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  • Lips im Gamezone-Test

    Microsofts Antwort auf Singstar lautet Lips! Mit funky Mikros wird eine bunte Party gefeiert – seid mit dabei!

    Nun ist sie endlich da! Microsofts Antwort auf den Bestseller "Singstar" mit dem wohlklingenden Namen "Lips". Bis dato mussten hiesige Xbox 360 Anhänger allein unter der Dusche trällern, denn Spiele wie "Karaoke Revolution" von Konami schafften den Sprung über den großen Teich einfach nicht. Mit einem Sack voll bekannter Songs, mit iNiS einem Musikspezialisten als Entwickler im Gepäck und einer gehörigen Portion Promotion katapultiert sich "Lips" zumindest schon einmal in unsere Gehörgänge. Doch hat der Titel auch das Zeug, den Kassenschlager von Sony zu schlagen oder zumindest für Xbox 360 Besitzer ein würdiges Karaokeerlebnis zu liefern? Wir trällerten uns durch die Songliste, probierten die Partyfunktionen aus und verjagten jede Maus mit unserem Gesang aus dem Keller - das Ergebnis unseres Testlaufs findet ihr im folgenden Review.

    Lips Lips Einmal eingelegt, überrascht uns Microsofts Interpretation mit einem sehr modernen und ansprechenden Design. Sowohl die Menüs, als auch die Listen sind sehr großzügig gestaltet und bieten dank schlichter Optik und klaren Farben einen guten Überblick. Bei Bedarf kann das Design im Optionsmenü auf eigene Wünsche angepasst werden, wobei sich die Auswahl aber in Grenzen hält. Auf dem Spielfeld bleibt man der klaren Line ebenfalls treu, auch wenn man sich spielerisch eindeutig an "Singstar" orientiert hat. Einige Dinge fallen dennoch direkt ins Auge, welche uns durchwegs positiv stimmen. Die Texte werden im Mehrspielermodus mittig angezeigt, so dass der zweite Spieler nicht über die Linien des anderen hinweg sehen muss. Zudem wurden die Worte passend unter den Notenlinien, welche wieder die Tonlage und die Länge der Silbe darstellen, nochmals dargestellt, was durchaus sehr praktisch ist, sofern man kein Multitalent ist und den kompletten Bildschirm gleichzeitig im Überblick behält.

    Lips Lips Technisch macht der Titel somit einiges her und bietet vor allem ein sehr modernes und jedermann ansprechendes Design. Klare Schriften sowie hervorragend präsentierte, aber auch mit Grafikeffekten aufgewertete Wertungen pro Textpassage gefallen, während die eigene Stimmlage mit einem Balken dargestellt wird. Ob man trifft oder nicht, erkennt man an den ausgefüllten Notenlinien. Ob die Stimme aber angehoben oder gesenkt werden muss, sollte man eher seinem Gehör überlassen. Die optische Rückmeldung der Stimmerkennung lässt zumindest ein wenig zu Wünschen übrig. Die Analyse der Stimmdaten wirkt aber durchaus gelungen. Ein Duschensänger mit Katzengejammer wird kaum gegen eine begabte Chorschülerin ankommen und deutlich weniger Punkte kassieren. Soweit ist die Software also fähig, das Können unterschiedlicher Personen zu analysieren. Insgesamt ist der Titel aber recht gutmütig und verzeiht durchaus schräge Tonlagen sowie manch üble Fehltritte. Anfänger freuen sich sicherlich über gute Endwertungen, das macht den Titel auch tauglich für jeden Partyteilnehmer. Profis ärgern sich aber ein wenig über die Gutmütigkeit das fehlende Niveau. Leider hat auch niemand an unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gedacht, um verschiedenen Ansprüchen zu genügen!

    Es blitzt und blinkt

    Lips Lips Während Sony-Gesangstalente davon noch träumen, halten Xbox 360 Jünger ab sofort kabellose Mikrofone in der Hand und können somit frei im Wohnzimmer posieren, ohne sich mit einem Kabel zu strangulieren. Die Mikros wollen sich zwar etwas widerwillig mit euerer Konsole verbinden, vor allem mit mehreren aktiven Xbox Live Accounts kommt es zu Unstimmigkeiten, hat man die umständliche Prozedur aber endlich einmal überstanden, erfreut man sich an der durchaus erhabenen Qualität der Tonabnehmer. Diese liegen sehr gut in der Hand, haben ein angenehmes Gewicht und bieten für eine Konsolenhardware durchwegs akzeptable Klangqualität, auch wenn je nach Einstellung der Empfindlichkeit auch etwas Rauschen zu hören ist. Ganz so robust wie die Singstar-Mikros wirken die schicken Geräte aber nicht, dafür dürften sie die Aufmerksamkeit auch ohne des Sängers auf sich ziehen. Integriert ist eine mehrfarbige LED, welche im Takt der Musik und den Farben des Spielers blinkt - das macht doch gleich etwas mehr her und sieht so richtig cool aus!

