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  • Loch Ness: Mehr Krimi- als Gruseladventure - Leser-Test von BigJim

    Loch Ness: Mehr Krimi- als Gruseladventure - Leser-Test von BigJim Das legendäre Mysterium "Nessie" dient oft als Vorlage für unheimliche Geschichten. Mitte der 1930er Jahre wurde es erstmals fotografiert (ob es sich dabei um eine echte Aufnahme oder eine Fälschung handelt, sei dahingestellt). Augenzeugen beschreiben das Tier, welches im schottischen See "Loch Ness" sein Unwesen treiben soll, als eine Art überlebenden Plesiosaurus mit gekrümmten Rücken und einer Gesamtlänge von schätzungsweise zwanzig Metern. Einen stichfesten Beweis für die Existenz des Seeungeheuers gibt es bis heute nicht. Allerdings auch keinen hundertprozentigen Gegenbeweis.

    Wir schreiben das Jahr 1932. Privatdetektiv Alan P. Cameron erhält von seinem Freund Alistair McFarley, einem schottischen Arzt und Gutsherrn, eine Einladung auf dessen Schloss, welches am Rande des geheimnisumwitterten Sees Loch Ness liegt. Doch dort angekommen, muß der Detektiv feststellen, dass sein alter Bekannter spurlos verschwunden ist. Lediglich die Frau des Schlossherrn ist anwesend. Diese beauftragt Cameron mit dem Auffinden ihres Mannes und berichtet von übersinnlichen Phänomenen, die sich in letzter Zeit in der Gegend um Loch Ness zugetragen haben. Für nähere Informationen steht die alte Dame leider nicht länger zur Verfügung, denn kurz darauf erleidet sie einen Schwächeanfall. Cameron, nun auf sich allein gestellt, macht sich daran, die seltsamen Vorgänge zu ergründen.

    LOCH NESS ist, anders als der Titel auf den ersten Blick erahnen lässt, kein Grusel-Adventure mit "Nessie" in der Hauptrolle. Tatsächlich kommt dem Seeungeheuer nur eine geringe Bedeutung zu. Das Ganze ist eher ein typisches Krimi-Adventure. Schon bald offenbaren sich verzweigte Handlungsstränge, die schnell in Richtung Geister- und Gespenster- Hokuspokus abgleiten. Die Story ist dabei gar nicht mal so schlecht, wird aber nicht sonderlich gut erzählt. Zu nüchtern und langatmig verläuft das Spielgeschehen.

    Rein atmosphärisch ist die Darstellung des schottischen Szenarios noch halbwegs geglückt. Da gibt's die obligatorischen Rittersäle, edlen Herrenzimmer und vermoderten Dachkammern. Nur, große Spannung will dabei nicht aufkommen. Die Rätsel sind rar und nicht sonderlich anspruchsvoll. Die meiste Zeit verbringt der Spieler damit, recht teilnahmslos durch die Räumlichkeiten des Schlosses zu schlendern und irgendwelche Gegenstände aufzusammeln. Erst gegen Ende des Spiels wird es etwas abwechselungsreicher. Dann kommt man der Lösung näher und erforscht per Tiefseeglocke die Unterwasserfläche von Loch Ness.

    In Ego-Perspektive klicken wir Detektiv Cameron durch die einzelnen Renderbilder. Die Steuerung ist also vergleichbar mit der von MYST oder SCRATCHES. Leider fällt sie bei LOCH NESS in bedientechnischer Hinsicht deutlich schwammiger aus, was teilweise den Eindruck entstehen läßt, unser Alter-Ego ginge auf Rollschuhen durchs Gebälk.

    Altbacken wirkt auch die Grafik. Gut, der Titel ist schon älter und darf somit nicht an gegenwärtig gültigen Maßstäben gemessen werden. Die verwaschenen Standgrafiken und die verpixelten Details hätten allerdings schon damals etwas hübscher ausfüllen dürfen. Bestimmte Objekte heben sich nicht deutlich genug vom Hintergrund ab, was ihr Auffinden unnötig erschwert. Lediglich die Zwischensequenzen werden minimalen Grafikansprüchen gerecht.

    Der Sound lässt ebenfalls manche Wünsche offen. Zwar plaudern die Handelnden ziemlich lebensecht, aber der Mangel an stimmungsuntermalenden Umgebungsgeräuschen geht zu Lasten einer nachhaltigen atmosphärischen Dichte. Gute Nerven erfordert die Musik. Dabei handelt es sich um einen stets sehr aufdringlich tönenden Dudelsack, der selbst in den unpassendsten Momenten energisch drauf los dudelt.

    Die Spielzeit variiert je nach Vorgehensweise und liegt bei ca. 8-10 Stunden.

    Fazit:
    Na ja, als Krimi-Adventure, welches mittlerweile zudem als Budget-Ware erhältlich ist, mag LOCH NESS für Freunde schottischer Szenarios vielleicht irgendwo noch seine Berechtigung haben. Mir ist LOCH NESS in vielerlei Hinsicht zu "schottisch". Denn der Titel geizt mit Spannung, neuen Ideen und einer soliden Technik.

    Negative Aspekte:
    schwache Grafik, eintöniges Rätseldesign, wenig Spannung

    Positive Aspekte:
    schottisches Szenario um den geheimnisvollen See Loch Ness

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Loch Ness

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: BigJim
    6.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    3/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    5/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Loch Ness
    Loch Ness
    Publisher
    Wanadoo
    Release
    01.01.2002
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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1004775
Loch Ness
Loch Ness: Mehr Krimi- als Gruseladventure - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Loch-Ness-Spiel-12473/Lesertests/Loch-Ness-Mehr-Krimi-als-Gruseladventure-Leser-Test-von-BigJim-1004775/
04.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/01/tpm1333.jpg
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