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  • LocoRoco: Eigenwilliger, aber fröhlicher Kullerspaß - Leser-Test von pineline

    Ein sehr eigenwilliges und wahrscheinlich eher typisch japanisches Geschicklichkeitsspiel kam vor cirka 5 Jahren bei uns für die Sony PSP auf den Markt, sein Name ist "LocoRoco". Nach wenigen Augenblicken wird schnell klar, dass der ungewöhnliche Grafikstil sehr viele von uns abschrecken wird, in bewusst sehr einfach und überaus kindlich gehaltenen Texturen kommt dieses extrem ungewöhnliche Abenteuerspiel daher, begleitet von einem allerdings sehr fröhlichen Soundtrack mit Ohrwurmgarantie. Zugeschnitten auf Solospieler/innen und mit deutschen Texten versehen sollen junge und junggebliebene Videospieler/innen angesprochen werden, die sich diesem Spiel nicht direkt in den ersten Minuten verschließen. So simpel das Spielprinzip auch ist, es kann süchtig machen. Unabhängig vom persönlichen Geschmack bringt "LocoRoco" sehr frischen Wind in den PSP-Markt und das war sicher auch der Sinn der Sache, musste man dem stark aufkommenden Nintendo DS so langsam mal endlich Paroli bieten.

    Die Geschichte ist so einfach wie die Handhabung verständlich ist: die fröhlichen, runden, knallbunten, kugelförmigen Locorocos führen ein unbeschwertes Dasein auf ihrem Heimatplaneten, bis eines Tages (natürlich) eine böse Alien-Rasse, in diesem Fall die Mojyas, eine Invasion aus dem Weltraum betreiben und die friedliche Welt der LocoRocos zu tyrannisieren. Völlig wehrlos sind die LocoRocos, so dass sie nicht den Hauch einer Chance haben würden, sofern sie keine Hilfe bekämen und natürlich sind wir nun an der Reihe. Wir verhelfen den bedauernswerten LocoRocos zur Flucht, steuern diese aber nicht direkt selber, sondern senken die Oberfläche des Planeten mit den Schultertasten der PSP in beide Richtungen, so dass die einst so fröhlichen Kugeln durch die Landschaften beginnen zu rollen. Das allein wäre natürlich viel zu plump, so dass weitere Aktionen möglich sind, so zum Beispiel das Auslösen von Erdbeben durch das gleichzeitige Drücken erwähnter Schultertasten, das Umherschleudern und Hüpfen in der Luft durch entsprechend langes Gedrückthalten, wobei wir stets ein Auge auf die Vermehrung haben sollten. Läuft es gut, werden aus einem LocoRoco bis zu 20, die wir dann sehr sorgfältig behüten. Alle vereint ergeben diese einen großen LocoRoco, doch dieser passt oftmals nicht durch engere Stellen, so dass uns nur ein Gewitter weiterhilft, welches wir auslösen, damit sich dieser eine Große in (wieder) mehrere kleine LocoRocos verwandelt und es weitergehen kann.

    In den 5 Welten erwarten uns viele Gefahren und Hindernisse, viele Abgründe müssen überwunden und Plattformen übersprungen werden, dies aber eben nicht von uns direkt wie in einem Jump and Run, sondern eben "indirekt", auch was das Anrempeln harmloserer Störenfriede als auch Ausweichen gefährlicherer Feinde angeht. Freunde haben wir aber auch, speziell unterschiedliche Arten an LocoRocos, die sich in erster Linie durch fröhliche Gesänge in einer etwas anderen Tonlage unterscheiden, ohnehin die Geräuschkulisse sehr gut gelungen ist. Schläft eine Wolke oder eine Sonne, werden selbst diese durch ein kleines Liedchen nett geweckt, sofern genug LocoRocos vorhanden sind beziehungsweise wir irgendwie genug auf die Beine gestellt haben. Jeder Level birgt einige Geheimnisse, die aber nicht sofort alle entdeckt werden müssen: wer möchte, rollt erst einmal durch den Spielabschnitt bis zum Ende durch und begibt sich später noch einmal in diesen, um genauer zu suchen.

    Das Loco-Haus darf ich auch nicht vergessen zu erwähnen, von den kleinen MuiMui bekommen wir für dieses unterwegs manchmal kleine Geschenke, finden ansonsten das ein oder andere Ding und richten unser Zuhause entsprechend ein. Dies aber nur in Nebenmissionen, die unabhängig von der Hauptmission, der Rettung der Locoroco-Rasse, anstehen, zudem existieren Minispiele, durch das wir an weitere Boni gelangen können. Angenehm ist, dass hier keinerlei Hektik aufkommt, passend zur entspannt-fröhlichen Musik können wir uns viel Zeit nehmen, um wirklich alle Geheimgänge oder freundlichen MuiMuis zu finden. Bis die insgesamt vierzig Abschnitte gemeistert sind, vergeht einiges an Zeit, erst recht, wenn der Forscherdrang erst einmal in Euch geweckt ist. Trotz der niedlichen Aufmachung ist nicht zu übersehen, dass manch ein Versteck sehr schwer zu finden ist, doch das ist völlig okay, die Gute-Laune-Atmosphäre und gute Steuerung sorgen dafür, dass man es auch gar nicht so eilig hat. Klar ist auf jeden Fall, dass wir es mit einem ganz und gar nicht alltäglichen Videospiel zu tun haben, welches einen Großteil der PSP-Besitzer/innen durch die einfach (wenn auch knallig bunte) Grafik abschrecken dürfte, aber in Erinnerung bleiben tut "LocoRoco" so oder so. Bedenke ich die fröhliche Atmosphäre, das gute Leveldesign und die gute Steuerung, so gehört dieses Geschicklichkeitsspiel für die PSP in die Liste der Spiele, die Ihr zumindest einmal unbedingt gesehen haben solltet.

    Negative Aspekte:
    Gewöhnungsbedürftige Grafik kann viele abschrecken, vieles ist Geschmackssache

    Positive Aspekte:
    Gute-Laune-Atmosphäre, Soundkulisse, Steuerung, Leveldesign, viele Geheimnisse

    Infos zur Spielzeit:
    pineline hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    LocoRoco

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: pineline
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • LocoRoco
    LocoRoco
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    28.06.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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1010899
LocoRoco
LocoRoco: Eigenwilliger, aber fröhlicher Kullerspaß - Leser-Test von pineline
http://www.gamezone.de/LocoRoco-Spiel-12491/Lesertests/LocoRoco-Eigenwilliger-aber-froehlicher-Kullerspass-Leser-Test-von-pineline-1010899/
30.10.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/2005-12-02.22-00-17-041.jpg
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