vor, einfach ohne wirkliches Leben. Effekte wurden zwar teils schön ein- und umgesetzt, dennoch schwächelt der Titel auch hier.

    Legendary Legendary Der Sound weiß letztlich doch recht gut zu überzeugen. Der Hintergrund wurde mit satten Explosionen und viel Geschrei und Gebrüll gut ausgestattet und lässt einem nur wenige Momente der Stille, die vor in den etwas gruseligeren Szenen für Atmosphäre sorgen. Genretypisch geht die Steuerung vonstatten: Während mit dem linken Stick die Richtung angegeben wird kann man sich mit rechts umschauen und zielen. Den Multiplayer konnten wir leider nicht testen, da während der gesamten spielzeit leider nicht ein weiterer Spieler gefunden werden konnte. Weder auf dem PC noch im Xbox Live Netzwerk. Bezeichnend für einen Titel, der kürzlich erst veröffentlicht wurde.

    Legendary (X360)

    Singleplayer
    7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    pompöse Inszenierung
    tolle Boss-Monster
    als Shooter für Zwischendurch gut geeignet
    bekannte Steuerung
    PDA mit allen Infos und manchen Tipps zur Bekämpfung der Gegner
    passend vertont
    Skripte wo man nur hinschaut
    detailarm
    teils nervige Gegner
    KI versucht durch Quantität zu ersetzen
    grafische Patzer
  • Legendary
    Legendary
    Publisher
    Atari
    Developer
    Spark Unlimited
    Release
    30.10.2008
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Legendary
Legendary im Gamezone-Test
Wir haben uns Legendary genau angeschaut und mussten feststellen, dass der Titel doch nicht ganz so legendär ist.
http://www.gamezone.de/Legendary-Spiel-11799/Tests/Legendary-im-Gamezone-Test-992023/
28.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/2183-1-legendary_xbox_360screenshots20210legendary_052108_05.jpg
tests