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  • Lost Odyssey: Suche nach Erinnerungen - Leser-Test von denjuandemarco

    Lost Odyssey: Suche nach Erinnerungen - Leser-Test von denjuandemarco Es wurde so langsam aber sicher auch endlich mal Zeit, dass ein klassisches Konsolen-Rollenspiel als eingedeutschte Fassung das Licht der X-Box-360-Welt erblickte, freuen wir uns also, das "Lost Odyssey" nunmehr im Jahr 2008 erschienen ist. Nichts gegen "Oblivion", doch erstens stellt dieses eher ein typisches PC-Rollenspiel dar und zweitens erfolgen die Auseinandersetzungen dort in Echtzeit und mit dem Weiterspinnen einer dichten Story und der Identifikation mit den Hauptfiguren ist es auch nicht sonderlich weit her. Und genau das macht meiner bescheidenen Ansicht nach ein Rollenspiel eben aus. Nach dem Kulturschock mit Final Fantasy XII auf der Playstation 2, das nicht mehr mit rundenbasierten Fights aufwartete, war ich sehr froh, dass hier bei Lost Odyssey genau das wieder der Fall war. Nennt mich altmodisch, aber ich war heilfroh, in meinem Lieblingsgenre wie in alten Tagen wieder Gas zu geben. Dass "Lost Odyssey" noch besser ist als in den Medien beschrieben (was meistens meiner Erfahrung nach eigentlich eher umgekehrt ist), liegt an Dingen, die sich oft erst auf den zweiten und dritten Blick erschliessen, also etwas, was angesichts der dann zu erwartenden Spieldauer die sogenannten "Tester" gar nicht zu Gesicht bekamen... das unterstelle ich jetzt einfach. In fast allen Belangen, die bei einem Rollenspiel wichtig sind, wurde ich mehr als zufrieden gestellt: das letzte Mal, als dies passierte, ist wirklich schon eine ganze Weile her...

    Unsterblich sein ist cool

    Das mag man doch direkt denken, oder? Unser Protagonist Kaim Argonar, der mittlerweile schon 1000 Jahre auf dem Buckel hat, sieht das aber offensichtlich anders. Im gesamten Abenteuer wird er an Dinge aus der Vergangenheit erinnert, die meistens schmerzhafter Natur sind, oft sind es geliebte Menschen oder zumindest solche, die ihm etwas bedeuteten, die Tragisches erlebten oder eben dahinschieden: langsam aber sicher hat Kaim es satt, immer weiter zu leben und dies mit anzusehen. Diese 31 Erinnerungen tauchen im Laufe des Spiels auf und machen auf den ersten Blick den Eindruck, als sollten sie die Story langatmig machen: wer aber nicht einfach weiterklickt, sondern diese wirklich liest, wird wahrscheinlich bald anderer Meinung sein. Denke ich jedenfalls, mag auch Geschmackssache sein. Auf jeden Fall, so stellt es sich im weiteren Verlauf des Fantasy-Abenteuers heraus, ist er einer von vier Unsterblichen (Kaim, Seth, Ming und Sarah), denen die Erinnerungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit vom Oberganoven Gongora (ebenfalls ein Unsterblicher, der aber vom rechten Pfad abgekommen ist und nach der alleinigen Herrschaft strebt) geraubt wurden. Erst nach und nach scheinen diese wiederzukommen und bringen somit auch uns erst langsam Licht ins Dunkel. Das hat den Vorteil, dass wir immer gleichauf mit den Hauptfiguren sind, was die Identifikation wesentlich erleichtert. Kaim selber wirkt anfangs kalt und gibt sich sehr wortkarg, was ihn aber nicht unsympathisch machen muss. Zusammen mit Seth, einer unerschrockenen damaligen Freibeuterin auf See (zuviel will ich jetzt aber nicht verraten) und mit dem Sterblichen Jansen geht es los. Jansen ist den Freuden des Lebens (Wein, Weib und Gesang) offensichtlich nicht abgeneigt, seine andauernden Kommentare unterstreichen die Tatsache, dass er verantwortlich ist in Sachen Humor. ER ist im Gegensatz zu seinen Kumpanen wenig zielgerichtet, was Seth oft auf die Palme bringt. Einige Stunden darauf machen wir die Bekanntschaft der Hoheit von Numara: es ist Ming, die durch ihr knappes Outfit und ihre hervorquellenden Melonen (habe ich das gesagt?) beeindruckt. Ob die sichtbaren blauen Venen dabei Absicht waren? Seltsam sieht die gewaltige Oberweite der Hoheit irgendwie schon aus, aber okay, daran soll es nicht scheitern. Ming beginnt erst so langsam aber sicher, sich zu erinnern, schliesst sich unserem Trupp aber an, da in ihrem Reich auch das Chaos auszubrechen scheint. Gongora bewirkt mit dem Erlangen des magischen grossen Stabes in weiten Teilen ein Ungleichgewicht und somit Chaos, das er nun allein kontrollieren will. Nach hartem Kampf schliesst sich uns auch die letzte Unsterbliche, Sarah an, Kaims ehemalige oder besser gesagt immer noch Ehefrau, doch weiter ins Detail gehen, was die Story betrifft, werde ich jetzt aber nicht. Fakt ist auf jeden Fall, dass wir mittendrin sind n den Wirrungen eines brutalen Krieges, wobei sich quasi in allen Regionen an vorderster Front erbarmungslos gegenseitig abgeschlachtet wird. Doch der Actiongehalt bleibt dennoch zweitrangig, die Geschichte und deren spannende Entwicklung steht klar im Vordergrund und genau so solles ja auch sein.

  • Lost Odyssey
    Lost Odyssey
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Mistwalker
    Release
    23.10.2008
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
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Lost Odyssey
Lost Odyssey: Suche nach Erinnerungen - Leser-Test von denjuandemarco
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06.08.2008
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