LittleBigPlanet für PS Vita wird etwas düsterer, ist aber noch genauso humurvoll wie seine Vorgänger. (4) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wenn am 21. September, also schon in ein paar Wochen, LittleBigPlanet auf die PS Vita kommt, soll das mehr werden, als nur ein Plattform-Update. Deshalb macht LBP Vita alles neu: Für das Spiel wurde eine eigene Geschichte in der Welt Carnivalia erschaffen, in der neben Sackboy noch vollkommen unbekannte und skurrile Charaktere auftreten. Carnivalia war einst ein glücklicher und lustiger Ort, an dem ein Marionettenspieler der größte Entertainer war. Doch irgendwann schlägt alles zum Bösen um: Der Strippenzieher wird zum dunklen und mysteriösen Gegenspieler unsere breitmaschigen Helden Sackboy und stiehlt den Einwohnern ihre Glückseligkeit.
LittleBigPlanet für PS Vita wird etwas düsterer, ist aber noch genauso humurvoll wie seine Vorgänger. (11) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Um den früher so glücklichen Carnivaliern zu helfen, bekommt Sackboy eine Menge neuer Gameplay-Features spendiert, die an den Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita angelehnt sind. Während wir durch die bunten Welten hüpfen, nutzen wir etwa den Touchscreen, um bewegliche Teile von Puzzles richtig zu positionieren oder um Sackboy an entlegene und versteckte Orte der Karte zu katapultieren. An anderer Stelle nutzt das System die Neigesteuerung und Bewegungssensoren der Playstation Vita. Toll: Auch das hinten liegende Touchpad wird von LBP Vita verwendet – fast schon eine Seltenheit. So können wir einen erst mal unüberwindbaren Abgrund bezwingen, indem wir mit dem hinteren Pad Trittbretter aus den Wänden im Spiel drücken. Sackboys Bewegungen durch den Level werden natürlich normal mit den Joysticks ausgeführt. Dabei muss man beachten, dass wir uns in einer "echten" 2,5D-Welt bewegen. Sie sieht zwar zweidimensional aus, hat aber mehrere Ebenen – man kann also auch mal danebenspringen.
Mit bis zu vier Spielern kann man in LittleBigPlanet für PS Vita durch die Welt hüpfen, der Multiplayer-Modus ist ähnlich wie in LittleBigPlanet 1 und 2 für PS3. Einziger Unterschied: Man soll nun auch unterwegs, also mit einer 3G Vita spielen können – nicht nur im WLAN. Ob das wirklich funktioniert, konnten wir während unserem Anspieltermin nicht überprüfen, selbsterstellte Karten und Levels sollen aber immer nur wenige MB groß sein.
Grandioser Create-Modus – leider nicht für PS3-Levels
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Damit LittleBigPlanet auch auf der Playstation Vita ein Erfolg wird, setzen die Macher – übrigens die Schweden vom Studio Tarsier und nicht Media Molecule – natürlich auf von Usern gemachte Inhalte. Dazu bekommen Spieler dieselben Tools an die Hand, die auch die Entwickler verwenden: Im Kreativ-Editor von LittleBigPlanet sind schon weit über 7 Millionen Levels entstanden, die User auf einer eigenen Plattform mit anderen teilen. Für die PS Vita wurde dieser bereits richtig geniale Editor noch verbessert. Er nutzt nun das Touchpad der Vita und ist so noch sehr viel intuitiver zu bedienen, als die Playstation 3 mit den Joysticks des Controllers. Die Macher verwenden Touch-Gesten, die wir von unseren Smartphones kennen und führen einen neuen Lasso-Modus ein, mit dem man einfach mit dem Finger um die Teile einer Karte fährt, die man markieren will. Analog zum Lasso-Tool aus Grafikprogrammen markiert das Spiel dann die relevanten Stellen und man kann sie verändern. Ohne große Kenntnisse der Materie. Wie toll das funktioniert, hat Sony in einer Public Beta schon überprüft: Vor kurzem wurde einigen Fans eine Vorabversion gegeben, daraus entstanden überraschend kreative Neuinterpretationen.
Wer nicht langatmige Levels spielen will, bekommt auf der Vita übrigens auch kleinere Spielportionen angeboten. Der Editor gibt Level-Machern nun die Möglichkeit, auch Karten in App-Größe zu veröffentlichen und mit speziellen Menüstrukturen auszustatten. In der Beta entstanden dabei bereits tolle Minigames, die sich auch grafisch stark voneinander unterscheiden. Während etwa ein Spiel aus der Community auf die beiden Touchpads (hinten und vorne) setzt, um Ameisen auf einer Picknickdecke zu zermatschen, hat ein anderer Spieler durch komplette Neukreationen seinen eigenen Grafikstil eingebracht und macht daraus ein beruhigendes Anti-Spiel im Stil von Flower daraus. Auch Journey soll von einem Fan bereits in LBP nachgebaut werden. Möglich werden solche grafischen Neuinterpretationen durch die Kamera der PS Vita: Mit ihr können Dinge aus der realen Welt fotografiert und als Sticker ins Spiel implementiert werden.
Schade, dass wir diesen Editor auch nur für Vita-Karten verwenden können. Erst ein Gespräch mit den Entwicklern aus Schweden macht uns klar, dass der Kreativmodus auch auf die Vita-Features abgestimmt ist. Karten können also nicht einfach auf die PS3 geschoben werden oder per Cross-Controller-Funktion verbunden werden. Mist, denn wir können uns richtig gut vorstellen, mit der Vita leicht und intuitiv Details an einem Level zu verändern und gleichzeitig auf dem Fernseher die Map im Gesamtüberblick zu behalten.