    Lips Lips Einen spielerischen Einfluss hat dieses Licht natürlich nicht, harmoniert aber durchaus mit zum Beispiel einem Ambilight-TV Gerät. Wesentlich spielintensiver gestaltet sich das integrierte Wii-Feature, denn im Gehäuse schlummert zusätzlich noch ein Bewegungssensor. Durch Schütteln werden das Tamburin, die Rassel oder sonstige Effekte aktiviert, was den Song aber herzlich wenig bereichert, sich vielmehr sogar völlig daneben anhört. Über den Sensor ermittelt die Software aber auch, wie aktiv der Spieler seine Performance gestaltet, wofür sogar Medaillen vergeben werden. Hat man eine bestimmte Menge an Energie durch gut gesungene Songpassagen oder Klatschen gesammelt, gilt es zu posieren. Verschiedene Figuren werden abverlangt, vom einfachen Grölen in ein erhobenes Mikrofon, bis hin zu kompletten 360° Drehungen. Das Feature hätte man durchaus unterhaltsam integrieren können, doch leider soll man die unmöglichsten Figuren gerade dann machen, wenn man aus vollem Halse den Refrain trällert - perfekt verplantes und absolut chaotisches Timing! Zudem reicht meist simples Schütteln für alles aus.

    Apropos Timing! Damit hat der Titel, zumindest in Verbindung mit verschiedenen HD-TV Geräten durchaus noch so seine Probleme. Am auffälligsten ist die asynchrone Widergabe des eigenen Gesangs, den man aber zum Glück leiser oder gar ausstellen kann. Ärgerlich nur, dass man die Strophen ebenfalls einen Tick verfrüht von sich geben sollte. Abhilfe verschafft eine recht versteckte Anpassungsoption, welche aber nicht global für alle Songs gehalten wird. Mühsam muss das Timing für jeden einzelnen Song, das sogar für jeden Account extra, angepasst werden, was durchaus sehr nervig und zeitraubend ist!

    Mach mit und singe!

    Lips Lips "Lips" macht aber auch so einiges richtig, was den unkomplizierten Ablauf eines Partyspiels anbelangt. Einfach einschalten, nach belieben ein Profil wählen, damit gewisse Erfolge auch gespeichert werden und schon können die Shows beginnen. Aus den bereits auf der Disc befindlichen 40 Songs wird ein passender ausgewählt, einige Optionen eingegeben und schon kann ins Mikrofon gegrölt werden. Man hat die Möglichkeit, die Songs nach persönlichen Vorlieben zu bewerten, damit diese favorisiert werden, oder gar eigene Hitlisten anzulegen. Möchte ein zweiter Spieler direkt am Spiel teilnehmen, so reicht ein kurzes Schütteln des zweiten Mikrofons für den Einstieg in das laufende Spiel - wirklich raffiniert. Paradebeispiel dafür ist der Jukebox Modus. "Lips" spielt jeden Song in einem Minuten-Jingle ab und wechselt den Titel, falls keiner wirklich Gefallen daran findet. Ertönt eine wohlklingende oder bekannte Melodie, werden die Mikros vom Tisch aufgenommen, kurz geschüttelt und schon kann man fröhlich losträllern - einfach praktisch, vor allem partytauglich und durchaus gelungen!

    Lips Lips Dennoch lässt Microsofts Inkarnation eines Karaokespiels noch einiges vermissen. Die einfachen Spielmodi reichen nicht an die Qualität von "Singstar" heran. Vor allem Herzblatt oder das Bombenspiel sind eher witzlos, anstatt eine Party so richtig in Gang zu bringen. Immerhin überzeugen die Duelle oder auch das kooperative Duett, doch hätte man sich durchaus einige der Features der Konkurrenz gewünscht. Mehrspielermodi für eine größere Anzahl an Teilnehmer, diverse Partyspiele mit dem Weiterreichen der Mikrofone und direkte Teamduelle - man hat viel von Sonys Kassenschlager abgekupfert, doch die spaßigsten Modi wollte wohl keiner kopieren! Und in noch einem weiteren Punkt versagt "Lips": Trotz vorhandener Hardware (Xbox Live Vision Cam) und optimaler Onlineanbindung (Xbox Live) gibt es keine unterhaltsamen Aufnahmen für die Nachwelt. Was haben wir uns schon über so manches Video auf dem "Singstar" Videoplatz oder gar über unsere eigenen miserablen Improvisationen kaputt gelacht. Festgehaltene Momente, spaßige Bilder, Audiowiederholungen des eigenen Gesangs und witzige Videoaufnahmen, all das macht "Singstar" zur absoluten Partykanone und all das wird man schmerzlich auf der Xbox 360 vermissen!

  • Lips
    Lips
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Inis
    Release
    21.11.2008
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992029
Lips
Lips im Gamezone-Test
Microsofts Antwort auf Singstar lautet Lips! Mit funky Mikros wird eine bunte Party gefeiert – seid mit dabei!
http://www.gamezone.de/Lips-Spiel-12337/Tests/Lips-im-Gamezone-Test-992029/
01.12.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/12/scrtzeen7_large.jpg
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