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  • Limbo: Die minimalistische Perfektion - Leser-Test von Marco A

    Um uns Videospielern das alljährlich begegnenden Sommerloch ein wenig bunter zu gestalten, startetete Microsoft vor drei Jahren den "Summer of Arcade". Der aktuelle Sommer wurde jedoch mit einem Spiel eingeleitet, das rein garnichts mit dieser Jahreszeit zu tun hat, uns aber kurzzeitig über die gegebenenfalls vorhandene Langeweile großartig hinweghilft.

    "Limbo" ist der Name des als 2-D-Plattformer aufgebauten Arcade-Titels aus dem Hause Microsoft. Die Bezeichnung des Titels umschreibt einen indischen Tanz, der traditionell eine Woche nach einem Begräbnis getanzt wird. Im Videospiel selber wird zwar nicht getanzt, aber der düstere Eindruck den die Erklärung erweckt, ist der richtige.
    Egal ob wir uns nun durch ein altes, zombieversechtes Herrenhaus bewegen und unsere Hand dabei immer ab Abzugknopf der Pistole haben, wir durch einen dunklen U-Bahn-Tunnel laufen und nur drauf warten das der nächste strahlenversechute Ghul auf uns zugestürmt kommt oder wir uns im Weltraum in ein zerstörtes Bergbauschiff begeben; der Horror setzt ein, weil wir nie wirklich wissen, was uns erwartet und wir wissen das das, was uns erwartet, tödlich ist.

    Das erste Szenenbild in Limbo zeigt uns einen schattenhaft dargestellten Wald, in verschiedenen weißen und schwarzen Tönen. Die Farbaufteilung wird sich, im Gegensatz zu den Gebieten durch die wir uns bewegen, nicht ändern.
    Es ist eine leise und bedrohliche Musikuntermalung zu hören, als wir bemerken das zwei helle Punkte im schwarzen Gras aufleuchten. Kurz darauf beobachten wir, wie sich etwas aus dem Boden empor hebt. Wir erkennen einen schemenhaft dargestellten Jungen und wissen das die zwei hellen Punkte seine Augen sind. - Unsere schwarze, namen- und sprachlose Spielfigur ist erwacht...

    So düster und hilflos wie diese Anfangszene sich liest und auch spielt, genau so ist das komplette Spiel aufgebaut. Es werden durchweg Situationen in die Level eingebaut, die ebenfalls unsere adenalingesteuerten Gefühle ansprechen. Angst, Schrecken und Panik werden uns immer wieder befallen, weil wir in Limbo nie wirklich wissen was uns erwartet. Gerade wenn wir meinen unsere Figur in Sicherheit gebracht zu haben, geschieht etwas mit dem wir absolut nicht rechnen.
    Durch die extrem clever aufegbauten Rätselpassagen, die perfekte Musikuntermalung und die grandiose minimalistische Darstellung der Spielwelt, inklusiver ihrer (ebenfalls stummen) Bewohner, wirken solche Überraschungsmomente allerdings nie unfair, sondern machen das Spiel erst lebendig.
    Dabei sollte erwähnt werden, das wir keine Waffen oder andere Hilfsmittel tragen. Unsere einzigen Fähigkeitn die wir besitzen sind das Springen und unsere Muskelkraft, mit dessen Hilfe wir beispielsweise Kisten verschieben, Schalter umlegen oder an Seile klettern können.

    Limbo sollte allen Independent-Entwickler Hoffnung machen!

    Limbo zeigt durch die gelungene Kombination aus minimalitischem Leveldesign, simpler Steuerung und einer sehr betonten Musikuntermalung, das gute Videospiele auch ganz anders aussehen können, als das was man normalerweise in der heutigen Zeit unter einem solchen versteht.
    Das Spiel reiht sich nahtlos in eine Reihe mit Titeln wie "Sleep ist Death", "Machinarium" oder auch "Castle Crashers" ein, weil es vor Ideenreichtum nur so auflebt, diese aber ganz verhalten auf eine Weise zeigt, die es wiederum einzigartig macht.

    Pflichtprogramm für jeden Krösus

    Die beiden einzigen Punkte die Limbo dann allerdings doch etwas in den Schatten stellen, sind erstens der zu hohe Preis und zwar deshalb weil zweitens, der nicht vorhandene Wiederspielwert, diesen nicht gerechtfertigt.

    Die Demoversion ist für jeden Videospieler Pflichtprogramm. Wem Limbo dann noch immer nicht gefällt, der hat wenigstens nichts falsch gemacht.

    Negative Aspekte:
    Preis ist zu hoch (1200 MS-Punkte bzw. 14,40 €) / kein Wiederspielwert

    Positive Aspekte:
    extrem gute Rätsel / perfekt eingefangene Atmosphäre durch (Level)design und Musikuntermalung / Spiel zu keinem Zeitpunkt unfair

    Infos zur Spielzeit:
    Marco A hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Limbo
    Limbo
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Microsoft
    Release
    21.07.2010

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Limbo
Limbo: Die minimalistische Perfektion - Leser-Test von Marco A
http://www.gamezone.de/Limbo-Spiel-12257/Lesertests/Limbo-Die-minimalistische-Perfektion-Leser-Test-von-Marco-A-1010159/
04.08.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/07/Screenshot_6--screenshot_viewer_medium.jpg
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